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So wird sich im nächsten Sommer EU-Roaming ändern

Im Sommer 2017 sollen EU-Roaming-Gebühren im Ausland endlich der Vergangenheit angehören. EU-Bürger sollen dann in jedem anderen Land der Europäischen Union zum gleichen Preis telefonieren können wie zuhause. Allerdings wird es eine Einschränkung geben, die diese Regelung effektiv nur für Urlauber wirklich zu einer kompletten Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU macht.

Seit dem vergangenen April sind die Roaming-Gebühren in der EU deutlich niedriger geworden. Nutzer zahlen nun nur noch 0,05 Euro pro Minute Telefongespräch, 0,20 Euro pro Megabyte und 0,06 Euro pro SMS, wenn sie sich mit ihrem Mobiltelefon im Ausland aufhalten. Im nächsten Sommer sollen sich die Gebühren auf Wunsch der EU-Kommission noch einmal ändern. Teilweise werden sie günstiger, teilweise aber auch nicht.

Keine EU-Roaming-Gebühren für Urlauber mehr

So werden im Sommer 2017 die EU-Roaming-Gebühren einem Entwurf zufolge endgültig abgeschafft. Nutzer telefonieren, surfen und „simsen“ dann mit ihrer deutschen SIM-Karte im Ausland zum gleichen Preis wie zu Hause. Allerdings gibt es eine Einschränkung. Denn die Unternehmen waren mit ihrem Einspruch, dass sich EU-Bürger dann einfach die billigste EU-SIM-Karte aus dem billigsten Land besorgen und diese zuhause nutzen, erfolgreich. Deshalb werden folgenden Einschränkungen gelten:

Die Roaming-Gebühren sollen pro Nutzer nur für 30 Tage am Stück und insgesamt 90 Tage im Jahr ausgesetzt werden. Überschreiten Nutzer diese Tagesgrenzen, fallen für Telefongespräche bis zu 0,04 Euro pro Minute an. Eine SMS soll im EU-Ausland dann 0,01 Euro kosten. Und die Kosten für ein übertragenes Megabyte könnten auf bis zu 0,85 Euro steigen. Um es noch komplizierter zu machen, gibt es hier wiederrum eine Ausnahme:  Ausgenommen von dieser Tageseinschränkung sind die Tage, an denen sie sich am gleichen Tag im Heimatland in das Mobilfunknetz eingeloggt haben. Vor allem geschäftlich Reisende, die immer nur wenige Tage im Ausland verbringen, werden davon profitieren, da Abreise- und Rückreise-Tage somit aus der Tagesbeschränkung herausfallen.

Noch sind diese Bedingungen nicht endgültig festgelegt. Bis Mitte Dezember kann der Entwurf noch überarbeitet werden.

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