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2015: Die 5 wichtigsten Technik-Trends der Zukunft

Was wird das Jahr 2015 an Technik mit sich bringen? Ansätze, Konzepte und Ideen gibt es reichlich, doch welche Technologien werden erfunden beziehungsweise weiterentwickelt? Immer wieder spekulieren Marktforschungsunternehmen, wohin sich die Zukunft der mittlerweile allgegenwärtigen Technikwelt begeben wird. Apple und Google sind an der Weichenstellung maßgeblich beteiligt. Wir zeigen Ihnen die fünf wichtigsten Trends für die Zukunft beziehungsweise für das Jahr 2015.

Morgen öffnet sie offiziell ihre Pforten: Die Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas. Wie jedes Jahr tummeln sich in der US-amerikanischen Wüstenstadt Tausende Hersteller, Journalisten und Analysten, um gleich zu Beginn des Jahres die technischen Highlights zu diskutieren und Trends auszuloten. Wir haben schon einmal die fünf wichtigsten Trends herausgefiltert und warten mit Spannung, ob und wie sie sich entwickeln werden.

Trend 1: 3D-Druck

Es gibt ihn bereits, doch salonfähig ist er noch lange nicht - wenigstens bislang nicht, denn sowohl der 3D-Drucker an sich als auch die dazugehörigen Patronen sind noch relativ teuer und eignen sich daher eher für die industrielle Anwendung anstatt einen Ausdruck im heimischen Wohnzimmer. Je nach Gerät, Qualität und Art des Drucks liegen die Anschaffungskosten für einen 3D-Drucker bei 500 Euro bis 700 Euro und mehr. Die meisten Geräte kosten immer noch weit über 1.000 Euro.

Doch: Ähnlich wie bei Laserdruckern, die vor einigen Jahren mehrere Tausend Euro kosteten und somit für die meisten unerschwinglich waren, ist davon auszugehen, dass Hersteller den Preis für 3D-Drucker künftig nach und nach senken werden, um den Massenmarkt anzusprechen und die Umsätze zu heben. Das Marktforschungsunternehmen Gartner geht sogar davon aus, dass die weltweite Auslieferung an 3D-Druckern 2015 um 98 Prozent zunehmen und in den nächsten drei Jahren ihren Massenhöhepunkt erreichen wird.

Trend 2: Lernfähige Systeme

Bei lernfähigen oder Kontext-basierten Systemen verwerten Nutzer Informationen, die aus ihrer Umwelt stammen und über Sensoren an den unterschiedlichen Geräten zusammengetragen sowie verarbeitet werden. Dieser Anwendungsbereich zeigt sich bereits im Bereich der Wearables, wie Fitness-Tracker, Smartwatches oder Datenbrillen (Google Glass).

Während die Datenbrille hierzulande allerdings entweder noch nicht erhältlich ist oder erhältliche Datenbrillen für viele zu teuer sind, gibt es Fitness-Tracker bereits ab 70 Euro bis 100 Euro. Dies wird sich laut Gartner 2015 ändern. Das Unternehmen geht davon aus, dass mehr und mehr erschwingliche Kontext-basierte Systeme auf den Markt kommen werden.

Trend 3: Intelligente Autos

Ein fahrerloses Auto kennt man aus US-amerikanischen Serien - allen voran Knight Rider. Dass diese Idee nicht mehr länger nur als Zukunftsmusik erklingt, sondern zeitgenössische Töne anschlägt, zeigt Google Driverless Car samt der Software Google Chauffeur. Der fahrbare Untersatz aus dem Hause Google wird über ein Radarsystem gelenkt, dessen Antenne sich auf dem Dach des Autos befindet. Nicht gerade ein optisches Highlight, aber dafür funktioniert es. Der Plan ist, dieses unterstützte Fahren langfristig massentauglich zu machen.

Wer glaubt, Siri, Cortana und Co. nehmen die Spitzenplätze künstlicher Intelligenz ein, sei eines besseren belehrt, denn diese charmanten Sprachassistentinnen, wie man sie auf iOS-Geräten und Android-basierten Smartphones sowie Tablets findet, krönen nur die Spitze des Eisbergs. Roboter, wie sie aus dem bereits von Google aufgekauften Unternehmen Boston Dynamics stammen, könnten uns schon in naher Zukunft tatkräftig unter die Arme greifen und mehr als nur die besten Restaurants in der Umgebung aufzählen.

Trend 4: Der Online-Doktor

„Der nächste, bitte“ - dieser Satz könnte in Zukunft nicht mehr von der freundlichen Sprechstundenhilfe stammen, die im weißen Kittel das Sprechzimmer betritt, sondern aus einem Chat-Verlauf. Google bietet schon jetzt einen derartigen Dienst in den USA und will im Laufe des Jahres ein Ärztenetzwerk aufziehen, das diesen Ansatz massenfähig macht. Ob und wann der Dienst hierzulande kommen wird, bleibt fraglich - nicht zuletzt, da in Deutschland die Nutzer deutlich sensibler auf die Vergabe von persönlichen Daten im Internet reagieren.

Dies ist mitunter auch der Grund, wieso sich Apples HealthKit bislang noch nicht in Deutschland etablieren konnte, wohl aber in nächster Zeit an den Start gehen könnte. Und selbst wenn die Gesundheit aus dem Internet aufgrund politischer Entscheidungen länger auf sich warten lässt als angenommen, die Infrastruktur dafür steht bereit und dem Dienst somit eigentlich nichts mehr im Wege.

Trend 5: Kreditkarte mit Fingerabdruck

Das iPhone ab Modell 5S beherrscht es bereits, bei den Tablets hat Apple bereits nachgebessert und nun hat sich Mastercard Apple und andere Hersteller dieser Technologie zum Vorbild genommen, um 2015 eine Kreditkarte mit Fingerabdrucksensor zu produzieren.

PINs, TANs - all das mag einmal als sicher gegolten haben, doch mittlerweile schaffen es Hacker immer wieder, diese Schutzvorrichtungen zu umgehen. Eine Vorrichtung, die allerdings als einzigartig und somit als uneinnehmbar gilt, sind biometrische Daten, allen voran der Fingerabdruck, der sich von Individuum zu Individuum unterscheidet. Setzt Mastercard diese Idee wirklich um, lässt dies zwar Datenschützer aufschreien, doch Hacker bräuchten in Zukunft den Finger oder wenigstens den Abdruck des Opfers, was sich als äußerst schwierig erweisen dürfte. Daher gilt in Science Fiction Filmen auch heute noch der Zeigefinger- oder der Iris-Scann als Methode, um sensible Daten zu schützen.

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