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Apple kündigt macOS 12 Monterey an: Alles Wichtige über das nächste große Update

Das auf der WWDC vorgestellte macOS 12 Monterey bietet viele neue Funktionen. Dazu gehören die gemeinsame Nutzung von Medien über FaceTime, ein umfangreiches Update für Safari, die verbesserte Integration mit anderen Apple-Geräten und die Einführung der Kurzbefehle-App auf dem Mac. Wir geben einen Überblick.

Aus Big Sur wird Monterey

Das nächste System hört auf den Namen macOS 12 Monterey und wurde nach einem bekannten kalifornischen Küstenort benannt. Die Versionsnummer scheint bei Apple allerdings immer mehr in den Hintergrund zu treten, denn während der Präsentation hieß das neue System konsequent nur macOS Monterey. Dass es erst als letztes der Apple-Systeme Platz in der Keynote fand, hat wohl weniger mit der Priorität zu tun, die Apple ihm beimisst, sondern mit der Tatsache, dass Apple mittlerweile die meisten neuen Funktionen geräteübergreifend entwickelt und sich so bei jedem System auf die jeweiligen Stärken konzentrieren konnte.

Neu in macOS 12 Monterey

Trotzdem ist die schon mit iOS 15 gezeigte neue SharePlay-Funktion von FaceTime sicher auch ein Highlight des kommenden macOS Monterey. Sie erlaubt es Musik, Fotos, Filme und andere Inhalte gemeinsam mit anderen zu genießen, ohne großen Aufwand und zeitlich synchron. Auf M1-Macs verbessert FaceTime die Unterdrückung von Nebengeräusche und gibt der Kommunikation mit Spacial Audio eine räumliche Komponente. Optisch profitiert FaceTime von einem Porträtmodus und einer neuen Kachelansicht der Chatpartner:innen.

Neuer Look für Safari

Apples Browser bekommt eine neue, noch weiter reduzierte Oberfläche, bei der die Tableiste mit der vereinfachten Befehlsleiste verschmilzt. So bleibt mehr Platz für den Inhalt der Website. Als praktischer Erleichterung im Alltag könnten sich die neuen Tab-Gruppen erweisen. Safari erlaubt nicht nur das einfache Zusammenfassen von Tabs zu Gruppen, sondern kann diese auch über iCloud mit deinen Geräten synchronsieren und mit per Mail oder Nachricht mit anderen teilen.

Verbesserte Integration

Mit Universal Control rückt Apple Macs und iPads im wahrsten Sinne näher zusammen. Es lassen sich mehrere Geräte ohne besondere Konfiguration mit einer Tastatur und Maus (oder Trackpad) bedienen. Du kannst einfach den Cursor von einem Bildschirm zum nächsten bewegen, um die Geräte zu steuern oder Inhalte von einem zum anderen zu ziehen.

Mit AirPlay to Mac wird der Rechner zum AirPlay-kompatiblen Empfänger. Du kannst also Musik oder Filme von einem deiner Geräte via AirPlay auf einem Mac mit macOS Monterey ausgeben, wie du es sonst vielleicht von entsprechenden Soundsystemen oder einem Apple TV kennst. Einfacher geht es kaum.

Weitere neue Funktionen in macOS 12

Besonders erwähnenswert ist noch der Einzug der App Kurzbefehle auf dem Mac, mit der sich auch neue Abläufe auf dem Rechner anlegen lassen. Die neue „Fokus“-Funktion erweitert quasi „Nicht stören“ um Voreinstellungen für verschiedene Umgebungen, damit man immer nur die Mitteilungen erhält, die gerade wirklich wichtig sind. Außerdem hat Apple Notizen erweitert und mit einer cleveren Texterkennung ausgestattet, Nachrichten überarbeitet, Karten verbessert und noch vieles mehr. Apple nennt auf der macOS Monterey Preview-Website bereits direkt nach der Keynote fast 200 neue Funktionen.

Verfügbarkeit und Kompatibilität

Als Erscheinungstermin für macOS Monterey nennt Apple den Herbst 2021. Es soll wie gewohnt als kostenloses Update erhältlich sein. In der Liste der kompatiblen Macs gibt es allerdings einige Änderungen. So ist jetzt zum Beispiel beim iMac, MacBook Air und MacBook Pro ein Modell mit Vorstellungsdatum ab 2015 notwendig.

  • MacBook (Early 2016 oder neuer)
  • MacBook Air (Early 2015 oder neuer)
  • MacBook Pro (Early 2015 oder neuer)
  • Mac mini (Late 2014 oder neuer)
  • iMac (Late 2015 oder neuer)
  • iMac Pro (2017 oder neuer)
  • Mac Pro (Late 2013 oder neuer)

Wer macOS 12 Monterey schon früher auf den Zahn fühlen möchte, kann das bereits im Juli mit einer öffentlichen Betaversion tun. Aber bitte nur mit Back-up und am besten auf einem separaten Testgerät.

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