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Konkurrenz für Safari: Microsoft veröffentlicht Edge-Browser für macOS

Nach 16 Jahren gibt es wieder einen Microsoft-Webbrowser für macOS: Der Konzern hat nun die Mac-Version des Edge-Browsers auf Chromium-Basis freigegeben.

Vor gut zwanzig Jahren kündigte Microsoft eine neue Version des Internet Explorers für den Mac an – keine einfache Umsetzung des Windows-Pendants, sondern ein eigenständiger Webbrowser mit neuer Rendering-Engine. In die Weiterentwicklung des Internet Explorers 5 investierte Microsoft aber kaum und beließ es bis zur letzten Version 2003 bei Sicherheitsupdates und Anpassungen an neue Versionen von Mac OS X. Mit der offiziellen Einstellung des Browsers empfahl Microsoft Mac-Besitzern den Wechsel auf Safari.

Nun sollen die Mac-Besitzer wieder zurückwechseln. Edge für macOS basiert auf Googles Chromium-Projekt, welches auch die Basis für Chrome und den Opera-Browser ist. Die Entwicklung einer eigenen Rendering-Engine für Webinhalte gibt Microsoft damit auf.

Edge 79 ist als Chromium-Browser bei der Unterstützung der Webstandards wieder vorne dabei und kompatibel mit Browser-Erweiterungen für Chrome. Hierfür bietet Microsoft eine eigene Add-on-Seite an, aber auch mit anderen Chromium-Add-on-Seiten versteht sich der Browser. Um sich trotz Chromium-Basis vom Marktführer Chrome abzuheben, hat Microsoft verschiedene Erweiterungen eingebaut. Diese betreffen Anpassungen der Startseite und verbesserte Einstellungen zur Privatsphäre. Mit den Collections sollen sich Webinhalte zukünftig leichter mit Word und Excel teilen lassen.

Microsoft genoß mit dem Internet Explorer viele Jahre ein Quasi-Monopol auf dem Browsermarkt. Erst mit Einführung von Firefox, Chrome und Safari kam Bewegung in den Markt. Als echte Monopolbrecher erwiesen sich aber die Mobilbrowser: Die zunehmende Popularität von Smartphones zwang Website-Betreiber, auch auf anderen Browsern zu testen. Heute spielen Microsoft-Browser nur noch im Firmen- und Behörden-Umfeld eine Rolle.

Analog zu Chrome soll Edge zukünftig regelmäßig aktualisiert werden, mit drei verschiedenen Versionen für Entwickler, die täglich, wöchentlich und alle paar Wochen auf den aktuellen Entwicklungsstand gebracht werden.

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