News

Filmstudio: Apple wollte MGM kaufen

Apple hat Vorgespräche für eine Übernahme der MGM-Studios geführt und wollte die ehrwürdigen Filmstudios für Apple TV+ übernehmen.

Für die Streamingdienste ist es entscheidend, mit guten und vor allem exklusiven Inhalten die Zuschauer an sich zu binden. Kein Wunder, dass Netflix und Apple eigene Serien und Filme produzieren, doch das gesamte Know-How lässt sich nicht einfach so skalieren. Wenn Apple nun beschließen sollte, im Jahr 2020 neue Serien zu produzieren, kann das Unternehmen nicht einfach mehr Leute einstellen, mehr Skripte prüfen und schon ist dieses Ziel erreichbar. Deshalb wurde schon lange vermutet, dass Apple ein ganzes Filmstudio kaufen wird.

Nachdem schon das Wall Street Journal berichtete, dass Apple und Netflix Gespräche mit Metro-Goldwyn-Mayer führten, kam nun ein neuer Bericht von CNBC hinzu, der ebenfalls auf Quellen basiert, die mit dem Vorgängen vertraut sind. Demnach haben die beiden Unternehmen schon Vorgespräche über eine Übernahme von MGM geführt. Wer sich nicht so gut in der Filmbranche auskennt: Das ist das Studio mit dem brüllenden Löwen im Logo. Es handelt sich um ein schon 1924 gegründetes Unternehmen, das im Laufe seiner Geschichte eine schwere Zeit durchmachte und 2010 Insolvenz anmeldete, jedoch unter dem Gläubigerschutzverfahren weiter machen kann und nach der Schuldunfreiheit mit Spyglass Entertainment fusionieren soll.

MGM besitzt ein riesiges Repertoire an Filmen und Serien

MGM besitzt zahlreiche Film- und Fernsehrechte und ein Kabelnetz in den USA. Aus den Lizenzrechten bestreitet das Unternehmen auch einen Großteil seiner Einnahmen. Die Rechte könnten 10 Milliarden US-Dollar wert sein, heißt es in dem Bericht.

Wie es um die Übernahmepläne von MGM und Apple bzw. Netflix steht, ist nicht bekannt. Sollte Apple sich das Unternehmen einverleiben, könnte es nicht nur seine Produktionskapazitäten für Apple TV+ deutlich erweitern sondern hätte auch ein großes Repertoire an Filmen zur Verfügung.

Produkthinweis

Balio, T: MGM (Routledge Hollywood Centenary)

Mehr zum Thema
zur Startseite