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Musik: Nachschub für die Ohren

Wir stellen Ihnen regelmäßig neue Highlights bei Apple Music, Spotify und Co. vor. Dieses Mal dabei Heather Nova mit Pearl, Catt mit Moon, Banks mit III, Cenes mit Carried und Logic Moon mit I See Planets.

Heather Nova - Pearl

Wie auf so vielen anderen MusikerInnen lastet auf Heather Nova der dezente Fluch des ersten „Über-Albums“, an dem auch die von den Bermudas stammende Songschreiberin stets gemessen wird. Tatsächlich war „Oyster“ 1994 ein Geniestreich des ausklingenden Grunge. Spätestens seit dem 96er-Hit „London Rain“ und dem Einsatz desselben in der Fernsehserie „Dawson’s Creek“ verlegte sich Heather Nova zunehmend auf radiotauglichen Pop – gut gemacht, aber an die Frühwerke reichte sie nur noch selten heran. Anders nun mit „Pearl“, dem ersten Album seit vier Jahren. Sie trieb den Oyster-Produzenten Youth auf und erweckte in dessen Wahlheimat Spanien noch einmal die Magie des mittlerweile 25-jährigen gemeinsamen Erstlings. Dass die Musikerin nach einer Trennung und dem damit verbundenen Neustart genug Emotionen auf Lager hatte, um diese in aussagekräftige Kompositionen fließen zu lassen, war der neuerlichen Zusammenarbeit nicht abträglich.

Fazit: Nicht jeder schafft eine Referenz auf eigene große Taten, ohne diese einfach zu kopieren. Heather Nova gelang dies jedoch eindrucksvoll.

Catt – Moon-EP

Nach dem Achtungserfolg mit der Ballade „Moon“ schiebt Catharina Schorling alias CATT die gleichnamige EP nach. Und die enttäuscht nicht: Acht pianobasierte Songs allerfeinster Güte etablieren die Wahl-Berlinerin mit einem Satz in der Beletage deutscher Songschreiber.

Banks – III

Jillian Banks bewegt sich längst in ihrem eigenen klanglichen Kosmos, und das dritte Album der Songschreiberin macht keinen Unterschied. Gäbe es einen Stilrichtung wie Indie-Electro-R’n’B, wäre die 32-jährige ihre Hohepriesterin – und wir ihre Gläubigen.

Cenes – Carried

Mit Fiona Brice, Jim Perkins und Tony Woollard haben sich drei interessante Namen der Neo-Klassik-Szene für eine EP vereint. Nun teilen sie fünf meditative Stücke zweier Aufnahmetage in London auf einer EP, getragen von Intuition und Improvisation.

Logic Moon – I See Planets

Die verschiedensten Musikstile hat der Mainzer Tobias Lorsbach schon produziert und gelebt; unvergessen etwa sein Microfunk-Projekt Keinzweiter. Unter dem Namen Logic Moon komponiert er nun klassischen Ambient, spacig wie ein Perry-Rhodan-Heftchen.

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