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So wohnt die Welt - Facebook versucht Bevölkerungsdichte zu ermitteln

In einigen Ländern gibt es recht zuverlässige Zahlen zur Bevölkerungsdichte und der -Verteilung in den verschiedenen Landesteilen beziehungsweise Ballungszentren oder Ortschaften. In anderen Ländern existieren zu diesem Thema aber allenfalls grobe Schätzungen. Dabei wären zuverlässige Karten, die zeigen, wie viele Menschen wo wohnen ein großer Vorteil im Katastrophenfall oder für Infrastrukturprojekte wie eine Anbindung an das Internet.

Facebooks Connectivity Lab hat zusammen mit der Weltbank und der Columbia University Landkarten veröffentlicht, die die Bevölkerungsdichte zeigen sollen. Die Karten wurden mithilfe eines Neuralen Netzes entwickelt. Basis sind verschiedene Datensätze, darunter Satellitenaufnahmen und Zensus-Informationen, die von dem Neuralen Netz analysiert wurden. Denn es mussten unter anderem einzelne Gebäude identifiziert und die Anzahl der Bewohner pro Gebäude ermittelt werden – eine Mammutaufgabe.

Die ersten Karten, die das Connectivity Lab veröffentlicht hat, zeigen Ausschnitte von Haiti, Sri Lanka, Südafrika, Ghana und Malawi. Weitere Karten sollen in Zukunft folgen. Auf einer Webseite der Columbia University können die Landkarten angesehen und heruntergeladen werden.

Facebook will Karten zur Bevölkerungsdichte auch für eigene Zwecke verwenden

Ziel des Unterfangens ist es nicht nur eine Weltkarte mit der tatsächlichen Bevölkerungsdichte und Bevölkerungsverteilung zu erstellen. Facebook möchte die Informationen beispielsweise dazu verwenden kabellose Kommunikationsdienste in bisher vernachlässigte, allen voran ländliche, Gebiete zu bringen. Dies ist aus Sicht des Unternehmens natürlich nicht selbstlos. Denn je mehr Menschen Zugang zum Internet haben, desto größer ist die potenzielle Nutzerbasis des Sozialen Netzwerks. Und je mehr Nutzer Facebook hat, desto mehr Werbeeinnahmen kann es generieren.

Nichtsdestotrotz haben diese Karten auch einen altruistischen Mehrwehrt. Denn das Wissen um die tatsächliche weltweite Bevölkerungsdichte und -Verteilung kann für allerlei Infrastruktur-Projekte herangezogen werden oder auch im Katastrophenfall nützliche Hilfestellungen liefern.

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