News

iOS 14: Apple verschiebt wichtige Funktionen auf 2021

In den vergangenen Jahren veröffentlichte Apple kaum ein neues Betriebssystem, ohne dass man nicht mindestens eine groß angekündigte Funktion verschiebt. Bei iOS 14 ist dies besonders ärgerlich.

FaceTime für Gruppen, Kommunikationslimits für die Bildschirmzeit oder die iCloud-Ordnerfreigabe haben eines gemeinsam: Apple kündigte die Funktionen auf der Entwicklerkonferenz WWDC für das jeweilige große Update an, aber man lieferte sie erst Monate nach der Veröffentlichung. Auch bei iOS 14 wird ein Feature erst später nachgereicht. 

Entwickler gegen neue Funktion

In den vorangegangenen Wochen äußerten sich Facebook sowie einige Verleger kritisch zu Apples neuen Ad-Tracking-Ansatz. Diesen zufolge werden die Nutzer die Funktion natürlich annehmen und dadurch könnte sich ein größerer Umsatzeinbruch anbahnen. Nach der Coronavirus-Pandemie wäre es ein weiterer großer Rückschlag, denn Apple plant Folgendes:

Einstellungen zu App‑Tracking und Transparenz

Entwickler müssen dich jetzt um Erlaubnis fragen, bevor sie dich tracken. In den Einstellungen kannst du sehen, welchen Apps du die Erlaubnis gegeben hast, dich zu tracken, und kannst das ändern, wenn du möchtest.

Besonders Facebook fürchtet große Verlust durch die neue Funktion für besseren Datenschutz. Das Unternehmen glaubt, dass man 40 bis 50 Prozent weniger Werbeeinnahmen bei iOS-Kunden generieren könnte. Ähnlich hohe Zahlen geben auch die Verleger an, die zwar weiterhin Werbung schalten können, aber diese ist weniger zielgerichtet und somit zahlen Werbekunden geringe Summen dafür.

Gegenüber der Website The Information bestätigte Apple nun, dass man die neuen Ad-Tracking-Regeln erst Anfang 2021 einführen werde. Entwickler sollen so mehr Zeit erhalten, um die notwendigen Änderungen durchzuführen. An der Funktion selbst möchte man dann aber nichts ändern und weiterhin Nutzer fragen, ob sie ihre Daten bereitstellen. Die Website berichtet, dass wohl weniger Facebook für die Verschiebung verantwortlich ist als zahlreiche Drittanbieter und Spieleentwickler, die auf die zusätzlichen Werbeeinnahmen angewiesen sind. Immerhin sollen laut The Information jährlich rund 76 Milliarden US-Dollar im mobilen Werbemarkt fließen.

Was haltet ihr von der Verschiebung? Hätte Apple die neue Funktion einfach integrieren sollen oder ist die Verschiebung zur Vorbereitung angemessen? Lasst es uns wissen.

Mehr zum Thema
zur Startseite