Blu-ray Disc/Film: Der Soldat James Ryan [Blu-ray]
Written on 8. September 2010 – 05:29 | by admin
Der Soldat James Ryan [Blu-ray]
Als Steven Spielberg ein Jugendlicher war, drehte er seinen ersten Film, einen Kriegsfilm, in einem Hinterhof. Als er mit Mitte zwanzig mit Duel durch Europa tourte, sah er alte Männer vor Grabsteinen am Omaha Beach zusammenbrechen (Omaha Beach ist der Tarnname für einen Strandabschnitt bei Dünkirchen, dem Schauplatz der Invasion der Alliierten). Dieses Bild wurde zur Eingangsszene von Der Soldat James Ryan, Spielbergs Film über eine Mission, die der D-Day-Invasion folgte. Ein Film, den viele für den realistischsten — und vielleicht besten — Kriegsfilm aller Zeiten halten. Mit den Produktionsmöglichkeiten von 1998 war es Spielberg möglich, eine betäubende und beispiellose Sichtweise auf den Krieg als Hölle darzustellen.
Wir sind am Omaha Beach, als Truppen von den Deutschen abgeschlachtet werden, aber trotzdem die fast unüberwindliche Übermacht besiegen. Ein überzeugender Tom Hanks spielt Captain Miller, Soldat durch und durch, der eine kleine Truppe hinter die feindlichen Linien führt, um einen Soldaten herauszuholen, dessen drei Brüder kurz vorher im Krieg gefallen sind. Dies ist die Art von Werbung, die die Armee für sich macht, aber diese Vorgehensweise hat historische Präzendenzfälle, die bis zum Bürgerkrieg zurückgehen.
Einige Filmkritiker haben die Hauptcharaktere als stereotyp bezeichnet. Wenn das so ist, dann gibt der Film den Stereotypen gute Namen: Tom Sizemore als gewandter Sergeant, Edward Burns als hitzköpfiger Soldat Reiben, Barry Pepper als der religiöse Heckenschütze, Adam Goldberg als der einsame Jude, Vin Diesel als der groß geratene Soldat Caparzo, Giovanni Ribisi als der gefühlvolle Arzt und Jeremy Davis, der in seiner Rolle als sanftmütiger Korporal die denkwürdigste Darstellung des Films gibt.
Der Film ist so komplex und realistisch wie Spielbergs Oscargewinner Schindlers Liste, aber er ist cineastischer aufbereitet. Spielberg und sein hoch qualifiziertes Technikerteam (der Film bekam fünf Oscars: Schnitt (Michael Kahn), Kamera (Janusz Kaminski), Ton, Toneffekte und Regie) liefern Schlachtsequenzen, die über das Auge direkt auf den Magen schlagen. Die gezeigte Gewalt ist extrem, aber niemals grundlos. Die letzte Schlacht, eine Schwindel erregende Mischung aus Vergnügen, Einfühlungsvermögen und Chaos, führt zu einer tiefgründigen Ruhe. Der Soldat James Ryan bewegt uns mehr, als Schindlers Liste, weil der Film die Vergangenheit auf direkterem Weg mit dem verbindet, wie wir heute fühlen sollten. Es war Spielbergs Berufung, den Film Der Soldat James Ryan zu drehen. –Doug Thomas Holen Sie sich den Zweiten Weltkrieg ins Wohnzimmer! Dies mag wenig verlockend klingen, beschreibt aber den überzeugend monströsen Sound dieser DVD. Denn auch ohne aufwändige Surround-Anlage versetzt die dynamische Sound-Gestaltung der Eröffnungssequenz den Heimkino-Betreiber mitten in den Kugelhagel an Omaha-Beach. Der Bildtransfer wurde ebenfalls vorbildlich durchgeführt, die technischen Basisdaten dieser Edition lassen keine Wünsche offen. Dafür sind die Extras ein wenig spärlich ausgefallen, sodass