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Intel: Nach Anti-M1-Mac-Werbekampagne hofft das Unternehmen auf eine Zusammenarbeit mit Apple

Intels CEO Pat Gelsinger kündigte einige neue Entwicklungen für Intel an, darunter auch das Projekt „Intel Foundry Services“, mit dem sie Hersteller-Firmen wie beispielsweise TSMC, Chip-Lieferant von Apple, Konkurrenz machen wollen. In diesem Zusammenhang erwähnte Gelsinger auch, dass sie Apple für eine potenzielle Zusammenarbeit ins Auge gefasst haben.

Bereits im November verabschiedete sich Apple von Intel als Geschäftspartner mit dem innovativen M1-Mac. Der M1-Chip, hergestellt von TSMC, ist ein äußerst leistungsfähiger ARM-Chip, der aufgrund seiner Bauweise sehr schnell ist.

Intel trat daraufhin eine Anti-Apple-Werbekampagne los, die unter anderem eine Video-Kampagne umfasste. Bei dieser engagierte der Konzern den ehemaligen „I'm a Mac“-Darsteller Justin Long für einige kurze Videos, in denen er die vermeintliche Überlegenheit von Geräten mit Intel-Prozessoren gegenüber Apple-Produkten darstellen sollte. Diese Kampagne fiel Intel allerdings auf die Füße.

Einmal hingefallen, weiter geht's

Am vergangenen Dienstag, dem 23.03.2021, setzte der Konzern erneut an, diesmal aber anders: Mit einem insgesamt 20 Milliarden US-Dollar-Investment plant Intel den Bau einer Riesenfabrik in Arizona, die sich auf das Produzieren von Chips konzentrieren soll. Das Projekt „Intel Foundry Services“ soll es dem Konzern ermöglichen, auf individuelle Wünschen von Kunden besser eingehen zu können.

In diesem Kontext äußert CEO Pat Gelsinger auch, dass Intel gerne wieder für Apple fertigen würde: wenn nicht Prozessoren wie zuvor, dann doch wenigstens ARM-Chips.

Da es aber keine Hinweise darauf gibt, dass Apple mit dem momentanen Hersteller der eigenen Chips, TSMC, unzufrieden ist, bleibt dies sehr unwahrscheinlich. Einzig ein eventueller Wunsch von Apple nach einer Diversifizierung der eigenen Versorgungskette könnte Intel zugutekommen.

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