Ratgeber

Haustierfotografie: Auf die richtige Kameraeinstellung kommt es an

Haustiere zu fotografieren ist eine ganz besonders schöne Herausforderung! Profifotografin Perdita Petzl erklärt Ihnen, worauf Sie dabei achten sollten und welche Kameraeinstellungen sich eignen.

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Haustiere fotografieren

Die besten Freunde des Menschen können ganz unterschiedliche Vierbeiner sein: Egal ob Hund, Katze, Kaninchen oder Pferd – Tiere zu fotografieren ist oft gar nicht so einfach. Haustiere haben nun mal ihren eigenen Kopf, darum sind Fotograf*innen umso mehr gefragt, wenn es darum geht, Vierbeiner attraktiv abzulichten und ihren Charakter in Bildern festzuhalten.

Interesse wecken

In der Tierfotografie ist Geduld generell das A und O. Auch wenn nicht alles auf Anhieb klappt, ist es ratsam, ruhig und konzentriert zu bleiben. Für ansprechende Fotos ist es besonders wichtig, dass Ihr Model interessiert und wach schaut. Ein Pferd mit schlaff zur Seite hängenden Ohren oder ein Hund, der gelangweilt in der Wiese liegt, sind nicht besonders fotogen. Versuchen Sie also unbedingt, die Aufmerksamkeit Ihres vierbeinigen Models zu bekommen – bei Hunden oder Pferden reicht dafür oft schon ein kurzes Rascheln!

Denken Sie auch daran, die Fotos aus der passenden Perspektive, etwa auf Augenhöhe, aufzunehmen, so wirkt das Tier besonders stolz und erhaben. Haben Sie ein Pferd vor der Kamera, kann das bedeuten, dass Sie sich zumindest auf den Boden setzen müssen, bei einem Dackel oder einer Katze sollten Sie sich in die Wiese legen. Überlegen Sie sich schon vor der Aufnahme, wie Ihr Hintergrund aussehen soll, damit Ihr tierisches Motiv toll zur Geltung kommt.

Bewegung festhalten

Tiere in Bewegung sind immer ein lohnendes Motiv. Allerdings braucht es etwas Geschick und die richtigen Kameraeinstellungen, um knackscharfe Bewegungsfotos zu erhalten. Damit die Fotos nicht unscharf werden, braucht es auf jeden Fall eine kurze Belichtungszeit von mindestens 1/1000 Sekunde, während bei unbewegten Bildern – je nach Brennweite – 1/250 Sekunde oft ausreichend ist. Wählen Sie für Action-Fotos unbedingt den Serienbildmodus und stellen Sie den Fokuspunkt auf ein Einzelmessfeld, um gezielt arbeiten zu können. Ich empfehle, für Bewegungsfotos mit AI Servo AF bei Canon bzw. AF-C bei Nikon zu wählen und ein lichtstarkes Telezoom wie zum Beispiel ein 70-200mm f/2,8 oder ein 300mm f/2,8 zu verwenden.

Pausen machen

Das Wohl des Tieres steht immer an erster Stelle, denken Sie darum beim Shooting auch unbedingt daran, Pausen einzuplanen. Modell zu stehen oder für die Kamera auf und ab zu laufen verlangt den Vierbeinern nämlich einiges ab. Und auch Leckerbissen dürfen als Belohnung natürlich nie fehlen. So steht einem erfolgreichen Shooting nichts mehr im Wege.

DIE FOTOGRAFIN

Perdita Petzl lebt in Österreich und ist schon seit ihrer Kindheit gerne in der Natur unterwegs. 2010 begann sie zu fotografieren. Als Autodidaktin konnte sie Erfolge in internationalen Fotowettbewerben erreichen. Im Jahr 2017 machte Petzl schließlich ihr Hobby zum Beruf. Neben Vorträgen und Auftragsarbeiten bietet sie Workshops an. Petzl ist unter anderem für ihre farbenfrohen Makrofotos mit malerischem Bokeh sowie für ihre Aufnahmen von Zieseln und Feldhamstern bekannt.

www.perditapetzl.at

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JETZT ONLINE WORKSHOP BUCHEN

Perdita Petzl bietet Fotoworkshops in Österreich (z. B. Wien) an. Der Themen-Bogen ist dabei weit gespannt: In der Wildlife-Fotografie können die Workshop-Teilnehmer*innen ebenso seltene wie entzückende Europäische Ziesel oder Feldhamster aus nächster Nähe erleben. Aber auch Rehe, Murmeltiere, Steinböcke, eindrucksvolle Klammen, Berglandschaften und Gletscher stehen im Rahmen diverser Workshops auf dem Programm.

Zeitig im Jahr gibt es die Möglichkeit, unter Perditas Anleitung Frühblüher wie Küchenschelle und Leberblümchen in zauberhaften Bildern festzuhalten, im Frühling lernen die Workshopteilnehmer*innen, Schmetterlinge mit ungewöhnlichem Bokeh und Pastellfarben aufzunehmen. Zudem gibt es für Hundeliebhaber*innen Workshops, um in die Porträt und Actionfotografie hineinzuschnuppern. Den Abschluss des Workshopjahres bildet schließlich die kreative Fotografie im Herbstwald.

www.perditapetzl.at

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