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YouTube: Endlich auch Musik-Videos in Deutschland

Auch in Deutschland wird es nun möglich sein, Musik-Videos auf YouTube anzusehen. Denn die deutsche Verwertungsgesellschaft und die größte Video-Plattform der Welt konnten sich endlich über die Lizenzgebühren einigen, die die GEMA für ihre Mitglieder eintreibt. Die genauen Details der Abmachung sind aber leider nicht bekannt. Außerdem besteht die Gefahr, dass eine höchstrichterliche Entscheidung die Einigung wieder kassiert.

Die GEMA und YouTube haben sich endlich einigen können. Jahrelang tobte ein Rechtsstreit zur Vergütung von Musikinhalten zwischen der deutschen Verwertungsgesellschaft und der größten Video-Plattform der Welt. Die Konsequenz war, dass viele Videos mit musikalischen Inhalten in Deutschland auf YouTube gesperrt waren. Die Details der Einigung sind allerdings vertraulich. Unklar ist zudem auch, ob die Einigung tatsächlich Bestand haben wird. Denn eine höchstrichterliche Entscheidung fehlt noch.

Details der neuen Abmachung zwischen GEMA & YouTube völlig unklar

Die GEMA hat eine Presseerklärung zur ausgerichtlichen Einigung herausgegeben, die aber leider kaum Details enthält. Denn die GEMA spricht lediglich von einem „Meilenstein für eine faire Vergütung der Musikurheber im digitalen Zeitalter“. Gleichzeitig schreibt YouTube, dass nun „Mehr Musik“ auf „YouTube in Deutschland" zur Verfügung stehe. Diese Wortwahl würde darauf hindeuten, dass sich die GEMA mit ihren Vorstellungen zumindest annähernd durchsetzen konnte. Zuletzt soll die GEMA 0,2 Cent pro Klick auf ein offizielles Musik-Video gefordert haben, das vom Künstler selbst eingestellt wurde. Amateurvideos beziehungsweise die sogenannte „Zweitverwertung“ durch andere soll dagegen deutlich günstiger sein. Da die Verhandlungen beinahe vollständig geheim geführt wurden, gibt es hierzu aber keine verlässlichen Informationen.

Die Einigung zwischen der GEMA und YouTube betrifft nicht nur die Zukunft. YouTube wird auch für die Zeit zwischen 2009 und 2016 rückwirkend eine Vergütung an die GEMA überweisen. Wie hoch dieser Betrag ist, ist nicht bekannt. 2009 war die ursprüngliche Abmachung zwischen der GEMA und YouTube ausgelaufen. Über rund sieben Jahre, bis heute, konnten sich die beiden anschließend nicht auf eine neue Abmachung einigen.

Bekannt sind einige Details zur konkreten Ermittlung der Klickzahlen auf Musik-Videos: So wird YouTube „Abrufzahlen“ an die GEMA übermitteln. Die deutsche Verwertungsgesellschaft wird diese Zahlen wiederum an seine Mitglieder weiterleiten. Basierend darauf wird der Betrag errechnet, den YouTube an die GEMA zahlen muss, den diese wiederum an ihre Mitglieder weiterleitet. Allerdings betonen sowohl die GEMA als auch YouTube, dass es sich hierbei lediglich um eine pragmatische Einigung handelt. YouTube und die GEMA besitzen weiterhin unterschiedliche Rechtsansichten: Die GEMA ist der Meinung, dass YouTube die Lizenzgebühren an die GEMA überweisen muss. YouTube besteht aber darauf, dass die Uploader der Videos hierbei in der Pflicht sind und nicht die Video-Plattform.

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