Test

Test: Presonus StudioLive AR16c - Mixer für Studio und Bühne

Für alle, die ihr Synth-Arsenal im Studio optimal einbinden oder mit der Band im Proberaum aufnehmen möchten, haben Presonus ihre frisch überarbeitete StudioLive ARc-Serie parat. Gegenüber den AR-Vorgängern sind nun USB-C, die hauseigenen XMAX-Preamps, überarbeitete FX-Programme und verbesserte Elektronik sowie optimiertes Gain Staging an Bord. Wie sich all das im Praxiseinsatz macht, haben wir uns anhand des mit 18 Kanälen größten Modells AR16c angeschaut.

Volle Kanal-Power 5.0

In acht Mono- und fünf Stereo-Kanäle aufgeteilt, stehen insgesamt 18 Input-Kanäle bereit. Die ersten beiden Mono-Inputs besitzen im Gegensatz zum Rest zusätzliche Instrumenteneingänge. Ansonsten verfügt jeder Kanal neben sonstigen obligatorischen Features über einen Dreiband-EQ, wobei dessen Mitten-Band bei den acht Mono-Kanälen parametrisch ausgeführt ist. Im Gegensatz dazu verfügen die vier Stereo-Kanäle nur über ein fixes Mid-Peak-Band bei 2,5 kHz. Ein Highshelf bei 10 kHz sowie ein Lowshelf bei 100 Hz komplettieren das Besteck. Buss-seitig sind zwei Aux-Wege sowie ein FX-Kanal für das integrierte Digital-Effektgerät an Bord. Last, but not least ist Stereo-Kanal 17/18 als sogenannter Super Channel ausgeführt. Dieser beherbergt zur raschen Device-Anbindung eine Bluetooth-5.0-Schnittstelle als sinnvolles Extra-Feature. Zwar fehlt diesem die XLR- und Klinken-Konnektivität seiner Geschwister. Stattdessen lässt er sich zusätzlich analog per Stereo Chinch und 3,5 mm Stereoklinke beschicken sowie digital als USB-Return-Kanal nutzen.

USB-C und SD Recorder

Praktisch: Neben dem Standalone-Betrieb kann mit dem AR16c wie gesagt auch per USB-C als 24 Bit/96 kHz Audio Interface direkt aufgenommen werden. Rechner-Anbindung und Einstellungen, wie Audioformat & Co. erfolgen durch die beiliegende Software Universal Control. Zudem werden Lizenzen für die hauseigene DAW Studio One (Artist) sowie die speziell auf die StudioLive Linie zugeschnittene Recording-Software Capture gleich mitgeliefert. Dem nicht genug, ermöglicht des Weiteren ein hilfreicher SD-Recorder die Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe auf und von SD-Karte. Abgerundet wird das Paket schließlich durch 16 verschiedene, nochmals verbesserte Effekt-Algorithmen im FX-Gerät.

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Aufnahme, bitte!

Im Praxistest erweist sich der AR16c klanglich blitzsauber und schön rauscharm. Bei Vocals beweisen die XMAX-Vorverstärker voll amtliche, cleane Signalverstärkung ohne Wenn und Aber. Auch der EQ arbeitet solide und musikalisch. Adäquater Highshelf-Einsatz sorgt für bessere Sprachverständlichkeit und das frei einstellbare Mid-Band zeigt sich als praktisches Helferlein in Problembereichen. Auch einem Synthesizer-Lead auf den ersten beiden hart links und rechts gepannten Mono-Eingängen verhelfen kräftige Höhen- sowie gezielte Mittenanhebung zu mehr Durchsetzungsfähigkeit. Hernach checken wir das Effektgerät mittels Gesang, dem beispielsweise die dargebotenen Hallräume allesamt gut stehen - wenngleich für unseren Geschmack noch mehr Detail-Einstellungen geboten werden könnten. Die Beimischung gestaltet sich dank FX-Fader jedenfalls schön intuitiv. Im Anschluss erweist sich der USB-Betrieb als besonders angenehm.

Die DAW-Einbindung läuft reibungslos und die Testaufnahmen von Vocals und Synth klingen absolut makellos - klasse. Clever: Bei gedrücktem USB Send-Button am Master Kanal wird die Stereosumme aufgenommen. Ist USB Send hingegen deaktiviert, landen alle Signale ohne EQ-Settings oder Fader-Bewegungen direkt auf ihren DAW-Spuren. Das bietet einige Flexibilität im Studio- sowie Live-Einsatz. Einzig der Super Channel lässt sich in der DAW nicht zur separaten Aufnahme anwählen, dient er doch lediglich als Return-Kanal zum Abhören des DAW-Playbacks. Somit stehen für Abmischung und Aufnahme der Master-Summe (per USB Send) inklusive Super Channel 18 Kanäle bereit, zur USB-Einzelaufnahme nur 16. Apropos: Gerade live ist der Super-Kanal, zum Beispiel für Hintergrundmusik in den Pausen, mit seinen zu Smartphone oder Laptop passenden Anschlüssen äußerst hilfreich. Darüber hinaus ist der SD-Recorder sowohl für Mitschnitte der Master-Summe, wie auch als simpler Playback-Zuspieler eine unkomplizierte Lösung.

Bewertung
Name
Presonus StudioLive ARc
Pro
  • hochwertige Preamps
  • praktische USB-Anbindung
  • hilfreiches SD-Recording
  • Bluetooth-Anbindung
  • DAW-Playback via Super Channel
Contra
  • Kurz-Statement für´s Inhaltsverzeichnis:
  • Test: Presonus AR16c – Vielseitiger USB-C Mixer
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