Kaufberatung Digitalkameras
Written on 4. Juli 2010 – 07:18 | by admin
Kaufberatung Digitalkameras: Wie man die passende Digicam findet
Sie tragen sich schon länger mit dem Gedanken, eine neue Digitalkamera anzuschaffen? Bei dem riesigen Angebot an Kameras auf dem Markt könnten Sie dabei leicht den Überblick verlieren. Mit dieser Kaufberatung für Digitalkameras soll Ihnen die Beantwortung von Fragen nach der Anzahl der Megapixel, nach Bildstabilisator oder nicht, nach automatischer Gesichtserkennung, Speicherung auf SD-Card oder anders, leichter fallen. Es wird unter anderem gezeigt, welche Features zu welchem Preis zu haben sind und wie Sie gute von schlechter Produktqualität unterscheiden können. In dieser Kaufberatung erfahren Sie außerdem, worauf es beim Erwerb einer neuen Digitalkamera wirklich ankommt.
Was darf es sein – Kompakt-, Bridge- oder Spiegelreflexkamera (DSLR)?
Digitale Kameras unterscheidet man grundsätzlich in zwei große Klassen: Digitale Kompaktkameras und digitale Spiegelreflexkameras. Im Gegensatz zu den Kompaktkameras, bei denen das Objektiv fest verbaut im Gehäuse zu finden ist, lassen sich die Objektive von Spiegelreflexkameras beliebig wechseln. Darüber hinaus sind Spiegelreflexkameras durch ihre Größe nicht so handlich, wie die Kompakten. Bridgekameras sind eine Sonderklasse für sich, weil sie als ein Bindeglied zwischen beiden Klassen fungieren. Wie bei Kompaktkameras, ist das Objektiv einer Bridge fest verbaut. Ihre Größe und Form gleicht jedoch eher den Spiegelreflex-Modellen und auch in Bezug auf die Einstellmöglichkeiten suchen Bridgekameras ihre Nähe eher bei ihren “großen Brüdern”, den Spiegelreflexkameras. Zu den namenhaften Herstellern von Digitalkameras gehören unter anderem Nikon, Casio, Sony, Canon, Pentax oder Fujifilm. Insgesamt schicken diese und noch weitere Hersteller in diesem Jahr mehr als 50 Modelle allein in der Kategorie der Kompaktkameras ins Rennen. Darunter finden sich preiswerte Modelle für Einsteiger, die bereits mit einem Bildstabilisator ausgestattet sein können, Kompaktkameras mit Weitwinkel, DSLR-Kameras mit Live-View-Funktion oder auch Profimodelle mit einem enormen Zoom-Faktor.
War es in den vergangenen Jahren noch die Hetzjagd nach immer mehr Megapixeln, geht der Trend der Zukunft eindeutig in Richtung Funktionsumfang. Bei vielen Herstellern werden die kompakten Kameras nicht nur kleiner, sondern auch flacher als bisher. Es gibt derzeit Modelle, die mit einem zweiten Bildschirm ausgestattet sind. Andere Geräte hingegen lassen sich sogar als Beamer verwenden oder zeichnen zusätzlich zu den fotografierten Bildern die GPS-Daten auf, um den Fotos sogenannte Geotaggs zu verpassen. Im Hinblick auf die Sensorauflösung findet man derzeit kaum Kompaktkameras, die mit mehr als 14 Megapixeln aufwarten. Diese Anzahl an Megapixeln ist für den Amateur- und Hobbybereich schon mehr als ausreichend.
Preiswerte Kompakte für gestochen scharfe Schnappschüsse
Wer nur mal eben eine preiswerte Digitalkamera in den Urlaub oder auf die nächste Familienfeier mitnehmen möchte, der bekommt zum Beispiel mit der Samsung ES 65 für etwa 80 Euro ein preisgünstiges Modell mit zehn Megapixeln. Damit sehen die gemachten Bilder auch in DIN-A4-Vergrößerung noch gestochen scharf aus. Zudem enthält diese Kamera einen optischen 3fach-Zoom, mit dem man Motive leicht heranholen kann. Zu einem Preis unter 100 Euro hat diese Kamera sogar eine Gesichtserkennung an Bord. Noch preiswerter und sogar unter 50 Euro bekommt man die Easypix S318, mit der selbst Videoaufnahmen möglich sind.
Samsung ES65 Digitalkamera (10 Megapixel, 5-fach opt. Zoom, Bildstabilisierung, 27mm-Weitwinkel) silber
- 27-mm-Weitwinkel, 10 Megapixel
- 5-fach optischer Zoom
- 6,35 cm (2,5 Zoll) TFT
- Duale Bildstabilisation
- Lieferumfang: Li-Ion-Akku; Netzadapter; USB-Kabel; Handschlaufe; Sotware CD mit Bedienungsanleitung als pdf; Kurzanleitung (gedruckt)
ES65 – Digitalkamera – Kompaktkamera
Bewertung:
(von 43 Tests)
Normalpreis im Verkauf: EUR 90,98 (Euro)
Sonder-Angebot: EUR 78,50 (Euro)*
Easypix S318-I Digitalkamera (3 Megapixel, 8-fach digitaler Zoom, 3,75 cm Display) blau
- einprägsames türkises Chassis
- echte 3,2 Megapixel bei 12 Megapixel interpoliert
- großes, kristallklares 3,8cm (1,5”) LCD-Display
- klein, leicht, handlich
- Multifunktionsgerät: Digitalkamera, Camcorder, Webcam
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durchdachtem Design.
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• echte 3,2 Megapixel bei 12 Megapixel interpoliert
• großes, kristallklares 3,8
Bewertung:
(von 41 Tests)
Normalpreis im Verkauf: EUR 42,98 (Euro)
Sonder-Angebot: EUR 39,04 (Euro)*
Bei Allroundern und Highend-Kompakten ist vieles möglich
In der Kategorie der Allrounder siedeln sich für die meisten Hersteller die Topseller an. Kunden bekommen in diesem Segment eine gute Bildqualität gepaart mit umfangreicher Ausstattung. So verhält es sich zum Beispiel bei der Canon Digital Ixus 990 IS. Diese Kompaktkamera ist rasend schnell, enthält einen optischen Bildstabilisator und zeigt die festgehaltenen Bilder auf einem angenehm großen Display mit einer Größe von drei Zoll. Schnelligkeit beweist diese Kamera auch in ihrer Startgeschwindigkeit. Nach dem Einschalten ist sie in nur 1,6 Sekunden bereit zum Fotografieren. In der Preisspanne von 200 Euro bis 300 Euro bekommt man ebenso andere gute Allrounder, die mit bis zu 14 Megapixeln ins Rennen gehen. Bei diesen Megapixel-Wundern muss man allerdings bei der Serienbildfunktion an Schnelligkeit zurückstecken. Nicht so bei der Sony DSC-WX1. Bei dieser Kamera findet man als Highlight ein 24 Millimeter-Weitwinkelobjektiv und passend dazu gute Eigenschaften, was die Lichtempfindlichkeit angeht.
Für Highend-Geräte, wie die Canon Powershot G11 muss man als Verbraucher fast so tief in die Tasche greifen, wie für DSLR-Einsteigermodelle. Um die 500 Euro kommen bei diesen Kameras leicht zusammen. Ihre Vorteile spielen Modelle, wie die G11, vor allem durch ihre interessanten Ausstattungsdetails aus: RAW-Modus, vorhandener Blitzschuh, zahlreiche Einstellmöglichkeiten und mehr.
Canon SC-DC65A Kameratasche für Powershot G11
- Schwarz
Canon SC-DC 65 A
Bewertung:
(von 5 Tests)
Normalpreis im Verkauf: EUR 73,98 (Euro)
Sonder-Angebot: EUR 63,50 (Euro)*
Wenn auch noch immer handlich, sind diese Modelle leider nicht mehr die Schnellsten. Die LX3 von Panasonic braucht allein 0,7 Sekunden, um aus dem Telebereich ein Motiv auf den Sensor zu bringen. Von Schnappschüssen kann man da nicht mehr reden.