man nach einem Audio-Kommentar von Steven Spielberg vergeblich sucht. Neben den üblichen Infos über die Darsteller und die Produktion finden sich lediglich zwei Trailer und eine 25-minütige Dokumentation über den Film. Letztere hat jedoch mehr zu bieten als ein durchschnittliches Making Of. Denn neben Tom Hanks und Spielberg kommen einige Kriegsveteranen zu Wort, die noch besser als der Film selbst in der Lage sind, eine Vorstellung von der schrecklichen Realität des D-Day zu vermitteln. –René Classen
Testergebnis:
(von 328 Tests)
Normalpreis (UVP):EUR 20,99
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5 Responses to “Blu-ray Disc/Film: Der Soldat James Ryan [Blu-ray]”
By Sascha Hennenberger on Sep 8, 2010 |
Test von Sascha Hennenberger Der Soldat James Ryan [Blu-ray]
Bewertung:
Einleitung:
Das Leben eines anderen retten und dadurch das vieler riskieren. Kurz zusammengefasst ist das die Geschichte von “Der Soldat James Ryan”, ein Film der sehr viele Zuschauer bisher berühren konnte und zugleich auch wieder in Erinnerung brachte, welche Grausamkeit und Brutalität sich am 06.Juni 1944 bei der Invasion der Normandie ereignete.
Was lässt diesen Film aber so besonders werden? Alleine die Tatsache, dass Steven Spielberg Regie geführt hat? Nun, wenn der Erfolgsfilmer einen Film in die Hand nimmt, konnte er schnell große Erfolge feiern, siehe E.T. – Der Außerirdische (Remastered Version), Schindlers Liste (2 DVDs), Krieg der Welten [Blu-ray], Indiana Jones Quadrilogie (5 DVDs), Der weisse Hai (Special Edition), Jurassic Park Trilogy (3 DVDs) etc… . So war auch klar, dass wenn er sich dem Thema der Invasion der Alliierten im Zweiten Weltkrieg annimmt, dabei kein Schnellschuß herauskommen wird.
Die Story:
Genre: Action, Drama, Kriegsfilm Altersfreigabe: FSK: ab 16 Jahre Spieldauer: 169min.
6.Juni 1944 – D-Day an der Küste der französischen Normandie. Bei der Landung der US-Army werden diese von der deutschen Wehrmacht schwer unter Beschuss genommen. Binnen kürzester Zeit gibt es hunderte Gefallene; unter ihnen die beiden Brüder Ryan, deren dritter Bruder bereits die Woche zuvor in Neu Guinea ums Leben kam. Aus diesem Grund entscheidet der General Stab, das deren vierter Bruder Private James Francis Ryan sofort nach Hause zu dessen Mutter zu schicken. Den Auftrag zur Rettung von Private Ryan erhält Captain John H. Miller und seine Mannen, der nun alles daran setzt, den letzten der Ryan Brüder nach Hause zu bringen…
Der erste Eindruck:
Der zweite Weltkrieg bot schon oft genug Stoff für Filme, wie z.B. bereits in “Die Brücke von Arnheim”, “Agenten sterben einsam”, Pearl Harbor [Blu-ray] und so weiter. Mit “The longest Day” wurde auch bereits die Landung der Alliierten an den Küsten der Normandie sehr früh und sehr gut verfilmt, aber kein Film erreichte bis her eine annähernd bedrückende Stimmung und eindringliche Atmosphäre wie “Der Soldat James Ryan”.
Manch einer mag nun beim Betrachten der ersten halben Stunde denken, dass die Landung an der Küste zu brutal dargestellt wurde. Und auch wenn die Normandie schnell von den Alliierten erobert war, sollten an diesem Tag etliche 1000 im Sperrfeuer ihr Leben lassen.
