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Deshalb könnte das iPhone SE Abertausende von Android-Jüngern bekehren

Das iPhone SE scheint ersten Vorbestellungszahlen zufolge überraschend viele Android-Nutzer zu überzeugen. Der Anteil an bisherigen Android-Nutzern, die sich ein iPhone SE bestellt haben, ist deutlich höher als beim iPhone 6s. Die Gründe für diesen Plattformwechsel sind vielfältig. Außerdem greifen wie erwartet viele iPhone-Nutzer zum iPhone SE, die noch ein iPhone 5s, ein iPhone 5c oder ein noch älteres iPhone verwenden.

Wer kauft eigentlich das iPhone SE? Das Marktforschungsunternehmen Slice Intelligence stellte fest, dass sich die Kundschaft einige Tage nach dem Online-Verkaufsstart überraschend ungewöhnlich zusammensetzt. Im Vorfeld der Veröffentlichung des iPhone SE war erwartet worden, dass das neue Apple-Smartphone vor allem Besitzer eines älteren iPhones mit 4 Zoll-Display überzeugen könnte, sich ein neues Gerät zu kaufen. Slice Intelligence zufolge schneidet das iPhone SE aber auch bei bisherigen Android-Nutzern deutlich besser ab als beispielsweise das iPhone 6s. Nur rund 10 Prozent der Käufer eines iPhone 6s hatten sich in den zwei Jahren zuvor ein Android-Smartphone gekauft. Beim iPhone SE waren es dagegen knapp 16 Prozent – ein deutlich besserer Wert. Die Gründe für diese bessere Annahme des iPhone SE im Vergleich zum iPhone 6s durch ehemalige Android-Nutzer sind vielfältig:

Kaum noch High-End-Smartphones mit kleinem Display

Das iPhone SE ist eines der wenigen, wenn nicht das einzige, hochwertige High-End-Gerät, mit einem Display kleiner als 4,5 Zoll. Speziell im Android-Markt haben sich mehr oder weniger alle Hersteller auf eine Bildschirmgröße um die 5 Zoll eingeschossen. Eigentlich verkauft nur noch Sony mit dem Xperia Z5 Compact ein aktuelles High-End-Smartphone mit einem in der Android-Welt vergleichsweise kleinen Display von 4,6 Zoll. Dieses Gerät ist aber aus Plastik und fühlt sich somit nicht sehr hochwertig an. Ansonsten gibt es nur viele kleinere Geräte, die eher im Mittelklasse- oder im Einsteigerbereich angesiedelt sind und eben mehr oder weniger mit größeren Einbußen bei der Leistungsfähigkeit und der Kamera kommen.

iPhone SE fällt in niedrigere Preisklasse

Das iPhone SE ist mit 489 Euro beziehungsweise 589 Euro für ein iPhone mit aktueller High-End-Hardware außerdem recht günstig. Denn selbst verglichen mit den teuersten Android-Flaggschiffen ist das iPhone 6s sehr teuer, zumal der Preis bei den Android-Spitzen-Smartphones nach dem Marktstart recht schnell deutlich fällt. Zudem kaufen sich die meisten Android-Nutzer Smartphones, die im Mittelklassebereich zwischen 300 Euro und 500 Euro angesiedelt sind. Das iPhone SE fällt nun zumindest ungefähr in diese Preisklasse und ist deshalb auch aus finanzieller Sicht für Android-Nutzer attraktiv geworden.

Super Kamera

Die Kamera des iPhone SE dürfte die mit Abstand beste Smartphone-Kamera bei einem Gerät in dieser Preisklasse sein. Zwar kann die Kamera des Samsung Galaxy S7 mit der Kamera des iPhone SE oder des iPhone 6s durchaus mithalten. Allerdings ist das Gerät zumindest derzeit deutlich teurer als das iPhone SE.

iPhone SE erfüllt Erwartungen

Wie erwartet scheint der Großteil der iPhone SE-Käufer aber aus Kunden zu bestehen, die sich das letzte Mal vor zwei Jahren oder mehr ein iPhone gekauft haben und somit bisher noch ein 4 Zoll- oder gar ein 3,5 Zoll-iPhone genutzt haben. Apple konnte diese iPhone-Nutzer offenbar nicht von den größeren Displays des iPhone 6 und des iPhone 6s überzeugen. So haben sich knapp die Hälfte der iPhone SE-Kunden in den letzten beiden Jahren gar kein Smartphone gekauft und lieber auf ihr altes, kleineres Gerät vertraut. Beim iPhone 6s waren es nur circa 40 Prozent, die sich in den 24 Monaten zuvor kein neues Gerät zugelegt hatten.

Ungefähr die Hälfte der iPhone 6s-Kunden hat sich somit zu einem regulären Upgrade auf ein iPhone 6s entschieden, was vertragsbedingt normalerweise alle zwei Jahre geschieht, weil Mobilfunknetzanbieter bei vielen Verträgen ihren Kunden alle zwei Jahre ein neues Gerät subventioniert anbieten. Beim iPhone SE dagegen war es nur etwas mehr als ein Drittel, sich innerhalb dieses Zweijahreszeitraums für ein neues iPhone entschieden haben.

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