Ratgeber

Traumhafte Unterwasserfotos mit Profi-Nikon-Equipment

Tauchen Sie gemeinsam mit Konstantin Killer ins kühle Nass und blicken Sie hinter die Kulissen eines ganz besonderen Shootings: Der Profi verrät, wie Sie märchenhafte Porträts unter Wasser umsetzen.

Nikon Z 6

Die Nikon Z 6 überzeugt mit großartiger Bildqualität. Die Auflösung ist in niedrigen wie hohen ISO-Stufen fantastisch. Zudem ist der integrierte 5-Achsen-Stabilisator ein echtes Highlight. Gemäß CIPA-Standard stabilisiert er um bis zu fünf Blendenstufen längere Belichtungszeiten beim Fotografieren aus der Hand. Und auch in der Ausstattung kann die Kamera sich sehen lassen: Das Autofokussystem besteht aus 273 Messfeldern, die zusammen 90 Prozent des Bildbereichs abdecken und das Motiv in rasanten 0,4 Sekunden scharf stellen. Dabei unterstützt die Kamera eine kontinuierliche Fokusnachführung und Gesichtserkennung. In der Nikon Z 6 II, dem Nachfolgemodell der Z 6, kommen gleich zwei Expeed-Prozessoren zum Einsatz, die die Autofokus- Geschwindigkeit nochmals erhöhen.

www.nikon.de | Preis (UVP): 1.899 Euro

Schwerelosigkeit, fliegende Haare, freischwebende Kleider und Bewegungen sowie glitzernde Luftblasen und Spiegelungen an der Oberfläche: Unterwasserfotos üben auf viele Betrachter*innen einen besonderen Reiz aus, stellen jedoch auch eine spannende Herausforderung dar – sowohl für das Model als auch für den oder die Fotograf*in.

Das weiß auch Konstantin Killer, der gemeinsam mit seinem Team im Tauchturm „Dive4Live“ in Siegburg in die Tiefe tauchte: „Alle Fotos, die unter Wasser entstehen, sind Unikate. Es ist unmöglich, das gleiche Foto noch einmal aufzunehmen. Es sind einfach zu viele Faktoren, die sich nicht exakt nachstellen lassen“, verrät der Nikon-Fotograf, der 2014 vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) zum Deutschen Meister der Unterwasserfotografie gekürt wurde, und erzählt weiter:

„Wer unter Wasser fotografieren möchte, muss in vielerlei Hinsicht umdenken. Ein Beispiel: Wasser ist etwa 840-mal dichter als Luft. Das wirkt sich stark auf den Verlauf von Farben im Wasser aus. Unsere goldene Regel besagt daher: Der Lichtweg sollte hin und zurück nicht mehr als fünf Meter betragen. Daher empfehle ich, sich nicht weiter als maximal 2,5 Meter vom Model zu entfernen. Je kleiner der Abstand, desto kraftvoller und knalliger sind die Farben im Bild.

Die Schärfe sitzt dann ebenfalls deutlich besser und die Kontraste steigen enorm. Wenn wir von Farben sprechen, spielt natürlich auch der Weißabgleich eine wichtige Rolle. In den meisten Fällen empfehle ich als gute Grundlage einen fest eingestellten Kelvin-Wert von 4.500 Kelvin. Wer im RAW-Modus fotografiert, kann Feinjustierungen dann später in Photoshop vornehmen.“

Damit die Farben intensiv zur Geltung kommen, ist auch die Beleuchtung ein entscheidender Faktor. „Je mehr Licht zur Verfügung steht, desto schöner, knalliger und schärfer werden die Fotos. Während viele Fotograf*innen an Land die sehr helle Mittagssonne meiden, bietet sie ideale Bedingungen für die Unterwasserfotografie. Je steiler die Sonne direkt über dem Wasser steht, desto mehr Licht geht durch die Oberflächenreflexion in das Wasser über. Um die Ausleuchtung zu optimieren, kommt Blitzlicht zum Einsatz“, so der Profi.