Der reale Hintergrund:
Die Landung an den Küsten der Normandie lief unter dem Namen Operation Neptune und war lediglich ein Teil der Operation Overlord. Begonnen hatte diese Operation bereits im Januar selbigen Jahres mit Übungsmanövern in Britannien und endete am 30.Juni 1944. Operation Neptune beinhaltete dabei den Sturmangriff am Küstenabschnitt vor der Normandie und die Etablierung eines Brückenkopfes. Des Weiteren war sie unterteilt in 17 weitere Operationen, deren unterschiedlichen Aufgaben z.B. waren Täuschung der deutschen Verteidiger, Nachschubflüge, Einfliegen der 82. US-Luftlandedivision oder der 101. US-Luftlandedivision zur Eroberung von deutschen Stellungen, U-Boote zur Einweisung der Invasionseinheiten, See- und luftgestützte Aktionen zur Auslegung von Minenfeldern, usw.
Beteiligt waren dabei von allen beteiligten Nationen u.a. 6.900 Schiffe (Kampfschiffe, U-Boote, Landungsboote, Unterstützungsschiffe, Handelsschiffe), 11.000 Flugzeuge (u.a. 4.000 Jagdflugzeuge und 4.000 Bomber) sowie insgesamt etwa 170.000 Soldaten.
Dem konnte die deutsche Wehrmacht nur wenig entgegen setzen, nämlich gerade mal 5 Divisionen sowie 2 Jagdflugzeuge. Zwar waren 3 Panzerverbände in relativer Nähe stationiert, welche aber nur auf ausdrücklichen Befehl Hitlers bewegt werden durften. Zudem waren alle anderen Flugzeuge der deutschen Luftwaffe 2 Tage zuvor ins Landesinnere verlegt worden.
Filmfakten:
Inspiriert wurde dieser Film von dem reellen Fall der Niland Brüder. Robert und Preston Niland fielen am 6. und 7. Juni 1944 bei der Invasion der Normandie, der dritte Bruder Edward kehrte von einem Einsatz in Burma nicht mehr zurück und wurde deswegen als tot gemeldet. Aus diesem Grund trat hier für den vierten Bruder Frederick ‘Fritz’ Niland (der auch wie James Francis Ryan bei der 101.
US-Luftlandedivision war) die Sole Survivor Policy in Kraft, die besagt, dass zum einen Brüder nicht alle in der selben Einheit dienen durften und zudem der letzte von mehreren Brüdern sofort vom Kriegsdienst befreit und nach Hause geschickt wird, wenn alle anderen im Krieg gefallen sind. Eingeführt wurde diese Regelung durch den Fall der 5 Sullivan Brüder 1942 bei den Solomon Inseln, die im Kriegeinsatz auf dem Kriegsschiff Juno ihr Leben ließen.
Meine Meinung:
Steven Spielberg hat sich mit “Der Soldat James Ryan” sehr sensibel dem Thema “D-Day” genähert. Auf eindruckvolle aber bedrückende Weise wird vor allem die Landung an der Normandie Küste bei Omaha Beach geschildert. Gedreht wurde hier im irischen County Wexford hauptsächlich mit Handkameras, was die Geschehnisse noch authentischer werden ließ.
Doch auch der Cast wurde hochkarätig mit hochklassigen Schauspielern wie Tom Hanks, Tom Sizemore, Edward Burns, Giovanni Ribise, Barry Pepper, Adam Goldberg, Vin Diesel, Jeremy Davis, Matt Damon, Paul Giamatti oder Ted Danson bis in die Nebenrollen besetzt. Zudem mussten alle Schauspieler eine zehntägige militärische Grundausbildung über sich ergehen lassen, bei dem sie in Waffendrill, Nahkampf, Einzelmanövern und Kampftaktiken ausgebildet wurden. Diese Tatsache merkt man auch dem Schauspiel der Charakterdarsteller an, die glaubwürdig ihre Rollen verkörperten. Im Übrigen wird auf der zweiten Disc hierzu ein Special Feature geboten.
