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Kurztest: Trüberbrook jetzt auch für iPhone und iPad erhältlich

Vor etwas mehr als einem Jahr unter anderem für den Mac erschienen, schafft es Trüberbrook nun auch auf iPhone und iPad. Wir durften das Adventure bereits ausprobieren.

Die Geschichte beginnt mit einem Preisausschreiben, welches der amerikanische Physiker Hans Tannhauser, die Hauptfigur des Spiels, gewonnen hat. Der Preis ist eine Reise in die beschauliche westdeutsche Provinz des Jahres 1967, genauer nach Trüberbrook. Der ideale Ort, um in Ruhe eine Abhandlung über Quantenphysik zu verfassen. Doch genau diese Abhandlung wird bereits in der ersten Nacht von einem bläulich schimmernden Mann gestohlen und das Abenteuer nimmt seinen Lauf. Auf der Suche nach dem Dieb begegnet Tannhauser unter anderem einer Katze (die eigentlich ein Fuchs ist), einer künstlichen Intelligenz, germanischen Kulten und „Massagestäben“. 

Der eigentliche Star ist die Kulisse

Trüberbrook weiß mit seinen Dialogen und schrägen Charakteren zu überzeugen, das besondere sind aber ohne Frage die Kulissen. Diese sind alle von Hand gebaut und wurden im Anschluss mit echtem Licht in Szene gesetzt, was eine sehr besondere Stimmung erzeugt und wunderbar funktioniert. Die Figuren und Gegenstände wurden im Anschluss animiert und in die reale Welt gesetzt. 

Das zweite Highlight ist die tolle Vertonung – unter anderem mit Nora Tschirner, Jan Böhmermann und Dirk von Lowtzow, Sänger der Band Tocotronic. Letzterer war nicht für die Musik verantwortlich, diese trägt dennoch sehr gut zur Atmosphäre des Spiels bei. Nicht ohne Grund gewann Trüberbrook 2019 den Deutschen Computerspielpreis in den Kategorien „Beste Inszenierung“ und „Bestes Spiel“. 

Gesteuert wird die Hauptfigur in diesem klassischen Point-and-Click-Adventure denkbar einfach durch Tippen an die Stelle, an die sie gehen soll. Und auch sonst ist die Umsetzung für iPhone und iPad gut gelungen – schließlich eignet sich kaum ein anderes Spiele-Genre ähnlich gut für Touch-Displays. Das Inventar ist übersichtlich am oberen Bildschirmrand eingeblendet und Dialogoptionen ebenfalls per Fingertipp ausgewählt. 

An dieser Stelle ein gut gemeinter Ratschlag: Wer die Möglichkeit, hat Trüberbrook am iPad und nicht am iPhone zu spielen, der sollte dies tun. In unserem Test funktionierte auch die iPhone-App problemlos, doch die liebevollen Kulissen und die vielen Details gehen auf einem kleinen Smartphone-Display schlicht verloren. 

Fazit

Wer es bisher noch nicht nach Trüberbrook geschafft hat, dem empfehlen wir, dies mit der iPhone- oder iPad-Version nachholen. Die mit der Hand gebauten Kulissen, die witzigen Dialoge und die skurrile Geschichte sind ihre knapp 6 Euro definitiv wert. Das einzige Manko: An einigen Stellen übertreibt es das Spiel mit den Rätseln und bietet dabei zu wenig Hilfestellung. Im Laufe der Geschichte muss Tannhauser zum Beispiel an einem Rorschachtest teilnehmen, um eine Irrenanstalt verlassen zu können. Dabei bleibt dem Spieler aber nur zu raten, was der Irrenarzt von uns hören möchte. Klicken wir die falschen Antworten an, geht es zurück in die Zelle. Das frustriert spätestens beim fünften Versuch. Doch diese Stellen können den tollen Gesamteindruck nur leicht trüben.

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Truberbrook

Entwickler: Headup GmbH

Bewertung
Name
btf Trüberbrook
Pro
  • Tolle Kulisse
  • Gute Dialoge
  • Skurrile Geschichte
Contra
  • Rätsel teilweise zu schwer
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