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Sony will jede Brille smart machen: Apple - Patent für Datenbrille bereits angemeldet

Sony will Google Glass mit einer eigenen Smart-Glass-Lösung Konkurrenz machen. Das Modul mit OLED-Display und A7-Prozessor wird einfach auf eine vorhandene Brille aufgesteckt. Im Gegensatz zu Google Glass lässt sich so jede Brille verwenden, die das etwa 40 Gramm schwere Zubehör tragen kann. Apple hat zwar einerseits noch keine konkreten Pläne zu einer Datenbrille geäußert, wenigstens ist bislang nichts durchgesickert, dafür aber ein Patent angemeldet.

Sony will kommendes Jahr Smartglasses vorstellen, die sich Brillenträger einfach auf ihr vorhandene Modell aufstecken können. Die neue Hardware besteht im Wesentlichen aus einem Mikro-Display, das vor einem der beiden Brillengläser positioniert wird und  eine Auflösung von 640 x 400 Pixeln erreicht und als OLED ausgeführt ist. Dazu kommen Bluetooth 3.0 und WLAN 802.11b/g/n für die Kommunikation sowie ein Kompass, ein Beschleunigungs- und Berührungssensor sowie die Recheneinheit mit einem ARM-Cortex-A7-Prozessor. Ein 400-mAh-Akku sorgt für die Stromversorgung. Wie lange der Anwender damit seine Smart Glasses benutzen kann, verrät Sony nicht.

Die komplette Einheit wiegt etwa 40 Gramm und soll auf der CES 2015 in Las Vegas ausgestellt werden. Die Unterhaltungselektronik-Messe findet Anfang Januar statt. Sony entwickelt für die Brillenlösung ein SDK (Software Development Kit), mit dem Programmierer die Smart Glasses in ihre Anwendungen integrierten können. Die Apps können entweder auf der Brille selbst ausgeführt werden, damit sie unabhängig von anderer Hardware laufen oder zur Kommunikation mit der Brille auf einem Smartphone installiert werden. Auch mit anderer Hardware abseits von Smartphones und Tablets soll die Brille künftig kommunizieren können, verspricht Sony und will die erforderlichen Informationen freigegeben.

Sony spekuliert auch über künftige Anwendungen der Brille etwa beim Sport. Neben Routeninformationen für Radfahrer und Jogger könnten Vitalparameter wie Puls und Sauerstoffsättigung aber auch die Geschwindigkeit und Kundenzeiten ins Gesichtsfeld des Trägers eingeblendet werden. Auch als Sucherersatz für Actionkameras sollen Smartglasses herhalten. Aber auch bei ernsthaften Anwendungen etwa im Bereich Wartung und Produktion sieht Sony Anwendungsmöglichkeiten.

Was die Smartglasses zum Nachrüsten kosten und wann sie erhältlich sein werden, ist noch unbekannt. Die Serienproduktion soll 2015 starten. Sony hat mit Project Morpheus auch eine VR-Brille in Planung. Diese schottet den Träger jedoch von der Umwelt ab und ist eher für den Entertainment-Bereich gedacht.

iGlass: Bislang nur auf dem Reißbrett

Apple hält sich im Bereich Computerbrillen derzeit zwar noch zurück, doch auch in Cupertino macht man sich Gedanken über Head-Mounted-Displays und hat einen Patentantrag zu diesem Thema eingereicht. Die darin beschrieben Brille erinnert optisch stark das ehemaligen Kickstarter-Projekt Oculus Rift, das von Facebook aufgekauft wurde.

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