Ratgeber

Kabel vs. Bluetooth: Die Vor- und Nachteile beider Kopfhörer-Verbindungsarten sowie die 5 wichtigsten Fachbegriffe erklärt

Qual der Wahl: Kauf ich mir einen kabelgebundenen Kopfhörer oder weiche ich auf eine kabellose Funkverbindung aus? Beide haben ihre Vor- und Nachteile, doch wo liegen die? Für wen eignet sich welche Verbindungsart. Und was ist eigentlich ANC oder Active Noise Cancelling? Fragen über Fragen, die wir Ihnen in unserem Kurzratgeber beantworten.

Unter Audio-Puristen gilt ganz klar: Es dürfte Funkkopfhörer, speziell Bluetooth-Kopfhörer, eigentlich überhaupt nicht geben. Zu schlecht sei die Übertragungsqualität, zu sehr würde die Reproduktion der Musik darunter leiden. In der Praxis ist das allerdings nicht so einfach zu klären.

Vorteile für kabelgebundene Geräte

Unter extrem hochwertigen Kopfhörern findet man fast ausschließlich solche mit Kabel und praktisch nie Bluetooth- Kopfhörer. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass das Kabel einen entscheidenden Vorteil hat: Es funktioniert immer gleich und ermöglicht eine immer störungsfreie Übertragung. Auch wenn beim Kauf besonders teurer Kabel oft ein gutes Stück Esoterik mitschwingt, kann man hier auch echte Fehler machen. So muss man beispielsweise auf den richtigen Stecker achten. Die meisten Smartphones verfügen über 3,4-Millimeter-Stecker, viele Stereoanlagen über 6-Millimeter-Stecker.

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Funk für mehr Freiraum

Der größte Vorteil von Funkkopfhörern liegt ganz klar auf der Hand: Man hat kein lästiges Kabel und erhält ein deutliches Plus an Bewegungsfreiheit. Heutzutage arbeiten die meisten Kopfhörer mit Bluetooth als Funk-Übertragungsstandard. Dieser war in der Audio-Branche lange verpönt, weil die Übertragungsraten nicht ausreichend waren, um mehr als einfache Sprache zu transportieren. Deshalb begann der Siegeszug von Bluetooth auch mit Freisprecheinrichtungen vor allem in Autos. Die analoge Funktechnik ist deutlich störanfälliger und deshalb kaum noch anzutreffen. Die digitale Funkübertragung bietet mittlerweile die klar bessere Audio-Qualität. Auch zu Rauschen kann es praktisch nicht kommen. Digitale Signale sind entweder „an“ oder „aus“. Entweder man hört Musik oder eben nicht. Streng genommen muss man allerdings zwischen digitalem Funk und Bluetooth unterscheiden.

Bei der digitalen Funktechnologie werden die Daten über Funkwellen von einer Sendestation an den Kopfhörer übertragen. Ein Funk-Kopfhörer funktioniert demnach grundsätzlich wie ein schnurloses Telefon. Bluetooth hingegen ist ein Übertraungsverfahren, das speziell für kurze Distanzen entwickelt wurde und die Kopfhörer funken selbst. Mittlerweile funktioniert Bluetooth dank moderner Übertragungs-Codecs so gut, dass selbst namhafte Hersteller wie Sennheiser oder Bowers & Wilkins sich nicht mehr davor scheuen, Produkte mit dieser Technologie auf den Markt zu bringen.

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