Ratgeber

Das ist iOS 14: Der große Guide zum neuen iPhone-Betriebssystem

Wie schon bei macOS 11 Big Sur hat sich Apple auch beim neuen Betriebssystem für das iPhone viele Gedanken dazu gemacht, wie man dessen Benutzung vereinfachen könnte.

Das iPhone-Betriebssystem iOS (ehemals und vielleicht bald wieder: iPhoneOS) hat in seiner Geschichte so manch denk- und merkwürdige Designentscheidung mitmachen dürfen und müssen. Natürlich war hier auch der Druck, das System weiterzuentwickeln deutlich höher als etwa bei macOS. Apple verkauft seit Jahren in jedem Quartal vielfach mehr iPhones als Macs. Und die Menschen, an die sie diese Smartphones verkaufen, ersetzen sie schneller durch neue Modelle, als sie es bei einem Laptop oder gar einem Desktoprechner tun würden. Da müssen entsprechend häufiger signifikante Änderungen her, damit das iPhone nicht langweilig wird.

In Sachen Design herrscht dabei weitestgehend Stillstand. Mit dem iPhone SE hat Apple erst im Frühjahr ein weiteres iPhone auf den Markt gebracht, das auf den ersten Blick nicht vom iPhone 6 aus dem Jahr 2014 zu unterscheiden ist. Und selbst die Top-Modelle der vergangenen Jahre – iPhone X, iPhone XS, iPhone 11 und iPhone 11 Pro – erinnern ob ihrer äußeren Form stark an eben jenes Smartphone von 2014 – selbst, wenn inzwischen die Home-Taste durch die Gesichtserkennung Face ID ersetzt wurde.

Das soll aber gar kein Vorwurf sein. Vielleicht ist das iPhone (und eigentlich sogar das Smartphone allgemein, weil sich auch die Modelle anderer Hersteller oft am iPhone-Design orientieren) auch einfach fertig, die perfekte Form gefunden. Seit Jahren schon beschweren sich keine Heerscharen von Menschen mehr über „ständig“ zerbrechende Frontverglasung und verkratzte Rücken. Das wird auch daran liegen, dass für die meisten Menschen das Design ihres Smartphones in Wahrheit egal ist; das Telefon verschwindet ohnehin nur Sekunden nach dem Auspacken in einer Hülle und wart ab dann nicht mehr gesehen.

Dann aber, wenn die Designaspekte eines Geräts (zumal eines Geräts, das man so häufig benutzt wie eben ein Smartphone) abseits des Marketings eine immer geringere Rolle spielen, muss die Software den Unterschied machen.

Apple hat das schon lange erkannt. Natürlich feiert man bei der alljährlichen Präsentation des jeweils neuen iPhone weiterhin auch regelmäßig dessen Design von Neuem. Und das mit Recht, schließlich macht Apple sich hier ja Jahr für jahr  zahlreiche Gedanken, wie man das iPhone etwa noch stabiler bekommt, und weiß auch in jedem Jahr neue Erfolge zu vermelden. Der Löwenanteil der Show dreht sich allerdings um die Software. Die entscheidenden Fragen sind dabei: Was kann sie und wie sieht sie aus?

Von der Not, sich unterscheiden zu müssen

Designtechnisch ist der letzte große Wurf Apples mit Blick auf die iPhone-Software schon lange her. Mit iOS 7 warf man zuletzt 2013 alles über den Haufen und erfand praktisch jedes virtuelle Zahnrad neu.

Langfristig hat sich diese Entscheidung bezahlt gemacht. iOS zehrt bis heute von der damals eingeschlagenen Marschrichtung – von iOS 8 bis zur Version 13 waren nicht ohne Grund nur Ausbesserungen und Optimierungen nötig. Nur, wer genauer hinsieht, merkt, dass so manches Konzept von damals heute nicht mehr funktioniert. Ein Blick in die „Einstellungen“ etwa offenbart, dass selbst Apple nicht mehr zu wissen scheint, wie eigene Anwendungen dort gruppiert und angeordnet werden sollen, geschweige denn die der zahllosen weiteren Apps.

Mit iOS 14 schickt sich Apple an, zu lange geltende Dogmen über Bord zu werfen und sich etwa für die Idee von „Widgets“ (kleinen Programm-Ablegern also, die direkt auf dem Home-Bildschirm platziert werden) zu öffnen.

Aber auch an vielen anderen Stellen bricht Apple mit Designentscheidungen, die teilweise schon seit dem allerersten iPhone-Betriebssystem iPhoneOS 1 von 2007 Bestand hatten. Etwa, dass das iPhone eben in erster Linie ein Telefon sei, weshalb die Signalisierung eingehender Anrufe den gesamten Bildschirm einzunehmen hat. Diese lassen sich jetzt als einfacher Banner darstellen, wie man es auch von sonstigen Push-Mitteilungen her kennt.

