Test

Test: Arturia AudioFuse Studio - Audiointerface mit allen Anschlüssen

Arturia baut seine Serie von Audiointerfaces mit dem kompakten und dennoch umfangreich ausgestatteten AudioFuse Studio für den Desktop weiter aus. Mithilfe der digitalen Anschlüsse bietet AudioFuse Studio insgesamt 18 Eingänge und 20 Ausgänge, was auch für semi-professionelle Studios ausreichen dürfte. Verpackt ist das Ganze in ein robustes Metallgehäuse mit den kompakten Abmessungen von 26 x 16 x 7 cm.

Die Oberfläche zieren sieben silberne Regler zum Einstellen des Eingangspegels der ersten vier analogen Eingänge sowie der Lautsprecher- und Kopfhörerausgänge. Die Regler sind groß und bieten angenehmen Drehwiderstand. Neben einem Gain-Regler verfügt jeder der vier Kombi-Eingänge für Mikrofon, Instrument oder Line-Signal über eine achtstellige LED-Kette zur Pegelanzeige, individuell zuschaltbare Phantomspeisung, Pad/Boost-Schalter sowie Phasenumkehr für Aufnahmen mit mehreren Mikrofonen. 

Monitor-Controller

Die umfangreiche Monitor-Sektion erspart einen zusätzlichen Monitor-Controller. Separate Taster für die Umschaltung zwischen zwei Boxenpaaren sowie Main- und Cue-Mixen, Dim, Mute, Mono und sogar Talkback ergänzen den großen gerasterten Volume-Regler mit zwei LED-Anzeigen. Die vier Audioeingänge sind als XLR/Klinke-Kombibuchsen zum schnellen Anschluss eines Mikrofons oder Instruments auf die Vorderseite platziert, ebenso wie die beiden Kopfhörerausgänge. Als Besonderheit ist ein Bluetooth-Empfänger mit aptX und AAC integriert, um unkompliziert ein Smartphone einzubinden. Das funktioniert auch im Standalone-Betrieb; AudioFuse Studio kann ohne Computer als flexibler Digitalmixer genutzt werden.

Anschlussvielfalt

Über vier weitere analoge Eingänge schließen Sie Line-Signale an, Eingangspaar 5/6 ist zusätzlich als Phono-Eingang zum direkten Anschluss von Plattenspielern ausgelegt. Über vier Insert-Buchsen schleifen Sie direkt einen Kompressor oder Limiter in die Mikrofonkanäle ein und verhindern so Übersteuerungen vor dem Wandler. 

Ausgangsseitig gibt es vier Klinkenbuchsen zum Anschluss zweier Boxenpaare. Hinzu kommen zwei Aux-Ausgänge, die auch zum Reamping von Gitarren genutzt werden können. Neben Ein- und Ausgang für die Wordclock-Synchronisation gibt es auch zwei ADAT-Pärchen. In Kombination mit passenden Wandlern bekommen Sie damit acht weitere Ein- und Ausgänge, der zweite Anschluss ermöglicht dabei eine Bandbreite von bis zu 96 kHz.

USB-Hub und MIDI inklusive

Der Anschluss an den Computer erfolgt zeitgemäß per USB-C, zwei hochwertige Kabel auf USB-C oder USB-A werden mitgeliefert. Die AD/DA-Wandlung bietet 24-Bit bei maximal 192kHz. Die Treiber des AudioFuse sind multiclient-fähig und liefen im Test stabil. Die Latenz bewegte sich im durchschnittlichen Bereich eines USB-Interfaces und war vergleichbar mit dem Focusrite 18i20, diesbezüglich haben die Interfaces von RME mit dem speziell dafür entwickelten USB-Chip ebenso wie Thunderbolt-Interfaces weiterhin einige Millisekunden die Nase vorne. Die Stromversorgung übernimmt ein externes Netzteil. Ein MIDI-Pärchen (Adapter im Lieferumfang) sowie ein 3-facher USB-Hub mit Lademöglichkeit für andere USB-Devices runden die gelungene Ausstattung ab.

PreAmps: real und virtuell

Die speziell von Arturia für AudioFuse entwickelten DiscretePro-Vorverstärker sorgen für einen warmen und runden Klang im Stile alter Analog-PreAmps, der uns schon bei den anderen Modellen der AudioFuse-Serie gut gefallen hat. Da hierbei aber der persönliche Geschmack entscheidet und manche Produzenten auch einen nüchternen Klang für mehr Optionen zur Nachbearbeitung vorziehen, empfiehlt sich ein Antesten vor dem Kauf.

Die unkomplizierte Konfigurations-Software erfüllte im Test anstandslos ihren Zweck. Erwähnenswert ist die im Paket enthaltene Creative Suite, die eine Auswahl an Software-Effekten von Arturia wie virtuelle Preamps, Kompressor, Delay und Hall sowie die Instrumentensammlung Analog Lab Lite umfasst.

Bewertung
Name
Arturia Arturia AudioFuse Studio
Pro
  • Anschlussvielfalt
  • direkte Bedienung
  • Monitor-Controller
  • solide Verarbeitung
  • schickes Design
  • Standalone nutzbar
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