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SWiM: Das dürfte die Zukunft der Keyboards sein

Stylus, normales Touchscreen-Keyboard, Swype, Sprachsteuerung – keine dieser Eingabemethoden ist optimal. Alle kämpfen mit dem ein oder anderen Problem. Für manche ist das Display zu klein, für andere zu groß. Bei wieder anderen muss man ständig auf das Display schauen, oder man erhält zu wenig Feedback. Ein Eingabesystem namens SWiM könnte aber all diese Probleme lösen.

Wir stehen nach all den Jahren immer noch vor einem Eingabeproblem bei Smartphones, Tablets und der Wearable Technology. Und gerade kommt mit der Virtual Reality ein neues Feld hinzu, für das es auch noch keine ideale Eingabemethode gibt. Wir haben in den letzten 15 Jahren verschiedene Hardware-Lösungen wie Trackballs, den Stylus und Touchpads aber auch verschiedene Touchscreen-Lösungen, darunter Swype, oder komplett losgelöste Methoden wie Sprachsteuerungen ausprobiert. Und so richtig optimal ist das alles noch nicht, auch wenn einiges deutlich besser funktioniert als anderes.

Forscher der schottischen Universität St. Andrews haben nun aber eine Tastatur entwickelt, die so ziemlich alle Probleme aktueller Keyboards lösen könnte. Diese Tastatur nennt sich SWiM, das steht für „Shape Writing in Motion“, und sie nutzt den Lagesensor eines Geräts. Ein Tipp auf den Touchscreen-Knopf aktiviert den Schreibmodus, ein weiterer hebt ihn wieder auf. Nach der Aktivierung kippt man einfach das Smartphone in die richtige Richtung und der Cursor läuft wie bei einem Kugellabyrinth in die entsprechende Richtung. Eine Linie, genau wie bei der Eingabemethode Swype, zeigt die einzelnen Buchstaben des Wortes nacheinander an. Ist ein Wort fertig, deaktiviert man den Schreibmodus und reaktiviert ihn für das nächste Wort mit zwei Tipps.

SWiM löst gleich mehrere Probleme herkömmlicher Tastaturen

Diese Tastatur würde zum einen das Problem des zu kleinen Displays lösen. Man muss mit seinen Fingern nicht auf einzelne Buchstaben tippen können. SWiM wäre somit für eine Smartwatch geeignet. Und ein zu großes Display, auf dem man im Prinzip mit zwei Händen schreiben muss, kann damit zu einem Einhand-Gerät werden. Und zu guter Letzt könnte sich diese Tastatur auch für die Virtual-Reality eigenen. Denn in der VR funktioniert im Wesentlichen alles über Lage-Sensoren und einige wenige Knöpfe. Einen Touchscreen mit 26 Buchstaben gibt es dort nur indirekt, indem man aus einem Controller im Endeffekt einen Laserpointer macht, mit dem man auf virtuelle Tasten deutet… das Gegenteil von intuitiv oder optimal.

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