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Google wird wohl eigene Smartwatches bauen

Googles Smartwatch-Betriebssystem Android Wear kämpft gegen die Bedeutungslosigkeit an. Zwar gibt es einige gute Uhren mit diesem Betriebssystem. Mit den Marktanteilen von Samsungs Gear-Smartwatches oder gar Apples Apple Watch kann Android Wear aber nicht mithalten. Und vor kurzem kündigte auch noch Motorola an, vorerst keine neue Version der Moto 360 zu bauen. Durch den Kauf von Cronologics durch Google soll sich dies aber nun ändern.

Google hat den Smartwatch-Hersteller Cronologics gekauft. Cronologics ist bekannt für seine Uhr CoWatch. Die CoWatch sammelte über die Crowdfunding-Plattform indiegogo rund dreimal so viele Gelder ein wie ursprünglich veranschlagt. Besonderheiten der CoWatch sind unter anderem, dass es sich dabei (zu diesem Zeitpunkt) um die erste Smartwatch mit Amazons Künstlicher Intelligenz Alexa handelte und dass sich die Uhr nicht zwangsläufig mit einem iPhone oder einem Android-Smartphones verbinden muss, sondern auch direkt mit einem WLAN-Netz connecten kann.

Auf der Webseite des ehemals eigenständigen Unternehmens steht geschrieben, dass es nun dem „Android-Wear-Team“ betritt. Dies bedeutet wahrscheinlich, dass Google nun eine eigene Smartwatch entwickeln wird. Dieses Gerät wird dann wohl das Referenz-Gerät für das Smartwatch-Betriebssystem Android Wear sein – analog zu den Pixel-Smartphones. Android Wear soll im nächsten Jahr in der Version 2.0 erscheinen. Der Erscheinungstermin von Android Wear 2.0 wäre eine sehr gute Gelegenheit für die Einführung dieser Google-Smartwatch.

Google Smartwatch ist Rettungsversuch für Android Wear

Android Wear läuft bisher unter ferner Liefen. Es gibt zwar mit der Moto 360 oder den LG-Smartwatches einige recht gute Uhren mit diesem Betriebssystem. Samsungs Gear-Uhren mit dem Betriebssystem Tizen sind aber deutlich bekannter und mit dem Marktanteil der Apple Watch ist Android Wear gar nicht zu vergleichen. Ganz im Gegenteil: Die Moto 360 war bisher quasi das Referenz-Gerät für Android Wear. Diese Uhr wird aber vorerst nicht neu aufgelegt. Googles eigene Smartwatch ist also im Endeffekt als Versuch zu betrachten, eine ganze Plattform zu retten.

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