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"Heute veröffentliche ich 10 Millionen Passwörter" - aber nur zu Forschungszwecken

Passwörter sind höchst sensible Daten. Geraten sie in die falschen Hände, kann damit jede Menge Unfung betrieben werden und massiver Schaden entstehen. Und genau an besseren Sicherheitsmaßnahmen will der Sicherheits-Experte Mark Burnett arbeiten. Anstatt die Daten heimlich, still und leise in seinen eigenen Vier Wänden zu untersuchen, veröffentlicht er 10 Millionen Passwörter - und obendrein sogar noch die dazugehörigen Benutzernamen. Illegale Machenschaften seinerseits räumt er allerdings aus.

Der Sicherheits-Experte Mark Burnett hat für Forschungszwecke 10 Millionen Passwörter und die dazugehörigen Benutzernamen veröffentlicht, obwohl er weiß und die Vergangenheit (Stichwort: Wikileaks) gezeigt hat, dass eine derartige Aktion strafrechtliche Folgen für seinen Berufsstand, aber auch Journalisten haben könnte. Dennoch hält Burnett daran fest, denn Benutzernamen im Gespann mit Passwörter zu untersuchen, ist ein aus diesen genannten Gründen noch relativ unerforschtes Terrain, in das der Sicherheits-Experte vordringen möchte.

Der Grund: Nicht etwa um diese Konten auszuspionieren oder schlimmeres zu veranstalten, sondern Authentifizierungs-Vorgänge sicherer gestalten und dafür bedarf es nun einmal die Kombination aus beiden Datensätzen. Um zu gewährleisten, dass diese 10 Millionen Datensätze nicht für illegale Zwecke missbraucht werden, ist Burnett einige Sicherheitsvorkehrungen eingegangen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Domain der E-Mail-Adresse als Benutzername entfernt
  • Schlüsselwörter, wie Firmennamen, entfernt, um Rückschlüsse zu vermeiden
  • Kreditkarteninformationen und andere sensible Finanzdaten entfernt

Allein schon dass Burnett die Passwörter nicht anonym, sondern unter seinem Namen veröffentlicht, zeigt, dass er selbst keinerlei kriminellen Absichten verfolgt. Im Gegenteil. Dass die Passwörter mittlerweile nicht mehr funktionieren, wie er selbst erklärt, beweist, dass damit keinerlei Unfung mehr betrieben werden kann.

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