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Letztendlich kommt es bei den Kompaktkameras immer darauf an, für welchen Einsatzzweck man sie verwenden möchte. der Preis sollte dabei nicht das ausschlaggebende Argument sein. Achten Sie bei den Kompakten allerdings unbedingt auf den optischen Zoom, denn nur dieser lässt es zu, weiter entfernte Motive ohne Bildverlust heranzuholen und fotografisch festzuhalten. Digitaler Zoom vergrößert lediglich einen Bildausschnitt und führt oft zu grobkörnigen und unscharfen Bildern. Bildstabilisatoren sind sehr hilfreich bei schlechter Beleuchtung oder großer Entfernung von Motiven, die nah herangeholt werden müssen. Auch bei Bildstabilisatoren ist optischen Varianten der Vorzug zu geben, weil sie das natürliche Zittern der Hand imitieren und die Lichtstrahlen stabilisieren, was zu schärferen Fotos führt. Da die meisten Kompaktkameras keinen Sucher mehr haben, sondern Motive nur noch auf dem Display anzeigen, muss dieses nicht nur so groß wie möglich sein, sondern auch aus einer entsprechenden Anzahl an Bildpunkten bestehen. Handelsüblich sind heutzutage Bildschirmdiagonalen von etwa fünf Zentimetern bei einer Anzahl von etwa 230.000 Pixeln.
Neben weiteren Faktoren, wie einer geringen Auslöseverzögerung, das heißt, einer geringen Zeitspanne zwischen dem Drücken des Auslöseknopfes bis zur Aufzeichnung des Bildes, sollten Sie auf einen geringen Stromverbrauch achten. Einige Kameras geben bereits nach 60 Bildern auf, was teilweise an den energiefressenden Displays liegt.
Digitale Spiegelreflexkameras für kreative Köpfe
Bei den Spiegelreflexkameras gibt es wiederum andere Details, die vor dem Kauf berücksichtigt werden sollten. Der Vorteil dieser Kameras liegt ganz klar in ihrer Weite an individuellen, kreativen und fotografischen Möglichkeiten. Bei diesen Kameras lassen sich die klassischen Faktoren, wie Belichtungszeit, Blende und Fokus je nach Belieben einstellen. Der größte Vorteil liegt in der Möglichkeit, die Objektive zu wechseln. Ob extrem lichtstark oder extra für Porträts – es gibt quasi Objektive, wie Sand am Meer. Die Qualität der Aufnahmen ist sehr gut und kann es durchaus mit der Bildqualität analoger Modelle aufnehmen. All diese Vorteile haben natürlich ihren Preis und gehen zu Lasten der Handlichkeit. Wer kreativ sein möchte oder professionelle Ansprüche an die Bildqualität hegt, der sollte eher zu DSLR-Kameras greifen, als zu Kompakten.
DSLR-Kameras für Einsteiger gibt es bereits für rund 500 Euro. Diese Modelle liegen gegenüber den Kompakten Highend-Modellen vorn in Sachen Auslösezeit, Bildchipgröße und Lichtempfindlichkeit. Folglich entstehen in gegenüber Highend-Kompaktkameras in kürzerer Zeit qualitativ hochwertigere Fotos. Testsieger bei der Stiftung Warentest wurde im vergangenen Jahr die Canon EOS 1000D. Bei diesem Einsteigermodell beträgt die Auslösegeschwindigkeit nur 0,2 Sekunden. Die Canon EOS 1000D schafft immense drei Bilder pro Sekunde.
Canon EOS 1000D SLR-Digitalkamera (10 Megapixel, Live-View) Kit inkl. EF-S 18-55mm IS
- 10,1 Megapixel CMOS-Sensor und DIGIC III Prozessor
- Reihenaufnahmen mit bis zu 3 B/s
- 7-Punkt Weitbereich-Autofokus
- EOS Integrated Cleaning System
- Lieferumfang: EOS 1000D Kamera, LP-E5 (Li-Ion)-Akku, Ladegerät, Videoanschlusskabel, USB-Anschlusskabel, Tragegurt, Softwarepaket, EF-S18-55 IS
Canon EOS 1000D inkl. EF-S 18-55
Bewertung:
(von 123 Tests)
Normalpreis im Verkauf: EUR 429,97 (Euro)
Sonder-Angebot: EUR 448,90 (Euro)*
Andere Einsteigermodelle, die sich großer Beliebtheit erfreuen, sind die Sony Alpha 230 und die Nikon D3000.