Die kompakte und leichte Nikon Z 6 bietet einen Vollformatsensor mit einer hohen Lichtempfindlichkeit.

Konstantin Killer, Profifotograf

Objektiv-Tipp

Die lichtstarke Festbrennweite NIKKOR Z 35 mm 1:1,8 S bildet Motive extrem hochauflösend und detailgetreu ab. Mit der klassischen Brennweite von 35 Millimetern lässt sich das Vollformatobjektiv sowohl in der Porträt- als auch in der Landschafts- und Straßenfotografie einsetzen. Während zwei EDGlas- Linsen und drei asphärische Linsen dafür Sorge tragen, dass alle Bilder brillant, mit reichen Farben sowie klarem Kontrast eingefangen werden, reduziert die Nikon-Nanokristallvergütung der Linsenoberflächen unter anderem Streulicht und andere störende Reflexionen und sorgt so für eine noch höhere Bildqualität. Nikons Mehrgruppenautofokus mit mehreren AFMotoren stellt sicher, dass das Objektiv keinen (perfekten) Moment verpasst.

www.nikon.de | Preis (UVP): 949 Euro

Nikon-Equipment im Einsatz 

Mit dabei auf seinem Shooting-Tauchgang hatte Konstantin Killer die Nikon Z 6, die Festbrennweite NIKKOR Z 35 mm 1:1,8 S sowie das Ultraweitwinkelzoom NIKKOR Z 14–30 mm 1:4 S. „Wer sich näher mit der Unterwasserfotografie beschäftigen möchte, greift am besten zu einer möglichst kleinen und leichten Kamera. Warum? Weil dann auch das Aluminium-Unterwassergehäuse und der Domeport zur Optimierung der Lichtbrechung kleiner und leichter ausfallen – das spart vor allem bei Flugreisen Platz und Gewicht im Gepäck“, erläutert Konstantin Killer seine Erfahrungen und führt weiter aus:

„Die kompakte und leichte Nikon Z 6 bietet einen Vollformatsensor mit einer hohen Lichtempfindlichkeit. Das ist unter Wasser sehr viel wert, da man sich häufig mit eher schlechten Lichtverhältnissen arrangieren muss. Oft ist es zu dunkel, sodass unter Wasser nicht selten mit ISO-Empfindlichkeiten zwischen ISO 400 und ISO 800 gearbeitet wird. Hier sticht vor allem die sehr gute Bildqualität der Z 6 heraus.“

Als besonders hilfreich empfindet der Unterwasserfotograf zudem den schnellen Autofokus sowie die Bildstabilisierung direkt im Kameragehäuse: „Unterwasser ist alles in Bewegung. Allein die eigene Atmung erzeugt Auftrieb und Abtrieb. Daher sind ein schneller und treffsicherer Autofokus und ein Bildstabilisator in der Unterwasserfotografie ein Muss!

Dank der Stabilisierung sind selbst bei recht langen Auslösezeiten wie einer 1/60 Sekunde noch scharfe Bilder möglich. Außerdem stellt die Z 6 in Bruchteilen einer Sekunde scharf. Auch die Gesichtserkennung und die kontinuierliche Fokusnachführung sind sehr hilfreich und führen zu tollen Aufnahmen von schwimmenden Objekten. Die Gesichtserkennung nimmt mir enorm viel Arbeit ab und reduziert deutlich den Ausschuss.“

Um die Nikon Z 6 für ihren Ausflug ins kühle Nass zu schützen, erhielt Konstantin Killer zudem Unterstützung vom Hersteller SEACAM: „Für das Projekt hat uns der Anbieter für professionelle Unterwasserfoto- und -videotechnik mit zwei Z 6-Gehäusen samt der notwendigen Dome- und Flachports ausgestattet und uns darüber hinaus zwei Videoleuchten und Unterwasser-Blitze zur Verfügung gestellt.“

Die Gesichtserkennung nimmt mir enorm viel Arbeit ab und reduziert deutlich den Ausschuss.

