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Smartphones: Darum hält kaum eine App lange durch

Apps besitzen offenbar nur einen sehr geringen Lebenszyklus. Einer Studie zufolge löschen mehr als die Hälfte der Smartphone-Nutzer neue Apps nach nur einem Monat wieder von ihrem Smartphone. Neben Werbung und mangelnden Funktionen überwiegt jedoch ein anderer Grund deutlich: Sehr oft werden diese Apps durch neuere, noch tollere Apps ersetzt. Die „Lust auf Neues“ ist offenbar deutlich größer als die Nutzung von etwas Vertrautem.

Offenbar löscht jeder zweite Smartphone-Nutzer Apps schon nach nur einem Monat wieder. Eine Studie von Yahoo belegt, dass Smartphone-Besitzer Apps selten treu bleiben. Stattdessen scheinen sie sich mehr oder weniger ständig neue Apps herunterzuladen und sie nur kurz zu nutzen, bis sie in Vergessenheit geraten. Rund 55 Prozent der Nutzer löschen die nicht benötigten Apps dann nach circa einem Monat wieder. Circa ein Zehntel der 2.590 befragten Smartphone-Nutzer gab an, dass sie nicht benutzte Apps nach drei bis sechs Monaten wieder löschen.

Bei einigen Apps stellen Nutzer nach einiger Zeit fest, dass sie diese Funktion eigentlich gar nicht benötigen, während sie bei anderen Programmen neue Apps finden, die die gewünschte Funktion besser erledigen können. Ein dritter Grund für das Löschen von Apps ist offenbar nervige Werbung. Der überwiegend wichtigste Grund, mit rund 80 Prozent der Angaben warum Nutzer eine App löschen, ist allerdings „Langeweile“ beziehungsweise die „Lust auf etwas Neues“.

Yahoo schreibt in seiner Studie „App Lifecycle“, dass es Nachrichten-Apps wohl am öftesten erwischt. Dicht darauf folgen Shopping-Apps, Such-Apps und Unterhaltungs-Apps.

Yahoo hat außerdem untersucht warum sich Nutzer welche Apps herunterladen. Offenbar findet der Wechsel auf eine neue App zu rund 74 Prozent aufgrund von Empfehlungen, sei es von Freunden oder vom App Store selbst, statt. Außerdem stellte Yahoo fest, dass negative Bewertungen von Apps eine große Auswirkung auf das Download-Verhalten haben. Mehr als ein Drittel der Befragten (39 Prozent) gab an, dass sie keine Apps herunterladen würden, die überwiegend negative Bewertungen haben. Letzteres war zwar vorhersehbar, nun haben wir aber Schwarz auf Weiß, dass App-Bewertungen für viele Nutzer eine sehr große Rolle spielen.

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