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HomePod Hub: Deshalb ist eine Mischung aus HomePod und Apple TV eine gute Idee

In dieser Woche überraschten uns die Leaker mit Neuigkeiten zum HomePod und Apple TV. Apple könnte beide Geräte zu einem Produkt zusammenfügen.

Die Einstellung des originalen HomePods kam überraschend. Ohne Vorzeichen stellte Apple den großen Smart Speaker ein, ohne dass man ein neues Modell ankündigte. Trotz der Umstände kam schnell das Gerücht auf, dass Apple weitere Produkte in der Reihe plant. Neben einem Smart Speaker mit Display soll sich ein Hybrid aus Apple TV und dem HomePod in Entwicklung befinden. Unserer Meinung nach könnte dies eine durchaus gute Idee sein. Warum? Das erklären wir dir gerne.

Warum der HomePod gescheitert ist ...

Auf der WWDC 2017 kündigte Apple den HomePod an. Der erste Smart Speaker des Unternehmens. Ursprünglich sollte er noch bis Dezember 2017 erscheinen, schaffte es aber erst Anfang 2018 in den USA auf den Markt. Mitte des Jahres folgte er in weiteren Ländern. Schnell wurde klar, dass der Sound zwar überragend gut ist, aber die Sprachsteuerung mittels Siri nur einen mäßigen Funktionsumfang bietet und deutlich hinter Alexa und dem Google Assistant zurückliegt. Im Laufe der Zeit kamen durch Updates zwar Funktionen wie Stereopaare, mehrere Timer oder auch AirPlay 2 hinzu, aber Siri schaffte es einfach nicht, den Stand der Konkurrenz zu erreichen. Dies lag und liegt unter anderem an der fehlenden Drittanbieter-Unterstützung. Der hohe Anschaffungspreis trug ebenfalls nicht dazu dabei, dass sich das Gerät durchsetzen konnte. Gerüchten zufolge sollen einige Händler daher noch immer Geräte aus Apples erster HomePod-Produktion in den Lagern haben. 

Wird der HomePod gemeinsam mit dem Apple TV stark?

Zunächst mag es merkwürdig klingen, wenn man von einem Hybrid aus Apple TV und HomePod spricht. Der HomePod war kein überragender Apple-Erfolg und das Apple TV gerät ebenfalls mehr und mehr ins Hintertreffen. Da die TV-App mittlerweile auf Smart TVs, Spielkonsolen und auch anderen Geräten verfügbar ist, ist das Alleinstellungsmerkmal von Apples Set-Top-Box weggefallen: Im iTunes-Store gekaufte Inhalte sind durch die TV-App abseits von Apple-Plattformen verfügbar. Dies kann keineswegs förderlich für die Verkäufe der kleinen schwarzen Box sein.

Dadurch hört sich der kürzliche Leak durchaus interessant an. Apple könnte dadurch das gewonnene Know-how nutzen und nicht nur eine neue audiovisuelle Erfahrung gestalten. Mit dem richtigen Feature könnte sich ein solches Gerät sogar als neuer Verkaufsschlager profilieren. Der iPhone-Hersteller könnte das Gerät zum perfekten Hub für dein Smarthome machen. Es übernimmt zahlreiche TV-Funktionen und lässt sich gleichzeitig als Smart Speaker mit Sprachassistenten verwenden. Der Clou wäre dabei jedoch ein ganz anderer: 

Gemeinsam mit Amazon, Google und der Zigbee Alliance kündigte Apple an, dass man einen gemeinsamen Smarthome-Standard namens „Connected Home over IP“, kurz CHIP, erarbeitet. Darin sollen HomeKit, Alexa Smart Home, Google Weave und Zigbee aufgehen. Dazu will man auf Bluetooth LE, WLAN sowie die neue Thread-Technologie vertrauen. Genau hier könnte Apples HomePod-Hybrid zum Einsatz kommen. Dieser könnte als zentraler Anlaufpunkt für die Geräte genutzt werden. Er könnte beispielsweise vorhandene Produkte per Bluetooth LE oder Thread an das bestehende Netzwerk anbinden und gleichzeitig als Repeater fungieren. Gemeinsam mit dem HomePod mini, der ebenfalls als Thread-Knotenpunkt verwendbar ist, könnte das Unternehmen ein Mesh-Netzwerk für die Smarthome-Geräte anbieten, die sich zudem kinderleicht per Siri steuern lassen. 

Mit Apples treuer Community, den strengen Datenschutzrichtlinien und den unkomplizierten Einrichtungsprozessen könnte sich ein HomePod Hub durchaus gegen die Konkurrenz durchsetzen und sich zur beliebtesten Smarthome-Basis aufschwingen. Jedoch sollte dann auch der Preis stimmen. Was meint ihr? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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