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Surface Duo: Microsoft schickt Smartphone in iPad-Mini-Größe ins Rennen

Nach der offiziellen Vorstellung Ende 2019 kündigte Microsoft nun Preise sowie einen Veröffentlichungstermin für das Surface Duo an.

Es war eines der überraschendsten Produktankündigungen des vergangenen Jahres: das Microsoft Surface Duo. Anders als Samsung, Huawei oder Motorola setzt Microsoft nicht auf ein innovatives, faltbares Display. Vielmehr könnte man das Surface Duo als Evolution des Nintendo DS bezeichnen. Ähnlich wie der Gaming-Handheld aus Japan setzt Microsoft auf einen Klappmechanismus sowie zwei separate Displays, die wie eines funktionieren. Dadurch umgeht man Probleme beim Klappen sowie der Displaybeschichtung. 

Surface Duo: Weder Fisch noch Fleisch?

Ist es ein Tablet? Ist es ein Smartphone? So richtig lässt sich das Microsoft in keine Kategorie einordnen. Microsoft vermeidet fast schon penibel die beiden Bezeichnungen auf der Produktseite, die aktuell nur in englischer Sprache bereitsteht. Im aufgeklappten Zustand bietet es eine Bilddiagonale von 8,1 Zoll und ist damit in etwa so groß wie ein iPad mini. Daneben fehlen Funktionen wie NFC oder drahtloses Laden – wie bei fast allen Tablets. Dennoch ist es keines. Es ist davon auszugehen, dass „Duo“ nicht nur auf die beiden Bildschirme anspielt, sondern auch auf die Hybrid-Funktionen.

Besonders macht das Surface Duo aber auch das Scharnier. Während etwa Samsungs Galaxy Fold oder Z Flip nur einseitig zusammenklappen lassen, besitzt es ein 360-Grad-Scharnier, sodass man die Displays auch umklappen kann, um nur eines zu verwenden oder es aufzustellen. Gegen Kratzer soll Gorilla Glass schützen – ein Vorteil, den die Konkurrenz (noch?) nicht bietet.

Etwas altbacken geht es hingegen bei der Hardware zu. Zwar erscheint das Surface Duo erst am 10. September in den USA, aber bei einem Preis von 1.400 US-Dollar für 128 GB beziehungsweise 1.500 US-Dollar für 256 GB erwartet man neue Komponenten. Laut Microsoft ist lediglich der 2019er Snapdragon-855-Prozessor von Qualcomm verbaut, der von 6 GB RAM unterstützt wird, um Android 10 auszuführen. Trotz der älteren Hardware verspricht Microsoft, dass man mindestens drei große Softwareupdates ermöglicht. Damit stellt man die Unterstützung für die kommenden drei Jahre sicher. 

Was haltet ihr von Microsofts Klapp-Gerät? Lasst es uns  in den Kommentaren wissen.

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