News

Nicht Amazon sondern Microsoft bekommt Großauftrag vom US-Pentagon

Das US-Verteidigungsministerium macht Microsoft zum General-Unternehmer in Sachen Online-Speicher und Enterprise Cloud Environment. In den zurückliegenden zwei Jahren gab das Department of Defense nicht weniger als 11 Milliarden US-Dollar an zehn Cloud-Sub-Unternehmer. Diese Aktivitäten sollen jetzt unter der Führung von Microsoft zusammengezogen werden. Dieses Projekt ist zunächst mit 210 Millionen US-Dollar finanziert.

In einer Pressemitteilung informiert das US-Department of Defense (DoD) über den Abschluss eines General-Vertrages mit Microsoft. Unter der Federführung von Microsoft soll die Cloud-Strategie der US-Streitkräfte gebündelt werden, ohne allerdings sich technisch in die Abhängigkeit eines einzelnen Unternehmens zu begeben. Vielfältige Anforderungen von der Verwaltung bis zur Kriegsführung seien zu berücksichtigen. 

Zusätzlich wird Microsoft mit dem sogenannten Jedi-Cloud-Contract ausgestattet, der in den kommenden zehn Jahren ein Volumen von 10 Milliarden US-Dollar ausweist, sofern alles vertraglichen Optionen ausgeschöpft werden. Laut New York Times soll für die Vertragsvergabe auch die persönliche Abneigung zwischen Donald Trump und Jeff Bezos ausschlagsgebend gewesen sein, dass nicht Amazon zum Zuge kommt.

Jedi steht für die Joint Enterprise Defense Infrastructure. Das Projekt ist anspruchsvoll, weil wesentliche Militärtechnik noch auf Systemen aus den 1980er- und 1990er-Jahren läuft und gleichzeitig sowohl die Einsatzbereitschaft als auch die Verteidigungsbereitschaft der Streitkräfte erhalten bleiben muss.

Auf jeden Fall werden sich die US-Streitkräfte und das US-Verteidigungsministerium im Jedi-Projekt von Microsoft die Rechenzentren betreiben lassen für benötigte Infrastructure as a Service (IaaS) und Platform as a Service (PaaS) zur Unterstützung der Einsätze.

Mehr zum Thema
zur Startseite