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Ingress: Sightseeing-Tour jetzt auch für iOS

Ingress ist ein Smartphone-Spiel für Android und nun endlich auch für iOS, das eine fiktionale Geschichte mit unserer realen Welt verbindet. Die Spieler versuchen dabei Portale zu erobern, die auf der ganzen Erde verteilt sind und lernen nebenbei ihre Stadt besser kennen. Manche Spieler übertreiben es jedoch und chartern ein Flugzeug nach Alaska.

Augmentet Reality beschriebt die Vermischung von realer Welt und virtueller Welt. Google Glass ist zum Beispiel ein Vorreiter dieser Technologie, denn mit der Datenbrille ist es möglich, nützliche Informationen direkt in das Sichtfeld des Trägers einzublenden. Das Spiel Ingress von Google beziehungsweise Niantic Labs macht sich Augemented Reality ebenfalls zu Nutze und verbindet fiktionale Spielinhalte mit Google Maps und unserer realen Erde.

Das Spiel

Bei Ingress handelt es sich um ein Spiel für Android-Smartphones und neuerdings auch für iPhones.Spieler müssen sich dabei einer von zwei Fraktionen anschließen, dem Widerstand oder den Erleuchteten, die sich gegenseitig bekriegen.

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Eine auf den ersten Blick etwas konfuse Hintergrundgeschichte dreht sich um eine auf der Erde vermehrt auftretende mysteriöse Energie, wahnsinnig weit fortgeschrittene Technologie, die Kontrolle von Portalen und möglicherweise Aliens. Ingress wird ausschließlich auf dem Smartphone gespielt, wobei man sich auf der Webseite auch die Weltkarte mit allen relevanten Orten ansehen kann.

Die Fraktionen: Der Widerstand und die Erleuchteten

Die Erleuchteten (grünes Interface) begrüßen den technologischen Fortschritt und versuchen die rätselhafte Energie einzusammeln, um sie für das Wohlergehen der Menschheit einzusetzen. Sie sind davon überzeugt, dass die möglicherweise hinter der Energie stehende Alien-Verschwörung wohlwollend ist und unsere Gesellschaft positiv beeinflussen wird.

Der Widerstand (blaues Interface) besteht in erster Linie aus Individualisten, die die Kontrolle über ihr eigenes Leben keinesfalls aus der Hand geben wollen. Sie glauben, dass es keine Beweise für den positiven Effekt dieser Energie gibt und dass sie uns genauso gut Schaden könnte. Deshalb versuchen sie die Erleuchteten und die Aliens aufzuhalten, wo es nur geht.

Der Spielmodus

Es dreht sich in Ingress alles um den Scanner. Wie ein sehr futuristisches und minimalistisches Google Maps sieht der aus und zeigt sowohl die Energiepartikel als auch die Portale an, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Die Energie muss vom Spieler eingesammelt werden, um Aktionen ausführen zu können. Dazu nähert man sich mit seinem Android-Smartphone einem Partikel und „saugt“ es einfach auf.

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Besitzt man genug Energie kann man versuchen ein neutrales Portal (grau) oder eines der Gegenseite zu hacken. Vorsicht: Hier gibt es verschiedene Stufen und als Anfänger hat man zu schwache Waffen, um einem Portal der Stufe 4 ernsthaft Schaden zuzufügen. Nach erfolgreichem Hack erhält man weitere nützliche Werkzeuge oder Informationen in Form von Texten und Videos. Es ist auch möglich Portale zu verbessern oder neue zu erstellen, indem man ein Foto von einem interessanten Ort, meist einer Sehenswürdigkeit, schießt und an Ingress schickt. Nach ein paar Woche erstellt der Entwickler Niantic Labs an dem Ort dann ein neues Portal oder auch nicht.

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Man kann das Spiel alleine spielen oder sich mit anderen aus seiner Fraktion absprechen und koordinierte Aktionen durchführen. Die Planung einer Aktion findet nach dem Crowdsourcing-Muster statt. Jeder kann im internen Chat einen Vorschlag machen und damit seine Mitspieler zu einer bestimmten Aktion überreden.

Absurde Aktionen

Das Ziel des Spiels ist es möglichst viele verlinkte Portale für die eigene Fraktion zu hacken, um damit ein bestimmtes Gebiet zu kontrollieren. Das führt zu teilweise absurden Aktionen: So hat eine US-Amerikanische Spielerin namens „Artio“ ein kleines Flugzeug samt Piloten gechartert, um zu einer kleinen Stadt in Alaska zu fliegen. Der einzige Zweck der Reise war es, dort für ihre Fraktion ein Portal zu hacken, um ein von den Gegnern kontrolliertes Gebiet aufzubrechen. Dummerweise hatte die Spielerin Probleme mit dem GPS-Empfang. Ihr gelang der Hack erst in der letzten Minute, bevor ihr Flugzeug aufgrund der zunehmenden Kälte nicht mehr abheben konnte. Artio schoss von ihrem Trip einige Fotos, um ihre Geschichte zu belegen.

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