Im selben Atemzug hat Apple auch Siri eine Schlankheitskur verpasst. Der digitale Assistent nimmt ebenfalls nach seiner Aktivierung nicht länger den vollen Bildschirm ein, sondern wird mit iOS 14 zu einem bunten Ball am unteren Bildschirmrand, nicht unähnlich der Animation auf dem HomePod-Display.

Auch hilft Apple iPhone-Nutzern nun dabei, etwas mehr Ordnung in das App-Chaos auf dem iPhone zu bringen, das schnell entsteht, wenn man sich gern im App Store tummelt und vieles ausprobiert. Na klar, man kann mehrere Apps schon länger in Ordnern zusammenfassen. Nun aber kann man sie komplett vom Home-Bildschirm entfernen, ohne sie zu löschen. Sie werden dann in das „App-Mediathek“ getaufte Exil verbannt, zu dem wir später noch kommen.

Als Anwender merkt man iOS 14 deutlich an, dass man sich bei Apple diesmal weniger darum gesorgt hat, wie man dieses und jenes neue Feature noch in das bestehende Korsett gepresst bekommt. Stattdessen hat man offenbar versucht, das iPhone wieder mehr aus Nutzersicht zu betrachten. Das Resultat dieses Prozesses dürfte die eine oder andere schmerzhafte Erkenntnis darüber gewesen sein, was einer Änderung bedarf. Und die Konsequenz daraus war nicht kollektives Wegschauen, sondern ambitioniertes Anpacken.

Widgets könnten alles ändern

Die Mini-Apps, die direkt in den Home-Bildschirm integriert werden können, scheiden die Geister; auch hier in der Redaktion. Wo die einen sagenhafte Mehrwerte sehen, erblicken die anderen nur Chaos. Die Wahrheit wird, wie so oft, irgendwo in der Mitte liegen. Fakt ist, dass sich Widgets auf Android-Smartphones seit vielen Jahren großer Beliebtheit erfreuen. Apple erfindet hier also nichts neu, sondern baut lediglich nach.

Trotzdem ist der Schritt bemerkenswert, erlaubt er iPhone-Besitzern doch erstmals, so etwas wie Kontrolle über den Aufbau es Home-Bildschirms zu übernehmen und die Gestaltung ernsthaft zu individualisieren. Denn die iPhone-Widgets, die es bislang gab, ließen sich lediglich auf dem „Heute“-Bildschirm platzieren. Diesen erreichst du, wenn du auf dem Sperrbildschirm von links nach rechts wischt oder vom ersten Home-Bildschirm aus noch weiter nach rechts wischt.

Die Chancen stehen indes gar nicht schlecht, dass du den „Heute“-Bildschirm nach der Lektüre dieses Absatzes zum ersten Mal seit Tagen oder Wochen aufrufst, was dann auch schon alles über die Bedeutung und Wertigkeit von Widgets bis zum Release von iOS14 sagt.

Mit iOS 14 stehen frei platzierbare Widgets in drei verschiedenen Größen zur Verfügung, die den Raum von 2 mal 2, 2 mal 4 oder 4 mal 4 App-Icons einnehmen. Zum Home-Bildschirm hinzufügen kannst du sie, indem du deinen Finger auf eine freie Fläche des Bildschirms hältst, bis die App-Icons zu tanzen beginnen und in der oberen linken Ecke des Displays ein „+“ erscheint. Das Antippen dieses Pluszeichens bringt dich zur Widget-Auswahl.

Von Haus aus bietet Apple bereits eine ganze Reihe Widgets, etwa für Wetter, Kalender, Karten, Fitness, Fotos, Erinnerungen und vieles mehr, an. App-Entwickler werden dieses Angebot noch erweitern.

Interessant sind die „Stapel“, die Apple implementiert hat. So kann man mehrere auf dem Home-Bildschirm abgelegte Widgets aufeinander ziehen, um sie dann mit einer Wischgeste durchzublättern – mit dem Ergebnis, dass sie gemeinsam nur den Platz eines Widgets belegen.

Zusätzlich existiert ein „Smart-Stapel“. Darunter subsumiert das iPhone eigenständig und basierend auf dem individuellen Nutzungsverhalten, welche Widgets man wohl brauchen könnte. Dabei versucht das iPhone alsdann auch das jeweils „korrekte“ Widget zur richtigen Zeit anzuzeigen – also etwa morgens die Nachrichten, tagsüber den Kalender und abends Podcasts.

Mehr Platz auf dem Home-Bildschirm

Wenn es dir auch nur ein bisschen so geht wie uns, dann hast auch du gleich mehrere Apps auf dem iPhone, die du so gut wie fast nie benutzt, die du aber trotzdem nicht löschst,, weil du immer das Gefühl hast, sie ja irgendwann mal brauchen zu können. Beispiele gefällig? Die Datenspende-App des RKI. Shazam. Die Warn-Apps Nina und Katwarn. Und dir fallen bestimmt noch weitere ein.

