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Kauft mehr iPhones – sonst muss Apple Strafe zahlen

Apple konnte zuletzt nicht genug iPhone-11-Pro-Modelle an die Kunden bringen und muss nun dafür zahlen. Der größte Vertragspartner fordert nun eine Strafzahlung.

Um ein iPhone produzieren zu können, arbeitet Apple mit vielen Partnern wie TSCM für die Chip-Herstellung, mit Qualcomm für die Modems und mit Samsung für die Displayherstellung zusammen. Die Südkoreaner sind der Hauptzulieferer für die OLED-Displays, während Apple weitere Zulieferer sucht. Durch das Coronavirus sowie das iPhone SE fielen zuletzt die Verkaufszahlen beim iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max und Apple benötigte dadurch weniger OLED-Displays. Wie das Wall Street Journal annimmt, musste Apple deswegen eine Vertragsstrafe an Samsung leisten. 

Apple hat Vertrag nicht eingehalten

Branchenüblich werden Abnahmemengen und weitere Details in den Verträgen festgehalten, um für Sicherheit auf allen Seiten zu sorgen. Kürzlich hatte Samsung die Prognose für den Umsatz im zweiten Quartal angekündigt und berichtet von einer großen Einmalzahlung. Es wird spekuliert, dass Apple diese leisten muss, da ma weniger OLED-Displays von Samsung orderte als man vertraglich festgelegt hat. Während man eine genaue Höhe der Einmalzahlung nicht nannte, gehen Experten von rund 900 bis 950 Millionen US-Dollar aus. 

Aus Apples Sicht war es deutlich schwieriger, Geräte an den Kunden zu bringen, da man lange vollständig auf Onlinekäufe angewiesen war und die zahlreichen Apple Stores weltweit schloss. Auch Monate später sind noch immer Stores geschlossen oder wieder geschlossen beziehungsweise in begrenzter Kapazität geöffnet, wodurch natürlich große Einbuße zu verbuchen sind. 

Es ist für Apple übrigens nicht das erste Mal, dass man eine Kompensationszahlung an Samsung leisten muss. Schon vor einem Jahr blieben die Verkäufe der OLED-Modelle hinter den Erwartungen zurück, sodass man schon 2019 683 Millionen US-Dollar zahlen musste. Damals lag es vor allem an den schlechten Verkaufszahlen in China. 

Am 30. Juli wird Apple die neuesten Quartalszahlen verkünden und vermutlich auch auf diesen Umstand eingehen. Konkret sollte für Apple das Ziel aber klar sein: Entweder mehr iPhones verkaufen oder die zugesicherten Bestellmengen für das iPhone 12 senken, um nicht auch 2021 wieder eine Strafzahlung an Samsung leisten zu müssen.  

Produkthinweis

Apple iPhone 11 (128 GB) - (PRODUCT)RED

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