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iPhone: Apple dominiert Markt, trotz niedriger Verkaufszahlen

Apples Dominanz im Smartphone-Markt ist absolut unangefochten. Zwar verkaufte das Unternehmen aus Cupertino im September-Quartal 2015 weltweit nur 14,5 Prozent aller Smartphones. Allerdings machte Apple mit seinen iPhones rund 94 Prozent des Gewinns, der im entsprechenden Quartal im Smartphone-Markt erzielt wurde. Auf Platz Zwei folgt weit abgeschlagen Samsung, obwohl das Unternehmen fast doppelt so viele Smartphones verkaufen konnte.

Apple fuhr dem Marktforschungsinstitut Canaccord Genuity zufolge im September-Quartal 94 Prozent aller Profite ein, die mit Smartphones erzielt wurden. Auf Platz Zwei folgt Samsung mit rund 11 Prozent. Beinahe alle anderen Smartphone-Hersteller machten keine Gewinne, sondern Verluste im Smartphone-Geschäft, weshalb die Zahl der Gewinne von Canaccord Genuity 100 Prozent übersteigt.

Dabei verkaufte Apple im September-Quartal 2015 weltweit nur 14,5 Prozent aller Smartphones – in absoluten Zahlen waren das 48 Millionen Geräte. Die mit großem Abstand höchsten Absatz-Zahlen erzielte Samsung mit rund 81 Millionen verkauften Smartphones. Das entspricht einen Marktanteil von 24,5 Prozent. Vor zwei Jahren erzielte Apple noch rund 60 Prozent aller Gewinne auf dem Smartphone-Markt, während Samsung circa 43 Prozent einfahren konnte.

Die gravierende Diskrepanz zwischen Absatzzahlen und Gewinnen der Unternehmen ergibt sich aus den unterschiedlichen durchschnittlichen Verkaufspreisen. Während Apple im September-Quartal im Schnitt 670 US-Dollar pro verkauften Smartphone erzielte, waren es bei Samsung nur 180 US-Dollar. Die Gewinnmarge pro Smartphone liegt bei Apple bei rund 37 Prozent – und somit höher als der durchschnittliche Verkaufspreis von Samsung-Smartphones.

Ob Apple diese Dominanz halten kann, wird sich zeigen müssen. Erste Analysten gehen bereits davon aus, dass die iPhone-Verkaufszahlen in den nächsten Quartalen nicht mehr steigen werden. Ein Bericht der Schweizer Bank Credit Suisse behauptet außerdem, dass Apple die eigenen Erwartungen der iPhone-Verkaufszahlen bereits um 10 Prozent nach unten korrigiert hat. Das heißt jedoch noch nicht, dass die Absatzzahlen oder die Gewinnmargen des iPhones einbrechen, lediglich, dass das Wachstum wohl etwas weniger stark sein wird als erwartet.

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