All diese Apps kannst du jetzt endlich vom Home-Bildschirm entfernen und sie trotzdem installiert lassen. Dazu hältst du das jeweilige App-Icon einfach gedrückt, bis ein Menü erscheint, dessen erster Eintrag „App entfernen“ lautet. Wählst du diesen Eintrag, kannst du danach entscheiden, ob du die App löschen oder in die neu geschaffene App-Mediathek bewegen möchtest. Du findest sie ganz rechts auf deinem iPhone, also wenn du vom letzten Home-Bildschirm aus noch ein weiteres Mal nach links wischst.

Dort gruppiert das iPhone von sich aus alle installierten Apps in Ordner. Etwa „Zuletzt hinzugefügt“ für frisch installierte Programme oder „Vorschläge“ für Apps, die du genau jetzt vielleicht benötigen könntest. Alle weiteren Ordner sind nach App-Store-Kategorien benannt oder an sie angelehnt, wie zu Beispiel „Soziale Netze“ oder „Produktivität & Finanzen“. Eine praktische Neuerung, mit der man sich nur kurz beschäftigen muss, um für nachhaltig mehr Ordnung auf dem iPhone zu sorgen.

Die Nachrichten-App

Die eigentlich größte Neuerung in Sachen „Nachrichten“ findet ausnahmsweise gar nicht auf dem iPhone statt. Mit macOS Big Sur hievt Apple die Nachrichten-Apps für iPhone, iPad und Mac nun endlich (fast) auf Augenhöhe. Einzig auf ein paar Animoji- und Memoji-Funktionen muss man am Mac noch verzichten – dem Rechner fehlt schlicht das dafür benötigte Kamerasystem.

Apple führt in diesem Jahr gleich mehrere überaus sinnvolle Nachrichten-Funktionen ein oder verbessert bestehende drastisch. In die letztgenannte Kategorie fällt unter anderem die Suche, die ihrem Namen bislang nur an wirklich sehr guten Tagen gerecht werden konnte. Mit der neuen Version der App funktioniert sie zügig und liefert vor allem relevante Ergebnisse, gruppiert in Begriffe in Textnachrichten, passende Links aus Konversationen und verschickte oder empfangene Bilder aus dem Kontext.

Ein weiterer Segen ist, dass man Konversationen mit Personen oder Gruppen, die besonders wichtig sind, nun oben in der Liste der laufenden Chats anpinnen darf und sie so im Schnellzugriff hat. Apple lässt das für bis zu neun Gespräche zu. Wohl auch, weil die Funktion bei noch mehr als wichtig markierten Konversationen ihren Sinn einbüßt – wenn alles wichtig ist, ist nichts mehr wirklich wichtig.

In Sachen Gruppenchats holt Apple im Wesentlichen zu den Konkurrenten Whatsapp, Wechat oder Telegram auf und bietet jetzt etwa die Möglichkeit, ein Gruppenbild zu vergeben oder sich beim Schreiben eigener Nachrichten direkt auf vorangegangene zu beziehen. Dabei macht Nachrichten für unseren Geschmack deutlich sinnvoller, da nachvollziehbarer grafisch klar, worauf genau sich eine Nachricht bezieht.

Nett ist und längst überfällig war die Möglichkeit, Personen in einem Gruppenchat direkt zu adressieren. Dies funktioniert nun so, wie man es von Twitter, Instagram, Facebook und eigentlich überall sonst her auch kennt, nämlich mit einem vorangestellten „@“-Zeichen. Bei sehr aktiven Gruppen kann dies auch ein wirkungsvoller Filter sein: Man stellt einfach ein, dass man über Nachrichten in dieser Gruppe nur dann benachrichtigt werden möchte, wenn man namentlich erwähnt wird.

Natürlich darf auch ein Update für die Memojis nicht fehlen. Wer Spaß daran hat, seine eigenen Avatare basteln, kann dies nun mit noch mehr Frisuren, Kopfbedeckungen, Masken und weiteren Alterungsstufen tun.

Besser navigieren mit Karten

Man muss Apple zugestehen, dass man mit aller Macht versucht, zum Branchenprimus Google Maps aufzuschließen. In vielen Belangen ist der Weg allerdings noch weit; besonders beim Auffinden und Anzeigen von Geschäften, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten etwa.

Gelingen soll die Aufholjagd nun unter anderem mit sogenannten „Guides“. Diese präsentieren – unter anderem in Zusammenarbeit dem Reiseführer-Anbieter Lonely Planet – Orte, die man in einer Stadt gesehen haben „muss“. Diese Guides kannst du auf dem iPhone sichern und sogar eigene anlegen und sie mit Freunden teilen.

Das größte Problem von „Karten“ allerdings bleibt, dass viele praktische Funktionen (die andere Apps teilweise schon längst anbieten) nur an sehr ausgewählten Orten verfügbar sind. Die neuen detaillierteren Karten? Gibt’s bislang nur in den USA und ein paar weiteren Ländern. Eine Verkehrsführung für Radfahrer? Ist jetzt mit an Bord und sieht sogar super nützlich aus – wenn du zufällig in New York, Los Angeles, San Francisco, Shanghai, Peking oder einer Handvoll weiterer Städte lebst.

