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So dreist schützt Apple seinen eigenen Spieledienst Apple Arcade vor Stadia, GeForce Now und Co.

Immer mehr Nutzer wundern sich, weshalb Spiele-Streamingdienste wie Stadia, GeForce Now oder auch PS Now nicht für iPad und iPhone verfübar sind. Die kurze Antwort: Es liegt an Apple Arcade.

In der Vergangenheit musste sich Apple immer wieder vorwerfen lassen, dass man Konkurrenten auf unfaire Weise in den Möglichkeiten einschränkt, um Vorteile für eigene Anwendungen, Dienste und Funktionen zu erhalten. Als prominentestes Beispiel wendete sich etwa Spotify an die EU. Apple gab relativ schnell nach und führe neue Feature für Drittanbieter einführte.

Strenge App-Store-Richtlinien für das Streaming

Doch nicht nur beim Musikstreaming schränkt Apple Drittentwickler ein, auch bei Spiele-Streamingdiensten, die bislang noch nicht den Weg auf iOS-Geräte fanden. Dies könnte an Apples eigener Spieleflatrate in Form von Apple Arcade liegen. Darüber hinaus hat Apple strenge Richtlinien für den App Store, die Apps das Streaming aus der Cloud verbieten. Auf Apple Arcade trifft dies nicht zu, da man die Titel herunterlädt. 

Änderungen notwendig

Apple führte die Richtlinie noch lange vor Stadia, GeForce Now und Co. ein. Daher ist dieser Punkt laut Bloomberg bereits seit Jahren ein Streit-Thema zwischen Apple und den Entwicklern, die sich dadurch eingeschränkt fühlen. Neben dem Verbot von Streaming gibt es noch eine weitere Regelung, die es verbietet Drittanbieter-Spiele in einem Abonnement anzubieten, die der Entwickler nicht besitzt oder an den er die Exklusivrechte nicht hält. Im Falle von Microsofts xCloud könnte man als zum Beispiel Halo, Gears of War oder Forza anbieten, aber andere Reihen wie Final Fantasy wären nicht erlaubt.

Ebenfalls verboten sind Dienste mit dem „Spiel-was-du-willst-Ansatz“, die einen Spielekatalog in der App anbieten. Jedes Spiel muss sich nämlich einzeln aus dem App Store laden lassen – wie bei Apple Arcade. Solche Apps mit umfassenden Content-Katalogen sind nur bei Magazinen, Musik, Videos und Büchern erlaubt.

Mit Stadia steht bereits eine Ausnahme im Store, aber die App ist bislang noch ohne Streaming-Kompatibilität und erlaubt aktuell nur den Kauf sowie die Auswahl von Spielen, die dann allerdings auf einem Google Chromecast Ultra gestartet werden.

Damit sich dies ändert – auch für die anderen Dienste – müsste Apple die Richtlinien für den App Store aktualisieren und die aufgezeigten Regeln entfernen. Nur dadurch können Nutzer von iPhone und iPad in den Genuss der neuen Spielestreamingdienste kommen. Dabei ist in dem Zusammenhang erstaunlich, dass sowohl Steam Link als auch Sony RemotePlay für PS4 im App Store erlaubt sind, die beide Spieleinhalte im lokalen Netzwerk streamen. Ist damit vielleicht schon der erste Schritt in die richtige Richtung getan?

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