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Samsungs Schaden ist Apples Profit

Das Fiasko beim Galaxy Note 7 hat nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner. Das Analyseunternehmen KGI glaubt zu wissen, wer davon profitieren wird: So sollen als direkte Konsequenz des Verkaufsstopps des Galaxy Note 7 die Umsätze vor allem beim chinesischen Hersteller Huawei aber auch bei Apple steigen. Speziell das iPhone 7 Plus soll viele potenzielle Galaxy-Note-7-Käufer begeistern können.

Dass Samsungs Galaxy-Note-7-Fiasko für das südkoreanische Unternehmen gravierende Konsequenzen haben würde, liegt auf der Hand. Samsung mag zwar hoffen, dass Kunden, die sich für das Galaxy Note 7 interessiert haben, zu einem anderen Samsung-Telefon wechseln würden. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein, wie der Analyst KGI ermittelt hat. Die explodierenden Akkus des Note 7 haben das Vertrauen der Kunden in Samsungs Geräte generell beschädigt, obwohl ausschließlich ein Modell davon betroffen ist.

Profitieren sollen dagegen gleich zwei andere Unternehmen. KGI zufolge werden viele potenzielle Käufer eines Samsung-Geräts wohl zu einem Smartphone von Huawei greifen. Der andere große Profiteur ist Apple. Denn speziell das iPhone 7 Plus dürfte KGI zufolge Kunden überzeugen, die eigentlich mit dem Galaxy Note 7 geliebäugelt hatten. Das schlagende Argument soll offenbar die Dual-Kamera des iPhone 7 Plus sein. KGI zufolge darf Apple in den nächsten Wochen mit fünf bis sieben Millionen zusätzlichen Verkäufen des iPhone 7 Plus rechnen, die direkt auf das Galaxy-Note-7-Disaster zurückzuführen sind.

Erste Verkaufszahlen des Galaxy Note 7 deuteten einen Erfolg an

Das Galaxy Note 7 wurde bisher insgesamt rund zwölf Millionen Mal gekauft oder vorbestellt. Samsung hatte jedoch noch nicht alle Geräte ausgeliefert als es einen Produktions- und Verkaufsstopp für das Smartphone anordnete. Stattdessen rief Samsung die Kunden dazu auf, ihre Geräte an Samsung zurückzuschicken. Samsung stellt hierfür sogar spezielle „Note 7 Return Kits“ bereit.

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