Ähnlich steht es um das Navigations-Update für Fahrer eines E-Autos_ Hier kann Maps jetzt automatisch Lade-Stopps entlang der Route einplanen. Deutsche E-Mobilisten werden davon aber in absehbarer Zeit wahrscheinlich nichts haben.

Schick (und weltweit verfügbar) ist jedoch die Erweiterung der Funktion zum Teilen der Ankunftszeit: Hier kannst du nun der Reisefortschritt auch live auf der Karte verfolgen – in etwa so, wie du es schon seit Jahren von Diensten wie Glympse kennst.

Interessant ist, dass selbst Apples deutsche Infoseite zu iOS 14 auf die Integration eines Blitzerwarners hinweist: „Karten informiert dich, wenn du dich Radarkontrollen und Blitzern an Ampeln entlang deiner Route näherst. Du kannst auf der Karte sehen, wo einzelne Kameras stehen.“ Interessant ist das, weil diese Funktion im deutschen Straßenverkehr grundsätzlich untersagt ist und wir folgerichtig in allen Betaversionen nichts davon sehen konnten – weder in Schleswig-Holstein noch in Hamburg oder Niedersachsen.

Das iPhone wird polyglott

Nein, keine Chance: Das Verfassen von mehrsprachigen Texten bringt das iPhone auch mit iOS 14 noch immer hin und wieder aus dem Tritt. Aber dafür liefert iOS 14 jetzt ein weiteres Feature auf Systemebene nach, auf das Google mit der App „Google Übersetzer“ bislang eine Art Monopol hatte. Zwar gibt es schon länger Alternativen, von denen aber keine Google das Wasser reichen kann.

Apple kopiert dabei allerdings nicht alle Funktionen der Vorlage: Das Erkennen von Texten durch die Kamera und eine damit einhergehende unmittelbare Übersetzung ist bislang weder implementiert noch vorgesehen. Das, was die App kann, macht sie jedoch hervorragend!

Dabei bietet sie drei Kernfunktionen: das Übersetzen eines per Sprache eingegebenen Textes, das gleiche für getippte Texte und einen Konversationsmodus. Während die ersten beiden selbsterklärend sind, ist der Konversationsmodus etwas erklärungsbedürftig. Um ihn zu aktivieren, musst du dein iPhone in den Horizontalmodus drehen. Daraufhin wird der Bildschirm mittig geteilt. Mithilfe eines Mikrofon-Buttons lassen sich nun Spracheingaben tätig, um sie recht zügig in eine andere Sprache zu übersetzen. So können zwei Menschen, die keine gemeinsame Sprache beherrschen, schnell und unkompliziert ein Gespräch führen.

Unsere Fremdsprachenkenntnisse erstrecken sich leider nicht auf Russisch oder Chinesisch, für die von uns ausprobierten europäischen Sprachen klappt das Prozedere allerdings bereits ziemlich gut. Feinheiten der jeweiligen Muttersprache gehen zwar schnell unter, aber die Kernbotschaft lässt sich in den allermeisten Fällen sauber übermitteln – und letztlich geht es ja genau darum. Auch wenn das Ziel natürlich weiter Douglas Adams‘ Babelfisch bleibt.

Erwähnenswert ist, dass Apples „Übersetzen“-App auch über einen „On-Device-Mode“ verfügt. Dieser erlaubt – nach dem Download der entsprechenden Sprachpakete –, den Dienst offline zu nutzen; also ohne, dass Gesprächsinhalte in die Cloud wandern.

CarPlay

Mit der Vorstellung von CarPlay als Teil von iOS 7.1 im März 2014 traf Apple den Nagel auf den Kopf: Was die meisten Menschen wirklich wollen, sind nämlich nicht sündhaft teure „Infotainment“-Systeme in ihren Autos. Die meisten Menschen wollen einfach nur ihr Smartphone sinnvoll und vor allem sicher im Auto nutzen können; als Navigationssystem, Kommunikationszentrale und Abspielgerät für Musik, Hörbücher, Podcasts und mehr.

Auf die initiale Umsetzung der abgespeckten Benutzeroberfläche, die Grundfunktionen des iPhone auf dem ins Auto integrierten Bildschirm wiedergab, folgte allerdings lange nichts. Nur zaghaft und mit individuellen Einladungen öffnete Apple CarPlay auch für Anwendungen anderer Entwickler. Mit zu den ersten gehörte etwa die Podcast-App Overcast.

Erfreulich ist, dass Apple CarPlay zunehmend offener gestaltet. Vor allem, was die Bereiche Musikstreaming, Podcasts, Hörbücher und Navigation anbelangt, kann man mittlerweile aus einem ganzen Strauß an Anwendungen wählen. Oder mehrere parallel installieren – was insbesondere bei Hörbüchern und Podcasts leider immer mehr zur Notwendigkeit wird, weil Amazon, Spotify und Co. dafür Sorge tragen, dass die von ihnen produzierten Podcasts in aller Regel nicht frei und universell verfügbar sind.

