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Verurteilter drohte mit Löschung von Millionen iCloud-Konten

Ein Hacker ist von einem Londoner Gericht verurteilt worden, weil er Apple drohte, 319 Millionen iCloud-Konten zu löschen und die Zugangsdaten zu verkaufen. Das konnte er zwar gar nicht, verurteilt wurde er wegen des Erpressungsversuches dennoch.

Erpressen sollte man niemanden und nichts - das musste jetzt auch ein 22jähriger Londoner erfahren, der sich mit Apple angelegt hatte und 100.000 US-Dollar haben wollte. Ansonsten würde er die Accountdaten von Millionen iCloud-Konten veröffentlichen und die Inhalte löschen.

Bezahlt werden sollte der Verbrecher mit iTunes-Karten oder alternativ in einer Krypto-Währung. Vermutlich war sein Plan, die Karten anschließend zu verkaufen um so zu Geld zu kommen. Nach einem Bericht von Business Insider wurden die Lösegeldforderungen nicht erfüllt sondern vielmehr die britische National Crime Agency (NCA) informiert. Diese kam dem Möchtegern-Hacker schnell auf die Schliche.

Die Erpressung war offenbar ziemlich ungeschickt. Als "Beweis" für seine Fähigkeiten schickte der Hacker im Namen der erfundenen Gruppe "Turkish Crime Family" ein Youtube-Video an die Sicherheitsabteilung von Apple, verlangte 75.000 US-Dollar und zeigt in dem Video, wie er auf die Daten von zwei iCloud-Konten zugriff. Dann erhöhte er dem Bericht nach noch einmal seine Lösegeldforderung auf jetzt 100.000 US-Dollar und drohte mit der Löschung der  iCloud-Konten und ihrer Inhalte.

Die Polizei verriet nicht, wie sie dem Hacker auf die Schliche kamen, um andere Täter nicht zu warnen. Die Ermittler fanden keinen Beleg für einen Hack oder Hackversuch.

Der Täter bekam eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und muss zudem 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten. Außerdem darf er während seiner Bewährungszeit  elektronischen Geräte nur zu bestimmten Zeiten benutzen.

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