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Infografik: Das Milliardengeschäft Musikstreaming - so setzt sich Apple Music von der Masse ab

Am 30. Juni 2015 ist Apple wie angekündigt in Musikstreaming-Geschäft eingestiegen und versucht vor allem Spotify den Platz an der Sonne streitig zu machen. Grund genug, mal einen Blick auf den Gesamtmarkt zu werfen. Was wird gestreamt? Wie viel wird gestreamt? Und welche Auswirkungen hat das auf den Verkauf und Download digitaler Musik? Wir haben eine hübsche und übersichtliche Info-Grafik dazu im Angebot.

Streaming ist nach wie vor das heißeste Thema in der Musik-Welt überhaupt. Allein Spotify konnte im letzten Jahr einen Rekordgewinn von 1,3 Mrd. US-Dollar einfahren. Die Nutzerzahlen des schwedischen Anbieters sehen ebenfalls glänzend aus: Zum Jahreswechsel verzeichnete Spotify 60 Millionen User – wovon allerdings die wenigstens ein Premium-Abo abgeschlossen haben. Nur rund jeder Vierte zahlt direkt für den Musik-Konsum via Streaming. Der Rest lebt mit Werbeunterbrechnungen und weiteren Einschränkungen. Nichtsdestotrotz gelang es Spotify 2014 erstmals, unter die Top 3 der umsatzstärksten Digital-Händler in Deutschland zu kommen.

Auftritt Apple

Wieder mal schickt sich Apple an, die Marktführerschaft in einem Bereich zu übernehmen. Die größte Erfolgsgaranten dabei sind die ohnehin schon große Nutzerschaft von App Store und iTunes Store und die feste Integration von Apple Music in die Musik-App auf dem iPhone und iPad, sowie in iTunes auf Mac und PC. Für 9,99€ im Monat erhalten Nutzer Zugriff auf eine Auswahl von 30 Mio. Titeln. Für weitere 5€ monatlich erhalten User sogar die Option, einen Zugang mit bis zu fünf weiteren Personen zu nutzen. Interessierte Neukunden können Apple Music für drei Monate kostenlos testen, um herauszufinden, ob ihnen Angebot und Handhabung gefallen.

Ergänzt wird Apples Streaming-Angebot um eine 24/7 live sendende Radio-Station namens „Beats 1“. Gesendet wird aus Los Angeles, New York und London. Das besondere an dem Sender? Das einzig gespielte Genre ist „Great Music“. Das musikalische Angebot wird sich also teils drastisch von allem unterscheiden, was zum Beispiel deutsche Radio-Sender im Angebot haben, da diese an Charts und verkaufte Spielzeit („heavy rotation“) gebunden sind, während bei Beats 1 (angeblich) nur Songs laufen, die der jeweils an den Reglern stehende DJ für spielenswert hält.

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