Angenehmer ist die Situation bei den Navigations-Apps. Schließlich bieten diese alle mehr oder minder das Gleiche an – nur in anderen „Geschmacksrichtungen“, was Design und Zusatzfunktionen anbelangt.

Aber auch besondere Apps in diesem Bereich schaffen es nun vermehrt in Apples CarPlay-System. Etwa Anwendungen, die sich auf das Aufspüren freier Parkplätze oder das Finden von Ladesäulen für E-Autos spezialisiert haben. Zumindest während unserer Fahrten mit der Betaversion von iOS 14 hat sich allerdings immer wieder mal Apples Karten-App in den Vordergrund gedrängt. Wir werden weiter beobachten, ob das ein Problem des Betastadiums ist oder ob es uns länger beschäftigen wird.

Apps, die sich mit Telefonie oder dem Versand von Textnachrichten beschäftigen, stellt Apple nun neue Möglichkeiten zur Seite. Durch das Adressbuch etwa kannst du nun auch mit Wischgesten navigieren. Außerdem kann dir eine Liste der zuletzt kontaktierten Personen helfen, dich so kurz wie möglich auf das CarPlay-Display konzentrieren zu müssen.

Eine sinnlose Erweiterung von CarPlay ist in unseren Augen allerdings das Hinzufügen von Bildschirmhintergründen. Apple hat CarPlay dereinst gestartet, um die Nutzung von iPhone-Apps während der Fahrt so sicher und ablenkungsfrei wie möglich zu halten. Bildschirmhintergründe sorgen hingegen dafür, dass Apps schwerer zu erkennen sind und sorgen bei ungünstigem Sonneneinfall für teils merkwürdige Reflexionen. Wir empfehlen, weiterhin bei einem komplett schwarzen Wallpaper zu bleiben.

Das iPhone als Autoschlüssel

Auch Abseits von Navigation und Entertainment hat sich Apple Gedanken um das Auto gemacht. Zukünftig wird es möglich sein, das eigene Auto mit dem iPhone zu entriegeln. Die Authentifizierung gegenüber dem Auto erfolgt mithilfe der NFC-Schnittstelle des iPhone, die einen virtuellen Schlüssel übermittelt. Dieser residiert im „Secure Element“, also dem besonders geschützten Speicherbereich des Smartphones, in dem sich etwa auch die für Touch ID oder Face ID benötigten Daten befinden. Dieser Speicher ist nicht für andere Apps auslesbar: Darin abgelegte Daten verlassen das iPhone nie.

Das ist auch der Grund, weshalb du nach jedem Zurücksetzen des iPhone auf seine Werkseinstellung oder beim Einrichten eines neuen Geräts trotz Übernahme alter Daten aus einem Back-up oder direkt von deinem alten iPhone die Touch ID und die Face ID jedes Mal neu einrichten musst. Wer über eine Apple Watch verfügt, kann sein Auto übrigens auch damit entsperren.

Ganz so einfach ist das dann in der Praxis aber natürlich trotzdem nicht: Denn du wirst dir mit höchster Wahrscheinlichkeit erst einmal ein neues Auto kaufen müssen. Vom Start weg unterstützt Apple zwar gleich mehrere Autos etwa von BMW – allerdings nur, wenn sie nach dem 1. Juli 2020 vom Band liefen. Ähnlich wie es bei CarPlay selbst der Fall war, ist aber auch hier zu erwarten, dass die Unterstützung für Apples virtuelle Autoschlüssel bald flächendeckend Einzug halten wird.

Das glauben wir auch deshalb, weil diese Technologie diverse Komfortfunktionen über das reine Aufsperren hinaus mit sich bringt. Denn seien wir ehrlich: „Keyless Entry“, also die Möglichkeit, die Autotür kontaktlos zu öffnen, wenn sich der Schlüssel nur in der Nähe befindet, ist schon längst selbst bei günstigeren Autos Realität. Ob man nun den Schlüssel oder das iPhone nicht aus der Hosentasche zieht, macht keinen echten Unterschied.

Spannender ist das Teilen virtueller Schlüssel, an denen bestimmte Berechtigungen hängen. Möchte sich ein Freund oder eine Kollegin dein Auto leihen, so kannst du ihm oder ihr fortan einen Schlüssel per iMessage schicken, der auch nur an genau einem Tag funktioniert, wenn du diese Einschränkung festlegst. In so einem Schlüsselprofil darfst du, in Abhängigkeit vom jeweiligen Auto, auch andere Parameter setzen: beispielsweise eine Maximalgeschwindigkeit oder sogar eine Limitierung der Lautstärke des Soundsystems. Die Funktion kann also nicht nur bei der Weitergabe des Autos im privaten Umfeld interessant sein, sondern zum Beispiel auch für Autovermietungen, die einen günstigeren Tarif anbieten wollen, wenn sich das Auto dafür auf 120 Kilometer pro Stunde „drosseln“ lässt.

