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So will Samsung die Totgeburt von Tizen für Smartphones verhindern

Es ist kein Geheimnis, dass Samsung seine Zukunft nicht bei Android sieht. Langfristig möchte das Unternehmen Smartphones mit seinem eigenen Betriebssystem Tizen ausstatten. Einige Tizen-Geräte gibt es bereits; neben Smartwatches, TV-Geräten und Kameras befindet sich darunter auch einige wenige Smartphone-Modelle. Ein Problem ist jedoch der App-Store: Der Erfolg eines neuen Betriebssystems hängt immer auch von den verfügbaren Apps ab. Und hier will Samsung nachhelfen.

Samsung hat im Gegensatz zu vielen anderen Smartphone-Herstellern nie exklusiv auf das Betriebssystem Android gesetzt. Zwar läuft auf beinahe allen Smartphones des Unternehmens eine Android-Version. Allerdings hat das südkoreanische Unternehmen sich mit Tizen immer auch ein zweites, eigenes Betriebssystem warmgehalten und weiterentwickelt. Denn Samsung hat früh eine ganz bestimmte Wahrheit erkannt: „Wenn du kein eigenes Ökosystem hast, hast du auch keine Zukunft.“

Samsung hat Tizen bisher hauptsächlich auf seinen TV-Geräten, seinen Smartwatches und seinen Kameras zum Einsatz gebracht. Langfristig möchte das Unternehmen aber wohl auch bei den Smartphones auf Tizen setzen und Android verlassen. Ein eigenes Smartphone-Betriebssystem zum Erfolg zu führen ist allerdings nicht einfach. Das größte Problem liegt darin, dass es zum Start des Betriebssystems zu wenige Apps gibt, weshalb nur wenige diese Geräte kaufen, weshalb wieder kaum jemand Apps dafür entwickelt. Dieser Teufelskreis gilt unter anderem als Grund für das Scheitern von Windows Phone.

Samsung will Tizen-App-Entwickler mit Geld ködern

Samsung will so eine Totgeburt für Tizen verhindern. Deshalb wird das Unternehmen ein Belohnungsprogramm für App-Entwickler ausloben. Von Februar bis Oktober des nächsten Jahres will das Unternehmen jeden Monat insgesamt eine Millionen US-Dollar an App-Entwickler zahlen. Verteilt wird das Geld an Entwickler, deren Apps es in die „Tizen-Top-100“ schaffen. Jeden Monat können App-Entwickler somit also 10.000 US-Dollar, zusätzlich zu den sonstigen Einnahmen der App, erhalten, wenn ihre Anwendung in der Top-100-Liste landet.

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