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So gut funktioniert Apples iPhone-Recycling

Apple bemüht sich, so viele iPhones wie möglich am Ende ihres Lebens zurückzubekommen und zu recyceln. Dazu wird der Roboter Daisy eingesetzt.

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters nach hat Apple im texanischen Austin eine Recyclinganlage errichtet, in der ein Roboter namens Daisy zunächst vollautomatisch alte iPhones in ihre Bestandteile zerlegt. Mit extrem kalter Luft wird der Akku aus den Gehäuse entfernt.

Wir nehmen an, dass dabei die Klebemasse so spröde wird, dass sie zerbricht. In weiteren Prozessschritten werden dann Schraube entfernt, das Logicboard von Elementen wie der Taptic Engine, der Kamera und ähnlichen Modulen befreit. Der Roboter ist nicht einmal 20 Meter lang und kann 200 iPhones pro Stunde zerlegen.

Die Komponenten müssen dann von Menschen an einem Förderband sortiert werden. Dies kann die Anlage offenbar nicht oder es wäre zu teuer, diese Arbeit Robotern zu überlassen. Die Metallgehäuse der iPhones werden von überflüssigen Teilen getrennt und kommen zu einer Hütte, die sie aufbereitet und daraus wieder Aluminium herstellt, was wieder verwertet werden kann. Die Elektronik wird ebenfalls speziellen Recycling-Unternehmen zugeführt, die daraus seltene Erden, wertvolle Metalle und ähnliches extrahieren, was wieder verwertet werden kann. Diese Schritte vollzieht Apple nicht selbst.

Kreislaufwirtschaft mit Recycling

Apple verfolgt dem Reuters-Bericht nach das Ziel, eine geschlossene Kreislaufwirtschaft in Gang zu bringen. Ob das gelingt und ob andere Hersteller das auch können, bezweifeln dem Bericht nach Manager aus der Bergbauindustrie, die natürlich auch ihr Geschäft in Gefahr sehen.

Apple erwägt, die Daisy-Technologie mit anderen Unternehmen und Branchen zu teilen, einschließlich der Hersteller von Elektroautos.

Produkthinweis

Apple iPhone 11 (64 GB) - Weiß

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