Doch nicht nur das alleine, sondern auch die führende Hand von Regisseur Steven Spielberg als auch der herausragenden, nahezu poetischen Kameraarbeit von Janusz Kaminski ist es zu verdanken, dass “Der Soldat James Ryan” ein formidables Jahrhundertwerk, eine absolute Referenz seines Genres geworden ist. Und auch wenn die Schlachtsequenzen für manchen Zuschauer zu brutal und schonungslos sein mögen, wirkt dies dennoch zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt und übertrieben, denn hier wird nur vor Auge geführt, was sich damals an jedem 06.Juni des Jahres 1944 an den Küsten der Normandie wirklich ereignete. Dieser Film soll nicht nur unterhalten, sondern das Publikum bewegen, mitfühlen lassen und zum Nachdenken animieren.
Mr. Spielberg, Aufgabe zu vollster Zufriedenheit erfüllt!
Das Bild:
HD-Widescreen (16:9, 1.85:1)
Auf den ersten Blick scheint das Bild alles andere als in Ordnung zu sein. Es wirkt nicht nur sehr kühl, sondern auch sehr körnig und stellenweise zu hell. Allerdings sollte hier zwingend berücksichtigt werden, dass dieser Look gewollt so eingesetzt wurde. Kameramann Janusz Kaminski wollte dem Zuschauer kein glatt poliertes, sauberes Kinobild liefern, sondern vielmehr den Eindruck einer Kriegdokumentation vermitteln. Aus diesem Grund ließ er die schwarze Beschichtung der Kameraobjektive entfernen, was dazu führte, dass das Licht dadurch mehr reflektiert wurde und dadurch niedrigere Kontrastwerte und eine höhere Lichtempfindlichkeit entstand.
Wie bereits vorhin erwähnt wurden beim Dreh zur Landung an der Normandie Küste Handkameras mit asynchron eingebauten Umlaufblenden einsetzen, was für wacklige und ungleichmäßige Aufnahmen sorgte und diesem Effekt noch mehr unterstütze.
Zusätzlich wurde das gesamte Filmmaterial im Bleach Bypass Prozess (um genau zu sein ENR, erfunden von Technicolor) entwickelt. Bei diesem Effekt wird das Bleichen bei der Farbfilmentwicklung entweder komplett oder nur teilweise ausgesetzt. Dadurch wird das Farbbild von einem Schwarz-Weiß-Bild überlagert, demzufolge das Bild mit verminderter Farbsättigung daherkommt, was auch Einflüsse in Bezug auf erhöhten Kontrast und stärkeres Graining hat.
In dem Zusammenhang ist die Umsetzung auf Blu-ray sehr gut ausgefallen. Der gewünschte Effekt entfaltet voll seine Wirkung und verleiht dem Film – auch dank eines optimalen Schwarzwertes – eine zusätzlich düstere Atmosphäre.
Der Ton:
Tonspuren: Deutsch DD 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1, Französisch DD 5.1, Spanisch DD 5.1, Italienisch DD 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Leider liegt die deutsche Tonspur lediglich in Dolby Digital 5.1 vor. Nichtsdestotrotz wird hier eine gute Qualität geboten, der es allerdings ein wenig an Dynamik mangelt. Vor allem bei heftigen Explosionen vermisst man ein wenig den Druck der Bässe. Allerdings wird dennoch volle Leistung bei den Surroundkanälen abgeliefert. Insbesondere bei den Kampfszenen zu Beginn des Films wird im Heimkino der Eindruck erweckt man würde sich inmitten der Kriegsgeschehnisse befinden.
Deutlich mehr wird indes bei der englischen O-Ton Spur in DTS-HD MA 5.1 gearbeitet. Die Dynamik wurde hier voll ausgelastet und auch die Bässe werden bei den entsprechenden Szenen voll ausgelotet. Hier wird stark an der Referenzmarke gekratzt. Das 24bit Encoding macht sich auf alle Fälle sehr gut bemerkbar.