Magie für die AirPods

Ein vollkommen unverhofftes Update erfahren im Zuge der iOS-Aktualisierung auch die AirPods und AirPods Pro. „Even more magic“, noch mehr Magie, wolle man den hauseigenen Ohrhörern bescheren, wie Apple es in gewohnt zurückhaltender Weise formuliert. Wobei: Diesmal ist das gar keine ganz so große Übertreibung. Zumindest dann nicht, wenn man den Wortlaut des „dritten Gesetzes“ des britischen Sci-Fi-Autors Arthur C. Clarke Im Ihr hat: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden“.

Mit iOS 14 und dem zugehörigen Softwareupdate für die AirPods liefert Apple nämlich das automatische Wechseln von Geräten nach. Die AirPods sollen nun erkennen, an welchem seiner Apple-Geräte man sie aktuell benötigt und dann die Bluetooth-Verbindung entsprechend umschwenken – eine Funktion, die wir uns schon lange wünschen.

Etwa für folgenden Fall: Man sitzt am Schreibtisch und lässt sich durch die AirPods mit vom Mac abgespielter Musik berieseln. Dann klingelt das iPhone. Wie gut wäre es, wenn man jetzt das Gespräch einfach direkt auf den AirPods annehmen könnte? Genau.

Der automatische Wechsel zwischen Geräten soll mit allen Kopfhörern, die über einen H1-Chip verfügen, funktionieren. Neben den AirPods der zweiten Generation sind das beispielsweise auch die AirPods Pro und die Powerbeats Pro der Apple-Tochter Beats by Dre.

Ein weiteres Update betrifft wiederum ausschließlich die AirPods Pro. Mit ihnen will Apple nun „Spatial Audio“, räumlichen Klang, ermöglichen. Die AirPods Pro bekommen mit, wie man den Kopf in Relation zum abspielenden Gerät bewegt und passen den Klang entsprechend an, sodass der Sound etwa bei der Wiedergabe eines Films immer aus der richtigen Richtung kommt.

Daran angeschlossen veröffentlicht Apple die „AirPods Pro Motion“-Schnittstelle, von der zu erwarten ist, dass sie schon bald in vielen Spiel- und Fitness-Apps Anwendung findet.

„Wo ist?“ ist jetzt überall

Eine weitere Apple-App, über deren Namen man vortrefflich streiten kann, ist „Wo ist?“. Zumindest für uns, die wir regelmäßig über Apples Anwendungen schreiben, sind Namen wie „Musik“, „TV“ oder „Nachrichten“ oftmals echte Stolpersteine. Den Namen „Wo ist?“ finden viele schlicht bescheuert. Man darf den Namen aber auch für eine gelungene Übersetzung des englischen Originals „Find my“ halten, weil er die richtige Frage stellt.

Den Namen gibt es schon länger, neu ist eine ziemlich geniale Funktion. Schon in den Vorgängerversionen konnte man eigene Geräte als verloren melden und sich ihren Standort auf einer Karte ansehen, um ihnen nachspüren zu können. Dafür musste das Gerät bislang aber immer über eine Internetverbindung verfügen, mit der es sich beim iCloud-Server „melden“ konnte. Inzwischen gibt es Hunderte Millionen von Apple-Geräten, die genau so operieren. Das macht Apple sich jetzt für eine Erweiterung des Dienstes zunutze.

Wenn ein Gerät „weiß“, dass es verloren gegangen  ist (dafür muss es weiterhin zumindest einmalig mit dem Internet verbunden sein), aber aktuell offline ist, sendet es in regelmäßigen Abständen eine Art „SOS-Signal“ per Bluetooth aus. Dieses lässt sich von anderen Apple-Geräten, auch denen fremder Personen, detektieren, um seinen Standort via Internet weiterzuleiten. Die suchende Person kann sich dann zumindest den ungefähren Standort auf einer Karte anzeigen lassen.

Der ganze Prozess funktioniert natürlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt und anonym. Du bekommst es nicht einmal mit, dass du gerade an einem verlorenen MacBook vorbeigelaufen bist und dein iPhone diesen Fund gemeldet hat. Auch dein Mobilfunk-Datenvolumen wird durch diese Aktion praktisch nicht belastet. Erstens sind die zu übermittelnden Datenpakete verschwindend klein und zweitens übermittelt Apple sie dann an den Server, wenn dein iPhone ohnehin gerade mit der iCloud kommuniziert.

Dieses System will Apple auch für andere öffnen – und macht damit vielleicht auch Schluss mit Gerüchten um die sogenannten AirTags. Diese sollen ein Konkurrenzprodukt etwa zu den Geräten von Tile sein. Dabei handelt es sich um kleine, batteriebetriebene Chips, die man sich zum Beispiel an den Schlüsselbund hängt. Mithilfe der Tile-App kann man so verlorene Gegenstände wiederfinden oder sich informieren lassen, wenn man sich von ihnen entfernt – also wenn man potenziell gerade dabei ist, diesen Gegenstand zu verlieren.

