News

Twitter: Künftig mehr Zeichen möglich - Anschluss an Konkurrenz iMessage, WhatsApp & Co.

Gerüchte gab es schon seit längerem, nun ist es offiziell, dass Twitters Geschäftsführung wechselt. Am Donnerstag gab das Management den Rücktritt von CEO Dick Costolo bekannt. Jack Dorsey, Mitbegründer des Microblogging-Dienstes, übernimmt die Geschäftsführung als Interimsmanager. Twitter hatte kurz zuvor ein Update der Direktnachrichten bekannt gegeben. Künftig soll es möglich sein, Nachrichten zu verfassen, die bis zu 1.000 Zeichen lang sind.

Twitters CEO Dick Costolo hat am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt gegeben. Bis eine Nachfolge gefunden ist, übernimmt Jack Dorsey die Geschäftsführung. Dorsey war der erste CEO des Microblogging-Dienstes. Der Wechsel der Geschäftsführung soll am 1. Juli stattfinden. Costolo wird Twitter weiterhin im Aufsichtsrat erhalten bleiben. Dorsey wird seinen Haupt-Job als CEO des Bezahl-Start-Up Square ebenfalls weiter fortführen. In einer Erklärung wird Costolo zitiert, dass es niemanden gebe, der besser dazu geeignet wäre, Twitter als Interimsmanager zu leiten. Costolo freue sich darauf, Twitter weiterhin zu unterstützen.

Kritik an Costolo

Dick Costolo war in den vergangenen Wochen zunehmend von Investoren kritisiert worden, da Twitters Wachstum an der Börse stagnierte. Vor allem der Blogeintrag mit Strategie-Vorschlägen von Chris Sacca, einem Frühphasen-Kapitalgeber, hatte für Aufsehen gesorgt. Vor rund zwei Wochen hatte Dick Costolo hingegen noch betont, dass sein Job nicht in Gefahr sei.

Update der Direktnachrichten

Kurz vor Bekanntgabe des Personalwechsels hatte das Social-Media-Portal ein Produkt-Update angekündigt. Ab Juli soll es möglich sein, längere Direktnachrichten auf Twitter zu versenden. Die bisherige Beschränkung von 140 Zeichen wird aufgehoben und durch 1.000 Zeichen ersetzt. Twitter gab bekannt, dass es in den kommenden Wochen ein exaktes Datum für das Update veröffentlichen wird. Es wird darüber spekuliert, dass Twitter durch diese Änderung die Konkurrenz zu anderen Nachrichten-Diensten, wie Apples iMessage, dem Facebook Messenger und WhatsApp, verstärken könnte.

Mehr zum Thema
zur Startseite