Unterstrichen wird dies mitunter auch von dem herausragenden Score von Steven Spielbergs Haus- und Hofkomponist John Williams, der zu jeder Szene auch die perfekte musikalische Untermalung findet.
Special Features: (auf Disc 2)
- Eine Einführung zum Film (2:35 min.)
- Blick in die Vergangenheit (4:40 min.)
- Miller und seine Einheit (8:23 min.)
- Boot Camp (7:37 min.)
- Die Produktion von Soldat James Ryan (22:05 min.)
- Die Neuerschaffung von Omaha Beach: (17:57 min.)
- Musik und Sound (15:59 min.)
- Schlussgedanken (3:43 min.)
- In die Bresche: Der Soldat James Ryan (25:01 min.)
- Original Kinotrailer (HD) (2:10 min.)
- Re-Release Trailer (HD) (1:59 min.)
- Den Krieg filmen (88:05 min.)
- Wendecover
Das Bonusmaterial auf Disc 2 lässt keinen Grund zur Beschwerde aufkommen. Zwar befinden sich lediglich die Trailer in HD-Auflösung auf der Scheibe, aber auch in Standard Definition können die weiteren Features durchaus überzeugen. So findet man hier nicht nur zusätzliche Informationen zum Film wie z.B. bei den Dokumentationen “Miller und seine Einheit”, “Die Neuerschaffung von Omaha Beach”, “Die Produktion von Soldat James Ryan” oder “Musik und Sound”, sondern auch ergänzende Auskünfte zum historischen Hintergrund. Hierzu befindet sich mit “Den Krieg filmen” ein sehr interessanter und mit knapp anderthalb Stunden Spielzeit ein sehr ausführlicher Bericht über Kriegsberichterstatter mit beim Bonusmaterial. Zusätzlich veranschaulicht “Blick in die Vergangenheit” die Recherche Arbeiten von Steven Spielberg und Drehbuchautor Robert Rodat zu “Der Soldat James Ryan”. Hier wurde wirklich zu jedem nur möglichen Gebiet ausreichend Material geboten, um sich zusätzliches Wissen anzueignen.
Resumee:
Zu Recht hat der Film bei den Academy Awards Verleihungen insgesamt 5 Oscars u.a. für beste Kamera, beste Regie und besten Ton gewonnen. Des Weiteren war “Der Soldat James Ryan” hier in 6 weiteren Kategorien nominiert. Doch auch ohne diese Tatsache kann man unweigerlich das hohe Niveau erkennen, mit dem hier gearbeitet wurde. Und auch wenn viele wieder den Patriotismus in Kritik stellen wollen, wird hier eine wichtige Message vermittelt. Selten wurde der Krieg so schonungslos und rau dargestellt. Nichtsdestotrotz wurde allerdings kein Actionfeuerwerk zelebriert, sondern mit viel Liebe ins Detail und auf Originaltreue die Grausamkeit authentisch in Szene gesetzt.
Man kann wohl zu Recht behaupten, dass Steven Spielberg hier ein wahres Meisterwerk gelungen ist.Umso erfreulicher ist es, dass auch die technische Umsetzung auf das Medium Blu-ray sehr gut gelungen ist. Das Bild lässt, im Rahmen der beabsichtigten Effekte, keine Wünsche offen und auch der Ton liefert gute (deutsche Spur) bis herausragende (englischer Originalton) Werte.
Abgerundet mit einer Masse an zusätzlichen Informationen durch die Special Features ist diese Blu-ray eine absolute Pflichtanschaffung für jeden Cineasten.
Testequipment:
TV: Toshiba 47Z3030D (47″)
BD-Player: Panasonic DMP-BD30
AV-Verstärker: Denon AVR-1602
Boxen: Magnat
By sequenzer1 on Sep 8, 2010 |
Test von sequenzer1 Der Soldat James Ryan [Blu-ray]
Bewertung:
… Ja, ja, ja! Es wird wieder etliche geben, die sagen werden, was will der denn jetzt behaupten: “Einer der besten Kriegs-Fime überhaupt, auf einer schlechten Blu-Ray? Der merkt’s doch nicht mehr!”