Tile ist inzwischen Kooperationen mit anderen Herstellen eingegangen. So gibt es beispielsweise Kopfhörer von Sennheiser, die einen Tile-Chip bereits integriert haben. Seit mittlerweile mehreren Jahren hält sich das Gerücht, dass Apple hier mit den AirTags eine eigene Lösung an den Start bringen könnte.

Nun aber können nicht nur Kopfhörer-, sondern auch Kamera- und andere Hersteller ihre Geräte direkt für „Wo ist?“ registrieren. Natürlich werden sie dafür unter Umständen einen gesonderten oder zumindest einen von Apple zertifizierten Chip verwenden müssen – und somit ganz bestimmt auch Lizenzgebühren entrichten dürfen. Eigene AirTags von Apple könnten so obsolet werden – insbesondere dann, wenn Apple es auch noch schafft, eine Partnerschaft mit etwa Tile zu schließen, damit sich auch nicht-elektronische Dinge wie der Schlüsselbund oder das Portemonnaie auf einen Schlag von „Wo ist?“ mithilfe des iPhone wiederfinden lassen.

Allerdings wäre Apple nicht Apple, wenn diese neue Offenheit in mehr als eine Richtung gelten würde. So findet sich in den Spezifikationen zum „Find My Network Accessory“ eine Passage, die klar zu verstehen gibt: Wer bei „Find My“ mitmacht, darf nicht parallel noch an anderen „Finder Networks“ partizipieren – my way or the Highway. Ob sich Hersteller auf diesen Knebel einlassen, bleibt abzuwarten.

Mini-Wegwerf-Apps

Mit „App Clips“ löst Apple ein Problem, von dem viele vermutlich gar nicht wussten, dass sie es haben: Es ist zu aufwändig, Apps herunterzuladen. App Clips sind praktisch kleine Versatzstücke aus größeren, komplexeren Apps, die sich nur für eine spezielle Aufgabe verwenden lassen. Apple denkt dabei etwa an das Ausleihen von E-Rollern oder das Bestellen in Restaurants. App Clips lassen sich ad-hoc aus dem Netz laden, wenn du einen entsprechenden QR-Code scannst oder ein zugehöriges NFC-Tag mit dem iPhone ausliest. Ein App Clip landet dabei nicht auf dem Home-Bildschirm des iPhones und bleibt nur so lange nutzbar, wie du ihn wirklich brauchst.

Apple stellt hier eine Technologie zur Verfügung, mit der das Unternehmen selbst wohl nicht viel anfangen können. Der Erfolg von App Clips hängt davon ab, ob andere Serviceanbieter darin einen hinreichend großen Mehrwert erkennen und auf den Zug aufspringen, obwohl diese Technologie nur auf Apple-Geräten nutzbar ist. Wir sind gespannt, ob und was sich daraus ergeben wird.

Privatsphäre

Immer weiter schraubt Apple am Thema der Datensicherheit und dem Schutz der Privatsphäre seiner Kunden. Das ändert sich auch mit iOS 14 nicht. Und so kann das neue iPhone-Betriebssystem gleich mit einer ganzen Reihe von Verbesserungen auf diesem Terrain aufwarten.

Im App Store müssen Entwickler nun eine Art Checkliste zur Verfügung stellen, aus der für alle Nutzer ersichtlich ist, welche Daten eine App erhebt und wofür sie sie  verwendet. Und weil Kontrolle im Zweifel besser als Vertrauen ist, zeigt das iPhone seinem Nutzer nun in Form eines kleinen farbigen Lämpchens in der oberen rechten Bildschirmecke, wann immer eine App auf die Kamera oder das Mikrofon zugreift.

Praktisch ist, dass man nun den Zugriff einzelner Apps auf Fotos einschränken kann. So musst du dich nicht länger entscheiden, ob eine Anwendung auf alle oder gar keine Bilder zugreifen darf, sondern kannst gezielt Fotos auswählen, die du der App bereitstellen möchtest.

Die Kamera-App

Mit iOS 14 kannst du erstmals Apples Standard-Apps durch andere ersetzen. Zugegeben: Das gilt nicht für alle Anwendungen, sondern zunächst nur für sehr ausgewählte wie Mail oder den Webbrowser Safari. Die Kamera-App gehört jedenfalls nicht dazu. Dafür spendiert Apple ihr ein paar Verbesserungen.

Vor allem ist es Apples Entwicklern gelungen, „Kamera“ schneller zu machen. So ließ die Dauer zwischen zwei Auslösungen laut Unternehmensangaben um 90 Prozent beschleunigen und die Zeit vom Öffnen der App bis zur ersten Auslösung immerhin noch um 25 Prozent. Zudem kann man nun die Videoauflösung ebenso wie die Bildwiederholrate direkt in der App, also ohne den Umweg über die Einstellungen, ändern.

