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Motorola-Chef tritt Jony Ives Kritik am Moto Maker-Konzept entgegen - Apples Preise seien zudem "unverschämt"

Erst vor kurzem gab der Apple Designer Jony Ive dem Magazin The New Yorker ein Interview, in dem er nicht nur über Autos und die Apple Watch sprach, sondern unter anderem auch die Rolle des Designers manifestierte. Im Zuge dessen griff er eine nicht namentlich genannte Konkurrenzfirma an, mit der Kritik, Käufer sollten nicht am Design und der Konzeption eines Smartphones beteiligt sein. Dies obliege dem Designer. Dass es sich um Motorola beziehungsweise Motorolas Moto Maker-Programm handelt, steht eigentlich außer Zweifel. Nun feuerte der Motorola-Boss jedoch zurück.

Nachdem Jony Ive im Interview mit dem Magazin The New Yorker das Moto Maker-Konzept, also das Bau-Dir-Dein-eigenes-Telefon-Programm, mit der Begründung angriff, Konsumenten sollten bei der Konzeption kein Mitspracherecht haben, feuert der Präsident von Motorola, Rick Osterloh, nun zurück.

In einem Interview mit der BBC stellte er klar, sein Unternehmen verfolge ein "andere Philosophie". Gleichzeitig kritisierte er Apple, indem er die Preise als "unverschämt" bezeichnete. Dass es sich bei der Firma, die Ive angriff, um Motorola handelte, ging aus dem Interview mit dem The New Yorker nicht eindeutig hervor. Ive hatte das Magazin gebeten, den Namen geheim zu halten.

Hinsichtlich der von Motorola gestarteten Kampagen Moto Maker Ende 2013, die genau dieses Mitspracherecht von Konsumenten bei der Konzeption eines Smartphones vorsieht, steht allerdings fest, dass es sich um Motorola handeln muss. Ives Sorge: Das Moto Maker-Konzept entziehe dem Designer die Verantwortung - klar, hier sieht Ive seinen Erfolg beziehungsweise Job gefährdet.

Das Moto Maker-Konzept macht es sich beispielsweise zum Ziel, dass der Käufer beispielsweise sein Moto X individualisieren kann, das heißt er kann die Farbe des Rückens bestimmen, die Art von Metall und ob er Lederbestandteile verbaut haben möchte ode rnicht. Osterloh glaubt nicht an überzogene Preise, er sieht die Zukunft im Mitspracherecht der Kunden, die ihre Produkte beziehungsweise Teile davon selbst entwerfen können, ohne dafür Unsummen hinlegen zu müssen.

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