Könnte man meinen.
Natürlich ist der Film immer noch TOP!
Aber ich habe mir auch schon bei der Avatar-Blu Ray erlaubt zu monieren, dass es mir als Sammler und Liebhaber von Filmen auf digitalen Medien (und jetzt endlich in HD) nicht reicht, “nur” den Film in HD zu bekommen.
Für mich ist das Produkt Blu-Ray ein Gesamtpaket: Film, Ton, Extras und evtl. noch die besondere Aufmachung bzw. Verpackung für den geneigten Sammler.
Ich möchte beim Kauf einer Blu-Ray mindestens Bild UND Ton in HD mitgeliefert bekommen und nicht (wie schon bei den DVD-Erscheinungen damals) den gleichen Film dann später noch zwei mal (dann endlich irgendwann mal in TOP-Ausführung).
Sicher entscheidet jeder selbst, wie wichtig ihm der Kauf des Films jetzt auf Blu-Ray ist.
Für mich ist diese Blu-Ray den Kauf nicht wert. Da werde ich mir die hochskalierte DVD mit dts-Ton noch einige Male reinziehen und vielleicht irgendwann mal (wenn die Kassen für diese Version nicht mehr klingeln) auch als deutscher Film-Fan in den Genuss eines (vielleicht sogar 7.1) HD-Tons gelangen.
Extra die Anlage aufgerüstet, HD-Fernseher in Übergröße gegönnt, zusätzliche Lautsprecher installiert und jetzt abnicken und eine nur halbgare Blu-Ray kaufen …
Komisch: In Englisch ist der Ton fast auf jeder Blu-Ray in HD …
Aber in Deutschland warten wir lieber ein paar Jahre, bis wir den Film dann nochmals vermarkten können.
So lange die Film-Fans mitspielen, kann man es den Studios nicht verübeln.
Damit ich nicht missverstanden werde: Der Ton der Blu-Ray ist sicher nicht schlecht! Aber in der heutigen Zeit, gehört es einfach dazu, auf einem HD-Medium auch einen (deutschen) HD-Ton zu bekommen.
Das ist zumindest meine Meinung.
By Dieter Boehm on Sep 8, 2010 |
Test von Dieter Boehm Der Soldat James Ryan [Blu-ray]
Bewertung:
Steven Spielbergs Saga über den Soldaten James Ryan ist eigentlich eine Saga über dessen Kameraden, die den letzten von vier überlebenden Söhnen einer Familie herausholen und ihn nach Hause überstellen sollen. Unter der Führung von Tom Hanks machen diese sich auf die Suche nach Ryan und ziehen dabei quer durchs von den Nazis besetzte Frankreich. Die ersten 30 Minuten schildern die Landung der alliierten Truppen in der Normandie am D-Day. Wer die Szenen aus “Der längste Tag” kennt, der weiß, welch unglaubliche Verluste die Alliierten dabei erleiden mussten. Aber diesen Wahnsinn so hautnah mitzuerleben, das vermittelt nur Spielberg, der es schafft, den Zuseher nahezu komplett in Hanks’ Perspektive zu versetzen. Wenn es knallt, gibt es einige Sekunden keinen Ton, bis es langsam lauter wird (weil die Soldaten von den Geschützen vorübergehend taub werden), und dass man auch unter Wasser nicht vor Kugeln sicher ist, wird ebenso vor Augen geführt wie zahllose verstümmelte und abgetrennte Gliedmaßen, die aber nie nach perfekten Special Effects aussehen sollen, sondern nur deutlich machen, wie furchtbar diese Landung verlaufen ist.Leider verliert sich der Film danach in endlose patriotische Hymnen auf die brave boys, die einander an pathetischen Gesten schier übertrumpfen, in Appelle an die Gefühle der Zuschauer, die manchmal nahezu billig sentimental wirken, und das Finale des Films mag zwar furios sein, ist aber vor allem eines: viel zu lang. Die Schlussszene ist so kitschig, dass mir die Worte dafür fehlen. Schade, nach sehr vielversprechendem Beginn bleibt “Saving Private Ryan” doch nur eines: noch ein Kriegsfilm.