Sony DSLR-A230Y SLR-Digitalkamera (10 Megapixel, BIONZ Bildprozessor) inkl. 2 Objektiven SAL-1855 und SAL-55200-2
- Besonders kompakt, leicht und benutzerfreundlich – perfekt geeignet für den Einstieg in die DSLR-Fotografie
- HDMI Ausgang für die Anzeige von Fotos auf einem HD-Fernseher
- CCD-Sensor mit hoher Auflösung (10,2 Mio. Pixel effektiv) und BIONZ Prozessor für detailgetreue Bilder mit geringem Rauschen, satten Tönen und leuchtenden Farben
- Hohe Empfindlichkeit bis zu ISO 3200 und Rauschunterdrückung bei hohen ISO-Werten für naturgetreue Bilder mit leuchtenden Farben – auch bei schlechten Lichtverhältnissen
- Lieferumfang: Sony DSLR-A230, SAL 18-55 Objektiv, SAL 55-200 Objektiv, Akku Ladegerät, BC-VH1, Akku NP-FH50, USB-Kabel, Schulterriemen, Gehäuseabdeckung (A-Bajonet), PC-Software
a (alpha) DSLR-A230Y – Digitalkamera – SLR
Bewertung:
(von 2 Tests)
Normalpreis im Verkauf: EUR 582,98 (Euro)
Sonder-Angebot: EUR 529,99 (Euro)*
Delamax Qualitätsakku für Nikon D5000 D3000 D40 D40x D60 – wie EN-EL9, EN-EL9a
- Typ: Lithium-Ion-Akku
- Spannung: 7,4v / Kapazität: 1300mAh
- Gewicht: 57g
- Überladungs-/Überspannungsschutz
- CE-Norm
Leistungsstark – hohe Qualität und doch günstigDieser Qualitätsakku zeichnet sich durch seine Langlebigkeit und Zuverlässigkeit aus und steht dem Original von Nikon EN-EL9(a) in nichts nach. Der Akku ist mit einem Chip ausgestattet, welcher Überladung und Überhitzung verhindert.
Technische Daten:
- Typ: Lithium-Ion-Akku
- Spannung: 7,4v
- Kapazität: 1300 mAh
- Gewicht: 57g
- Überladungs-/Überspannungsschutz
- CE-Norm
Kompatibilität
Passend für Nikon
Bewertung:
(von 6 Tests)
Sonder-Angebot: EUR 18,00 (Euro)*
Anspruchsvolle Amateure greifen gern zu DSLR-Kameras der Mittelklasse. Hier findet man noch schnellere Sensoren vor, die noch schnellere Serienbilder machen. Zudem haben diese Kameras eine bessere Bildqualität gegenüber Einsteigermodellen. Ein beliebter Vertreter in diesem Segment ist die Canon EOS 50D. Pro Sekunde hält die 50D ganze 6,1 Bilder fest. Auf den Benutzer warten 25 Kreativ-Funktionen, die frei konfiguriert werden können. Darüber hinaus besticht die 50D mit einem gezielten Autofokus und einer HDMI-Schnittstelle.
Canon EOS 50D SLR-Digitalkamera (15 Megapixel, Live-View) Kit inkl. EF-S 17-85 IS USM Objektiv (bildstabilisiert)
- 15,1 Megapixel APS CMOS Sensor
- Bis zu 6,3 Bilder pro Sekunde
- 3¿ VGA Clear View LCD-Monitor mit 920.000 Bildpunkten und spezieller Antireflex-Beschichtung
- Dank DIGIC 4-Prozessor noch leistungsfähiger und schneller, ISO-Bereich bis 12800 und Live View Modus
- Lieferumfang: Canon EOS 50D Gehäuse, EF¿S 17¿85 IS USM Objektiv (bildstabilisiert), Objektivdeckel, Augenmuschel, Gehäusedeckel, Trageriemen, Ladegerät inkl. Netzkabel, Li-Ion Akku, Videokabel, Interface-Kabel (USB), Software
Canon EOS 50D inkl. EF-S 17-85
Bewertung:
(von 63 Tests)
Normalpreis im Verkauf: EUR 1.109,98 (Euro)
Sonder-Angebot: EUR 972,96 (Euro)*
Andere beliebte Vertreter der DSLR-Mittelklasse sind die Sony Alpha 380 und die Pentax K-7. Allein für die Bodies dieser Kameras muss man schon mit etwa 700 Euro Anschaffungspreis rechnen. Hinzu kommen die verschiedenen Objektive und das Zubehör.
