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Wir bleiben zu Hause (Teil 2): Wie geht’s Dir, Jeean Alvarez?

Persönliche Treffen sind in Zeiten der Corona-Krise nicht angesagt. Aber wir bleiben trotzdem in Verbindung! Wir haben befreundete Fotografen und Partner aus der Fotobranche zum virtuellen Austausch getroffen – hier berichtet Jeean Alvarez aus seinem „Home-Office“.

Jeean Alvarez 

Wie geht’s Dir gerade, und wo bist Du?

Ich selbst bin natürlich gerade in meinem Home-Office und versuche, das Beste aus der Situation zu machen. Es ist für jeden Fotografen aktuell nicht leicht. Wir können keine Shootings angehen, ganz viele Aufträge brechen weg – und entsprechend verdienen wir kein Geld. Bei mir ist es so, dass 90-95% der Arbeiten, die ich normalerweise mache, gerade nicht mehr möglich sind. 

Wie stark trifft Dich die aktuelle Situation?

Mein Leitsatz war schon immer: So hart es einen auch trifft und man auf den Boden fällt – so lange man einmal mehr aufsteht ist alles gut. Vor drei Jahren wurde bei mir eingebrochen und mein ganzes Equipment wurde gestohlen. Da musste ich auch komplett von Null anfangen. Jetzt ist das wieder ein Rückschlag. Allein schon finanziell. