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Die 5 weitverbreitetsten Akkulade-Mythen - das können Sie getrost missachten

„Häng Dein iPhone bloß nicht über Nacht an die Steckdose“ oder „Lass die Batterie Deines iPads erstmal vollkommen entleeren, bevor Du es wieder lädst“ - diese und andere Ratschläge sind vielleicht gut gemeint, entsprechend aber nicht unbedingt der Wahrheit. Um ein für alle mal mit diesen Fehlinformationen aufzuräumen, haben wir für Sie die fünf häufigsten Akku-Lade-Mythen zusammengefasst.

1. Mythos: Über Nacht laden zerstört Akku

Viele Nutzer folgen der weitverbreiteten Meinung, der Akku gehe kaputt, wenn das iPhone über Nacht an der Steckdose hängt. Doch: Wer immer daran glaubt, unterschätzt die im iPhone verbaute Technik.

Das Smartphone heißt nicht umsonst Smartphone, denn es weiß genau, wann der Akku voll ist und schaltet dann auf Durchzug. Mit anderen Worten: Das iPhone ist so programmiert, dass der Strom aus der Steckdose nicht mehr in den Akku fließt.

2. Mythos: Ruhepause bringt nichts

Wie wir selbst benötigen auch eine Maschine und der damit verbundene Akku eine Ruhepause – bei der iPhone-Batterie ist das nicht anders.

Schalten Sie das Gerät über Nacht aus, denn diese Ruhepause leert nicht nur den Arbeitsspeicher und sorgt somit für ein flüssigeres Arbeiten, sondern verlängert langfristig auch die Batterielebensdauer.

3. Mythos: Erst vollkommen entladen, dann aufladen

Viele Nutzer lassen den Akku ihres iPhones gegen Null Prozent laufen, bevor Sie es wieder ans Netz hängen. Dass diese Vorgehensweise den Akku schont, läuft ebenfalls auf einen Mythos hinaus – wenigstens bei den aktuellen Akkus. Während es genau genommen nur etwas bei den nicht mehr gängigen NiMH-Modellen gebracht hat, ist das bei den mittlerweile nahezu ausschließlich verbauten Lithium-Ionen- oder Polymer-Akkus nicht mehr notwendig beziehungsweise bewirkt eigentlich genau das Gegenteil.

Die Belastung, sowohl thermisch als auch mechanisch, ist bei diesen Akkus am größten, sobald sie unter rund 30 Prozent Restkapazität fallen, erklärte ein Mitarbeiter der Genius Bar von Apple. Ähnliches gilt, wenn die Kapazität über 70 Prozent liegt. Insofern sollte der Akku – sofern möglich – nicht unter 30 Prozent fallen und die 70 Prozent nicht übersteigen.

4. Mythos: Akku trainieren

Ein Mythos, der ebenfalls auf den Unterschied zwischen NiMH und den mittlerweile verbauten Li-Ionen-Akkus zurück zuführen ist, ist das häufig empfohlene Training von Batterien. Das heißt: Um die langfristig die volle Leistung aus dem Akku herauszuholen, muss man neue Geräte vor der ersten Inbetriebnahme an die Steckdose hängen – auf jeden Fall bis das entsprechend Lämpchen (meist in grüner Farbe) leuchtet oder die ersten zwölf Stunden vergangen sind.

Was bei den NiMH-Akkus tatsächlich notwendig war beziehungsweise zum gewünschten Effekt geführt hat, können Sie sich bei den Li-Ionen-Akkus sparen. Hier regelt beziehungsweise beendet die in den Smartphones und Tablets enthaltene Elektronik den Ladevorgang. Und da Li-Ionen-Akkus auch nicht mehr dem Memory-Effekt ausgesetzt sind, müssen sie folglich auch nicht mehr trainiert oder konditioniert werden.

5. Mythos: Finger weg von Dritthersteller-Zubehör

Bei jedem Gerät, egal ob iPhone, iPad oder Mac, liegt ein Ladegerät bei – wie sollte man auch ansonsten die Batterie laden. Häufig – und wir kennen das aus eigener Erfahrung – geben Ladegeräte jedoch ihren Geist auf bevor der Akku unbrauchbar wird. Sicherlich, man sich ein Originalladegerät zulegen, doch diese sind in der Regel teurer.

Alternativ kann man auch zu Drittherstellerzubehör greifen, worüber es allerdings immer wieder heißt, es schade dem Akku. Das ist Quatsch. Wenn Ihr also beispielsweise ein Ladegerät von Belkin, equinux oder Goobay verwendet, passiert nichts, denn die Hersteller haben langjährige Erfahrung in der Fabrikation von entsprechendem Zubehör. Die Finger sollte man allerdings von Billig-Zubehör aus Fernost, wie China, lassen, denn hier kam es immer wieder zu technischen Schwierigkeiten, die zuletzt in Explosionen und anderen Unfällen resultierten.

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