Pentax K7 SLR-Digitalkamera (15 Megapixel, LiveView, 7,6 cm (3 Zoll) Display, HD-Video, Auto-HDR) Kit inkl. DA 18-55mm WR + DA 50-200mm WR
- Neue CMOS-Sensorengeneration (23,4 x 15,6 mm) mit 15 MP für verbessertes Rauschverhalten und Erhöhung des Dynamikbereichs
- Serienbildgeschwindigkeit von 5,2 B/Sek durch 4 Kanaltechnik und neuer Prozessortechnik PRIME II
- Umfangreiche Funktionen zur Verbesserung des Dynamikbereichs. Gehäuse aus Magnesiumlegierung – dadurch besonders stabil
- Hartvergüteter 3 Zoll Monitor mit Kratzschutz. 77 Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser
- Lieferumfang: DA 18-55mm, DA 50-200mm, Akku, Ladegerät, USB-Kabel, AV-Kabel, Bajonettdeckel, Suchermattscheibe, Okulardeckel, Augenmuschel, Blitzschuhabdeckung, Schultergurt, Software
Pentax K-7 Kit inkl. 18-55/50-200mm
Bewertung:
(von 13 Tests)
Normalpreis im Verkauf: EUR 1.230,98 (Euro)
Sonder-Angebot: EUR 1.109,99 (Euro)*
Spezielle Ansprüche erfordern spezielle Kameras
Bleiben letztendlich noch die DSLR-Modelle für Semiprofesionelle und professionelle Ansprüche. In dieser Sparte findet man vor allem die zwei großen Hersteller Canon und Nikon. Canons Flaggschiff in diesem Bereich ist die Canon EOS 1Ds Mark III. Nikon hingegen hält mit der D3x dagegen. Allein für die Bodies bezahlt man weit mehr als 4000 Euro in dieser Klasse. Für Profis muss das Gehäuse griffig und robust sein. Der stressige Alltag eines Fotografen erfordert zudem Schnelligkeit und professionelle Bildqualität. Dafür darf die Kamera gern auch mehr als ein Kilogramm auf die Waage bringen. Profi-DSLR haben einen CMOS-Sensor mit Vollformat-Eigenschaften. Die Auflösung erreicht bis zu 21 Megapixel. In etwa 0,35 Sekunden ist die 1Ds Mark III bereits einsatzbereit. Sie erreicht so geringe Auslöseverzögerungen, dass auch entscheidende Momente auf großen Sportevents mühelos eingefangen werden.
Auf die Eigenschaften kommt es an
Beim Kauf einer DSLR-Kamera sollten Sie auf mehrere Eigenschaften achten. Darunter sind die wichtigsten die Systemwahl, die Auflösung und der Sensor, die Lichtempfindlichkeit und der Speicher. Sucher, Display und Stromverbrauch fallen ebenfalls in die Waagschale bei der Kaufentscheidung. Selbstverständlich entscheidet letztendlich auch die Qualität der Objektive, auf die man sich mit der Wahl des Herstellers festlegt.