Konstantin Killer, Profifotograf

Die Optik für Unterwasser

Für Ganzkörperaufnahmen inmitten stimmungsvoller Unterwasserlandschaft empfiehlt Konstantin Killer den Einsatz eines Fisheye-Objektivs oder einer Weitwinkel- Brennweite zwischen 14 und 16 Millimetern. Durch den großen Bildwinkel kann nicht nur die besondere Aufnahmeumgebung ins Bild integriert, sondern in Kombination mit einem Domeport auch ein guter Aufnahmeabstand von ein bis zwei Metern zum Model ermöglicht werden.

Sollen hingegen Porträts aufgenommen werden, rät der Unterwasserfotograf zu Brennweiten zwischen 24 und 30 Millimeter in Verbindung mit einem Flachport: „Der Abstand zum Model ist der gleiche wie bei den Ganzkörperaufnahmen. Durch die längere Brennweite ist in dem Fall aber natürlich der Bildausschnitt etwas enger. Brennweiten von 60 bis 90 Millimeter sind dagegen unter Wasser kaum brauchbar“, so der Profi.

Objektiv-Tipp

Das NIKKOR Z 14–30 mm 1:4 S bietet mit einer Brennweitenabdeckung von 14 bis 30 Millimetern extrem viel Bildwinkel. Kombiniert mit seiner kompakten Bauform wird das Ultraweitwinkelzoom so unter Wasser zum idealen Begleiter. Während das Multi- Focusing-System mit mehreren AFMotoren für eine schnelle Fokuserfassung und sichere Schärfenachführung sorgt, bringt die durchgängige Lichtstärke von 1:4 eine hervorragende Abbildungsleistung mit sich – auch bei schwächeren Lichtverhältnissen. Dank der Auflösung des 485 Gramm leichten Zoomobjektivs werden alle Motivelemente detailgetreu wiedergegeben. Nikons Nanokristallvergütung reduziert Reflexionen und die ED-Glas-Linsen und asphärische Linsen bewirken eine hohe Schärfe ohne Farbsäume – für Bilder mit Brillanz.

www.nikon.de | Preis (UVP): 1.449 Euro

Vorbereitung muss sein

Als erfahrener Tauchlehrer und Unterwasserfotograf weiß Konstantin Killer genau, dass die besten Fotos erst dann entstehen, wenn unter Wasser Ruhe eingekehrt ist. Eine gute Vorbereitung bringt Sicherheit und ist von entscheidender Bedeutung:

„Unter Wasser ist keine verbale Kommunikation möglich. Daher sollte das Shooting vorab gemeinsam mit dem Model geplant und besprochen werden. Blitze sowie entsprechende Verkabelung mit Lichtleitern sollten erstellt und getestet werden, bevor das Model ins Wasser steigt. Der Grund: Das Model beginnt ab der ersten Minute im Wasser damit abzukühlen. Daher sollte jede Zeitverzögerung minimiert werden. Bei Wassertemperaturen zwischen 25 und 28 Grad sind meist rund zwei Stunden Shooting möglich“, sagt Killer und fügt abschließend hinzu: „Auch wenn jedes Unterwassershooting allen Beteiligten viel Energie, vollen Einsatz und die Bereitschaft zum Experimentieren abverlangt, ist es immer ein einmaliges Erlebnis.“

Der Fotograf

Bereits als Kind zog es Konstantin Killer immer wieder ans Wasser. Bevor er 2007 mit dem Tauchen begann, hatte er bereits unzählige Seemeilen an Bord von Sportsegelschiffen zurückgelegt. Mit dem Umstieg auf die digitale Fotografie konnte er dann zwei seiner liebsten Hobbys vereinen: das Tauchen und das Fotografieren. Sein fotografischer Schwerpunkt liegt auf der kreativen Modelfotografie – über und unter Wasser.

Instagram: killer_konstantin

www.unterwasser-model-kunstfotografie.de

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