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Google droht hunderttausenden Apps mit Löschung

Der Google Play Store hat mittlerweile mehr als zwei Millionen Apps. Bis zur Hälfte dieser Anwendungen wird nun Seitens Google von der Löschung bedroht. Denn Google macht sich endlich daran, seinen App Store für die Plattform Android aufzuräumen. Entwickler haben etwas mehr als einen Monate Zeit, einige Richtlinien Googles zu befolgen. Andernfalls behält sich Google vor, Anwendungen zu löschen.

Google will seinen App Store aufräumen. Bis zum 15. März 2017 muss in jeder App, die im Google Play Store zu finden ist, eine Datenschutzerklärung enthalten sein. Außerdem muss diese Erklärung auch in der App-Vorschau im App Store Androids verlinkt sein. Diese Datenschutzerklärung muss zudem mit Googles eigenen AGB für Android-Anwendungen kompatibel sein.

Sollte dies nicht bis Mitte März befolgt sein, wird Google eine von mehreren Maßnahmen ergreifen: Google wird zum einen die Sichtbarkeit betroffener Anwendungen im Google Play Store reduzieren. Zum anderen wird Google Apps, die keine Datenschutzerklärung vorweisen, Rechte zum Zugriff auf Funktionen der Android-Geräte entziehen – dazu zählt zum Beispiel die Möglichkeit auf die Kamera, auf das Mikrofon oder auf die Kontakte eines Smartphones zugreifen zu können. Der große Holzhammer Googles ist schließlich, dass es sich auch vorbehält, Apps einfach aus dem App Store zu löschen.

Der Google Play Store ist voller „Leichen“

Das dürfte das Ende tausender Apps im Google Play Store sein. Denn dort gibt es viele Anwendungen, die seit Jahren nicht mehr von Entwicklern betreut werden. Dabei handelt es sich meist um Karteileichen, die aus der Anfangszeit Androids übriggeblieben sind. Damals wollte Google seinen App-Store einfach nur möglichst schnell wachsen lassen, um den Vorsprung des iOS-App-Stores bei der App-Anzahl aufholen zu können. Das ist Google gelungen. Und nun werden die Zügel angezogen und der Google Play Store endlich aufgeräumt.

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