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Mike Markkula: Der CEO, der Apple schon mal aus der Patsche half

Was macht eigentlich Mike Markkula heute? In den Jahren 1981 und 1983 lenkte Markkula Apples Geschicke als Geschäftsführer. Er gehört zu den frühsten Mitarbeitern des Unternehmens. M. war aber auch so etwas wie ein Mäzen für den jungen Steve Jobs und Steve Wozniak. Als Apple wegen des Apple II in finanzielle Schieflage geriet, investierte M. aus seinem Privatvermögen, um das Unternehmen handlungsfähig zu halten. Dazu sorgte er dank seiner Kontakte in der Folge für weiteres, frisches Kapital, das für die aufstrebende Firma zwingend notwendig war.

Wer aber ist Mike Markkula? Er wurde am 11. Februar 1942 in Los Angeles als Armas Clifford „Mike“ Markkula Jr. geboren. Seine Vorfahren allerdings stammen aus Finnland. Sie wanderten im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten von Amerika aus.

Der Ingenieur mit dem glücklichen Händchen

Markkula studierte Elektrotechnik in Südkalifornien, an der University of Southern California. Als sogennanter Business Angel investierte er in Unternehmen. Das konnte er sich leisten, weil er in seinem früheren Beruf als Marketing Manager für Fairchild Semiconductor und Intel Aktienoptionen der Unternehmen erwarb. Die brachten ihm Millionen US-Dollar ein.

Er setzte sich deshalb bereits mit 32 Jahren zur Ruhe und nahm fortan die Rolle als Business Angel ein. Markkula ist der allererste Investor in Apple gewesen. 250.000 US-Dollar brachte er ein und hielt seinerzeit damit 26 Prozent der Firmenanteile. 80.000 US-Dollar waren ein echtes Invest, weitere 170.000 US-Dollar erhielt Apple als Darlehen. Just zu der Zeit, als Apple nach dem Abenteuer Apple I für den Apple II frisches Kapital benötigte.

Markkula zwischen den Stühlen?

Markkula ist, je nachdem wen man fragt, nicht bei allen Apple-Leuten gut gelitten. Denn 1985 folgte er den Argumenten John Sculleys und sorgte so mit dafür, dass Steve Jobs die Firma verlassen musste.

Auch 1979 unterstützte er Jeff Raskin dabei, ein Computer-Projekt zu forcieren, aus dem später der Macintosh entstand. Auch verhinderte er, dass Steve Jobs das Macintosh-Projekt zugunsten seines eigenen Lisa-Projekts absägte.

Lustigerweise war es auch Markkula, der 1993 dafür sorgte, dass John Sculley Apple verlassen musste.

Markkula der Investor

Nach Apple arbeitete Markkula noch bei der Echelon Corporation, bei ACM Aviation dem San Jose Jet Center und der Rana Creek Habitat Restoration.

Heute ist Markkula noch Mitglied des Vorstands des Markkula Center for Applied Ethics“ an der Santa Clara University. Dort erhielt er wegen seines auch finanziellen Engagement die Ehrendoktorwürde.

Zudem ist Markkula investiert in Crowd Technologies, einem Start-up, das mit der Plattform Piqqem versucht aus der Weisheit der Menge Vorhersagen für den Aktienmarkt zu treffen. Zudem ist er in das schottische Unternehmen LiveCode investiert.

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