Gesünder schlafen

Viele Apps und Gadgets, die einen gesünderen Schlaf versprechen, flunkern dabei zumindest gehörig, weil sie eigentlich nur das jeweils aktuelle Schlafverhalten protokollieren. Das hat das iPhone in Verbindung mit einer Apple Watch und watchOS 7 nun auch im Angebot. Aber es kann auch wirklich dabei helfen, einen gesünderen Schlaf zu finden.

Zum einen macht die Health-App auf Wunsch sogar aus dem Schlafen einen Sport, weil man sich nun selbst Schlafziele, und somit eine Mindestanzahl schlafend verbrachter Stunden, auferlegen kann. Das iPhone trackt dein Schlafverhalten dabei, so gut es dies eben kann – also basierend auf dem Nutzungsverhalten. Präzisere Ergebnisse erfordern die Verwendung einer Apple Watch.

Viel interessanter ist aber, dass du einen Schlafplan hinterlegen kann, in dem du definierst, wann du grundsätzlich ins Bett gehen und wann dein iPhone dich wieder wecken soll. Näherst du dich der programmierten Zubettgehzeit, schaltet das iPhone auf Sparflamme und aktiviert etwa den „Nicht stören“-Modus. Du kannst aber auch komplexere Aktionen hinterlegen, wie etwa das Dimmen des Lichts im Zimmer, so du über eine per HomeKit steuerbare Beleuchtung verfügst.

Ist die Zubettgehzeit erreicht, schaltet das iPhone in den Schlafmodus, in dem es zum Beispiel sein Display dimmt und die Push-Benachrichtigungen deaktiviert. Das Ergebnis unseres Testlaufs mit den Betaversionen von iOS 14 ist, dass diese Funktionen tatsächlich dabei helfen können, einen (besseren) Rhythmus zu finden, was langfristig zu mehr Entspannung und Erholung beitragen kann. Ob es sich aber mit jedem Lebensentwurf in Einklang bringen lässt, sich von seinem Taschencomputer erzählen zu lassen, wann man ins Bett zu gehen hat, sei dahingestellt.

Home

Das Smarthome wird für immer mehr Menschen Realität, wobei der Begriff „smart“ oftmals eine recht leichtfertig Anwendung findet. Denn so richtig clever sind mit diversen Gadgets ausgestattete Wohnungen und Häuser nach wie vor nur sehr selten. Apple aber arbeitet offenbar weiter daran, das zu ändern und hält mit der neuen Version der Home-App vor allem für Besitzer HomeKit-kompatibler Überwachungskameras ein paar Neuigkeiten bereit.

„HomeKit Secure Video“ unterstützt nun eine Gesichtserkennung, die auf der Benennung von Personen in der „Fotos“-App beruht. Betätigt jemand deine Türklingel, kann dir das iPhone also fortan nicht mehr nur mitteilen, dass es klingelt, sondern auch, wer da gerade klingelt. Für die Zukunft können wir uns sogar darauf basierende Aktionen und Automationen vorstellen. Wir denken da etwa an eine Türklingel, die ihre Betätigung durch den nervigen Nachbarn aus dem fünften Stock einfach ignoriert. Oder eine Variante, die einen anderen Sound abspielt, wenn die Schwiegermutter um Einlass bittet.

Mit dem Update reicht Apple außerdem eine im Vergleich mit anderen Kamerasystemen bislang schmerzlich vermisste Funktion nach: Aktivitätszonen. Damit kannst du festlegen, in welchen Bereichen des Sichtfelds der Kamera die Software auf Bewegungen reagieren soll. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn du die Kamera so platzieren musst, dass der Ast eines Baumes unweigerlich ins Bild ragt und so immer mal wieder für Fehlalarm sorgt.

Rechtlich problematisch ist in Deutschland die (private) Überwachung öffentlicher Räume. Erfasst die von dir installierte Kamera auch einen Teil des Gehwegs vor deinem Haus, kannst du sie nun so konfigurieren, dass sie bei erkannten Bewegungen in diesem Teil des Bildes keine Aufzeichnung startet.

Fazit

Wenn man sich intensiver mit dem iPhone-Betriebssystem-Update auf iOS 14 befasst, stellt man schnell fest, dass Apple auch in diesem Jahr wirklich viel auf den Prüfstand gestellt, optimiert, ergänzt und verändert hat. Und dabei haben wir uns in diesem Artikel nur auf die wichtigsten Bausteine konzentriert.

Dennoch ist iOS 14 unter dem Strich ein moderates Update, was mit keiner Silbe einer negativen Wertung gleichkommen soll. Apple will offenbar in jedem Jahr Fokuspunkte setzen. Und das Brennglas ist in diesem Jahr vor allem auf macOS gerichtet, dessen neue Version 11 mit dem Namen „Big Sur“ den Grundstein für den anstehenden Wechsel von Intel- auf ARM-Prozessoren auf dem Mac legen muss.

Gemessen daran ist es wiederum fast schon erstaunlich, wie viel Neues iOS 14 dennoch zu bieten hat und dass Apple sich trotzdem an tiefgreifende Operationen wie die Implementierung von Widgets herangetraut hat.

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