By Anonymous on Sep 8, 2010 |
Test von Der Soldat James Ryan [Blu-ray]
Bewertung:
rein technisch versteht sich der soldat james ryan zweifellos als einer der besten kriegsfilme die überhaupt gedreht wurden.
die kameraführung und die sound-technik kann man einfach nur als mitreissend bezeichnen.aber ist dieser film ein antikriegsfilm?die erste 3/4 stunde könnte man dies annhemen, werden doch bei der landung am d-day die schrecken des kriegs vor augengeführt.
man bekommt regelrecht selber angst wie es ist, aus einem landungsboot an land gehn zu müssen.ja, krieg ist schrecklich.und was kommt danach?
ich traute meinen augen kaum, der patriotismus schnellt von 0 auf 100 in die höhe, deutsche werden als kanonenfutter verheizt (und das soll auch gut so sein will uns der film vermitteln), ein deutscher gefangener fleht um sein leben, er fände amerika “das land der indianer und cowboys” ja so klasse und eine kleine gruppe von amis baut in a-team manier bomben aus socken und schmierfett und kämpft tapfer und abenteuerlustig gegen eine überzahl deutscher panzer.aua, so viel dummheit tut weh.in den krieg zieht niemanden gerne, vielleicht hätte herr spielberg auch mal briefe meines grossvaters von der front lesen sollen.
dann wäre ihm vielleicht klar geworden, dass krieg eine absurdität des menschseins ist, nicht die eines einzigen volkes….
By Ramin on Sep 8, 2010 |
Test von Ramin Der Soldat James Ryan [Blu-ray]
Bewertung:
Der Film fängt ja gleich grandios an. Fast 30 Minuten absolut feine und perfekte Kriegsszene!! Aber das ist ja auch alles positive an diesem Film!
Die unrealistische Handlung, wie z.B. das Leben von mehreren Soldaten aufs Spiel zu setzen um nur einen zu retten ist eine sehr fragwürdige Entscheidung. Man fragt sich, wer schickt mitten in der Endphase des 2. Weltkriegs seine wertvolle Soldaten und Offiziere auf so eine leichtsinnige Mission??
Der Film ist auf keinen Fall ein Antikriegsfilm, weil uns vom Anfang an gelehrt wird, die US-Soldaten zu lieben und deren Leben und Geschichten wertvoller, bemitleidenswerter und interessanter finden als die von den Deutschen. Wir geniessen es zuzuschauen, wie die bereits ergebene “immer böse” deutsche Soldaten erschossen werden und finden es aber total grauenvoll und traurig wenn einem der US-Soldaten was passiert. Der Film ist durch und durch patriotisch und beinhaltet keine Anti-Krieg Passagen. Man wünscht einfach einer Seite (klar: Amerikaner) alles Gute und verdammt die andere Seite (auch klar: die deutsche)!! Krieg ist zerstörend und kostet Menschenleben. Im Krieg sterben Hoffnungen und Zukünfte, Väter und Söhne, Brüder und Freunde. Ein Anti-Kriegsfilm darf keine Fronten verteidigen und soll sich stets unparteilich verhalten. Oder dreht man einen dokumentarischen Film und lässt aber dann den Zuschauern die Tatsachen zeigen. Aber dieser Film ist weder noch.
Ich gebe hier 2 Sterne wegen der Special Effects, aber er ist sicherlich kein Film, den ich meinen Kindern zeigen würde, um ihnen die schreckliche Gesichter des Kriegs zu zeigen.
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