Test

Test: Denon DJ Prime Go - 2-Kanal Dj-Workstation mit Akku

Nach der erfolgreichen Markteinführung der DJ-Controller Prime 2 und Prime 4, überrascht uns Denon mit einer vollumfänglichen 2-Kanal-Lösung als akkubetriebenes Standalone-Modell, dem Prime Go. Auffällig ist vor allem die sehr kompakte Bauweise, die es insbesondere mobilen DJs ermöglicht einen professionellen DJ-Gig im Rucksack zu absolvieren.

Anschlüsse und Display

Die Rückseite der DJ-Workstation ist mit zwei Mikrofoneingängen ausgestattet, sodass der DJ und eine weitere Person zwecks Moderation Gehör finden. Löblich ist der Anschluss für Zuspieler, z. B. CD-Player oder Smartphone mithilfe des Aux-Eingangs. Zu dem XLR-Masterausgang gibt es auch einen Klinken-Booth-Ausgang. An zwei Kopfhörerausgänge wurde frontseitig gedacht.

Vergleichsweise groß ist das kontraststarke, hochauflösende 7-Zoll-Farb-Touchdisplay, hinter dem die Betriebssoftware Engine OS läuft. Hier kann per Gestensteuerung komfortabel durch Songordner gescrollt und navigiert werden, die Erstellung von Playlisten und Crates sind ebenso kein Problem. Das Vorhören von Musik vor dem Laden wird über die Track-Vorschau realisiert.

Decks und Mischpult

Sehr kompakt fallen hingegen die Decks und Mischpult-Sektion aus. Um die quantisierbaren Startpositionen der Songs zu fixieren, sind pro Deck vier gummierte rutschfeste Performance-Pads als Hot Cues untergebracht, die alternativ auch für Loops und Rolls fungieren. Haptisch fühlen sie sich sehr gut an, während hingegen das darunter liegende Jogwheel konzeptbedingt sehr klein geraten ist. Nach anfänglicher Einübungszeit lassen sich aber damit genauso präzise Anpassungen vornehmen wie an den Jogwheels der großen Brüder. Die Pitchfader sind proportional ebenfalls recht kurz geraten, arbeiten aber erfreulich präzise. Der Fader-Widerstand ist angenehm, ohne zu locker zu wirken. Das gilt auch für die Channelfader in der Mixereinheit, deren LED-Meteranzeigen für verlässliche Pegelangaben definitiv zu kurz sind. Über jedem der Lautstärkefader sind zwei von 13 zuweisbaren Effekten aktivierbar, die zusätzlich zum Sweep FX-Filterregler für kreative Mixeingriffe sorgen. Die Anordnung des 3-Band-Equalizers inklusive des Level-Reglers pro Kanal ist etwas ungewohnt, die anstatt am Mischpult neben dem Touchdisplay über den jeweiligen Decks platziert sind. Aber der Equalizer klingt gut und weiß ordentlich ins Frequenzspektrum einzugreifen.

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Klangfutter

Die Musikzufuhr kann wahlweise über den SD-Karten-Slot, die USB-Schnittstellen oder auch per LAN / WLAN als Stream erfolgen. Hinzu bekommt man eine kostenlose Probe-Mitgliedschaft für drei Monate beim Streaming-Dienstleister Tidal. Sie gewährt Zugang zu mehr als 60 Millionen Songs. Der Beatport Link öffnet die Tore zu neun Millionen Songs der elektronischen Musik. Die Nutzung des Streamingdienstes SoundCloud Go+ ist inklusive. Abspielbar sind Audiodateien in den Formaten AAC, AIF, FLAC, MP3, MP4, Ogg Vorbis und WAV.

Praxis

Bezüglich der Verarbeitung und Zuverlässigkeit macht der Prime Go einen vorzüglichen Eindruck. Die Portabilität ist aber eines der bestechendsten Vorteile der DJ-Workstation. So können dank des Akkubetriebs von nahezu vier Stunden, spontan DJ-Sessions am Strand oder bei sonstigen Outdoor-Aktivitäten fabriziert werden. Die Jogwheels agieren stabil und präzise und mit etwas Übung gelingen trotz ihrer geringen Größe stets saubere Übergänge. Die dreizehn Effekte (wie z. B Filter, Reverb und Delay) können jeweils durch verschiedene Parameter rudimentär verändert werden, sind qualitativ aber durchweg gelungen und regen das Kreativitätspotenzial beim Auflegen an. Nach längerem Live-Betrieb wird einem bewusst, dass alle wichtigen Funktionen an Bord sind, die für einen professionellen DJ-Mix notwendig sind, obwohl der erste Anblick so reduziert erscheint.

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Bewertung
Name
Denon DJ Prime Go
Website
Pro
  • Standalone-Workstation
  • Akkubetrieb
  • Portabilität
  • 7 Zoll Farb-Touch-Display
  • Effekte
  • Aux-Eingang
  • Streaming über WLAN
Contra
  • etwas zu kleine Jogwheels
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