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Firefox OS ist endgültig gestorben

Firefox OS wird nicht mehr weiterentwickelt. Bereits vor circa einem Jahr hatte sich Mozilla dazu entschieden, Firefox OS für Smartphones einzustellen. Und nun hat es auch die letzte Variante, Firefox OS als IoT-Plattform, erwischt. Die freiwerdenden Ressourcen sollen in erster Linie bei der weiteren Entwicklung des Browsers Firefox zum Einsatz kommen, der dies bitter nötig hat. Trotzdem ist das Ende des Betriebssystems Firefox OS ein Verlust.

Mozilla stellt sein Betriebssystem Firefox OS nun endgültig ein. 50 weitere Mitarbeiter werden entlassen, die das Betriebssystem für IoT-Anwendungen weiterentwickeln sollten. Bereits vor rund einem Jahr hatte Mozilla seine Pläne aufgegeben, Firefox OS als Smartphone-Betriebssystem weiter auszubauen. Damals entschied man sich dazu die Internet-of-Things-Route zu gehen. Aber auch hier musste man sich wohl nun eingestehen, dass auch dieser Plan keine Zukunft hat.

Ressourcen sollen nun dem Browser Firefox zu Gute kommen

Stattdessen wird sich Mozilla nun verstärkt auf die weitere Entwicklung seines Browsers Firefox konzentrieren. Dieser ist in den vergangenen Jahren etwas ins Hintertreffen geraten, nachdem er zunächst das Internet im Sturm erobert hatte. Firefox fiel in Sachen Funktionalität, aber vor allem was zugrundeliegende Stabilität-, Performance- und Sicherheitsfunktionen abgeht, hinter anderen Browsern wie Chrome zurück. Die verstärkten Arbeiten an der Modernisierung von Firefox haben auch bereits erste Früchte getragen. So gibt es seit Firefox 48, veröffentlicht im August 2016, endlich eine Mehrprozessorarchitektur in dem Browser.

Firefox OS war ein lobenswertes Projekt. Mozilla wollte ein freies und quelloffenes Open-Source-Betriebssystem für Smartphones zur Verfügung stellen, das auf Web-Technologie basiert. Firefox OS sollte primär auf sehr günstigen Smartphones für unter hundert Euro zum Einsatz kommen. Diese wiederum sollten Märkte abdecken, in denen Kunden nicht viel Geld für ein Smartphone zur Verfügung haben. Allerdings hat Mozilla diesen Markt an Android verloren, noch bevor es ihn erobern konnte. Schade eigentlich, denn mehr Diversität bei Smartphone-Betriebssystemen wäre wünschenswert. Aktuell gibt es eigentlich nur zwei: iOS und Android.

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