Die Hersteller Olympos und Kodak haben mittlerweile ein Four-Thirds-System entwickelt, mit welchem sich entsprechende Objektive an jeder Kamera einsetzen lassen. Das System ist allerdings noch recht jung. In Bezug auf die Sensorgröße haben DSLR-Kameras heute einen Standard von ca. 10 Megapixeln. Solange keine überdimensionalen Poster ausgedruckt werden sollen, reicht diese Anzahl aus. Was die Lichtstärke angeht, verzeichnen schon Einsteigermodelle bei DSLR-Kameras ISO-Werte zwischen 1600 und 3200. Dabei gilt es zu beachten, dass bei höherem ISO-Wert auch das Bildrauschen zunimmt. Im Vergleich zu Kompaktkameras benötigen Bilder mit extrem hoher Auflösung enorm viel Platz auf der Speicherkarte. Achten Sie beim Kauf nicht nur darauf, dass die Kamera einen großen Speicher hat, sondern auch darauf, dass dieser schnell arbeitet. Nichts ist zeitraubender, als Fotos, die aufgrund ihrer Größe nur verzögert angezeigt werden können. Heute gibt es schon Speicherkarten mit SDHC (Secure Digital High Capacity). Diese Karten ähneln äußerlich den herkömmlichen SD-Karten. Sie haben jedoch eine Speicherkapazität von bis zu 32 Gigabyte und werden in die Klassen zwei, vier und sechs untergliedert. Die Karte der Kategorie sechs speichert folglich bis sechs Megabyte an Daten pro einer Sekunde dauerhaften Schreibens. Zu den gewöhnlichen SD-Karten sind sie nicht kompatibel.
Was den Sucher der Kamera angeht, sollte dieser sehr lichtstark sein, damit Motive auch noch bei Dämmerung gut erkannt werden können. Wenngleich DSLR-Kameras ebenfalls ein Display bieten, nutzt man dieses eher für die Anzeige der Bilder nach der Aufnahme. Neuere Kameramodelle haben sogar schon eine Live-Ansicht, wie bei Kompakten. Sie haben einen zweiten Bildsensor, der nur die Suchphase begleitet.
Durch all die erwähnten Funktionen haben DSLR-Modelle einen höheren Stromverbrauch, als ihre kompakten Geschwister. Die meisten Spiegelreflexkameras können heute schon mehr als 500 Bilder speichern, ohne zwischenzeitlich den Akku laden zu müssen.
Wie man gute Qualität bei Digitalkameras von schlechter Qualität unterscheidet
Einfach ausgedrückt: Schlechte Kameras werden in den einschlägigen Fotomagazinen eigentlich nie vorgestellt. Daher sollte man lieber mehrere Testberichte eines Modells lesen, bevor man zum Kauf übergeht. Wer zudem Wert auf Bildqualität legt, sollte lieber zu einer Spiegelreflexkamera, als zu einer Kompakten greifen. Weiterhin werben viele Hersteller umstrittener Produkte vorrangig mit der Anzahl der Megapixel. Darauf sollte man nicht hereinfallen und das Modell lieber testen, denn Megapixelanzahl ist nicht gleich Bildqualität. In dieser Hinsicht gibt es aber eine einfache Grundregel: Je größer und aufwendiger das Objektiv einer Kamera, desto besser ist meist auch die Bildqualität und physikalische Auflösung in Linienpaaren. Oftmals wird auch der Digitalzoom bei Kompaktkameras stark hervorgehoben, die keinen optischen Zoom aufweisen.
Die wichtigsten Fachbegriffe einfach erklärt
Auflösung: Zeigt an, wie viele Bildpunkte, also Megapixel, aaufgezeichnet werden. Die effektive Auflösung (gemessen in Linienpaaren) ist aber relevanter – Sie bestimmt, wie fein die Details im Bild wirklich sein können.
Autofokusobjektiv: Die Schärfe dieser Objektive stellt sich automatisch ein, ein manuelles Scharfstellen ist oft nicht möglich.
CCD-Sensor: CCDs (Charge Coupled Device) können Licht in elektrische Signale umwandeln.
Lichtempfindlichkeit: Je höher, desto besser, denn je länger können Sie bei schlechtem Licht ohne Blitz fotografieren.
Verschlusszeit: Je länger die Verschlusszeit dauert, desto leichter wird das Bild verwackelt und desto mehr licht nimmt die Kamera auf. Lange Verschlusszeiten eignen sich beispielsweise für Nachtaufnahmen.
Zoom: Zeigt die Vergrößerung des Bildes an, mit der es aufgenommen werden soll. Je höher die Brennweitenzahl in mm (z.B. 200 mm) desto höher der Zoom.










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