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Windows 10 wird zur Werbeschleuder

Microsoft stattet Windows 10 mit immer mehr Werbung aus. Zunächst war es nur das ein oder andere Pop-Up, das zur Nutzung von Microsoft Edge verleiten sollte oder das einen Tipp zu Chrome abgibt, falls man diesen Browser installiert hatte. Dann kamen dezente Einblendungen zu anderen Apps wie diversen Adobe-Anwendungen im Startmenü oder im Lockscreen. Spätestens jetzt hat es das Unternehmen aber endgültig übertrieben.

Im Netz ist ein Screenshot des Datei-Explorers von Windows 10 aufgetaucht. In diesem Screenshot ist direkt im Explorer Werbung für ein Abonnement bei Microsofts hauseigenem Cloud-Speicher-Dienst OneDrive eingeblendet. Dieses Bild wird von mehreren Seiten als echt eingestuft. Unklar ist aber noch, ob diese Werbeeinblendung Bestandteil des aktuellen Windows 10 ist oder nur in der Insider-Version, das ist die Beta-Test-Version, des nächsten Updates von Windows 10 enthalten ist. Da die Werbung bisher aber nur sehr selten oder nur einmal aufgetaucht ist, glauben wir, dass es Teil der Insider-Version ist.

Werbung in einem kostenpflichtigen Betriebssystem …

Microsoft überschreitet damit nun endgültig eine Grenze. Bereits seit einiger Zeit gibt es Werbeeinblendungen im Sperrbildschirm, als Pop-Up für die Browser Edge und Chrome in der Taskleiste und vergleichsweise Dezent im Startmenü. Die Werbung im Explorer bringt das Fass aber zum Überlaufen, schließlich ist dies kein kurzes Pop-Up mehr, nicht dezent platziert und mitten in einem Fenster zu sehen, das für die Bedienung eines Desktop-Rechners essentiell ist. Und das bei einem Betriebssystem, für das man beim Kauf des Notebooks oder Towers beziehungsweise direkt bezahlt hat. Das ist nicht akzeptabel!

Zwar lassen sich diese sogenannten „Vorschläge“ in den Einstellungen des Betriebssystems deaktivieren. Trotzdem geht das Unternehmen hier zu Weit.

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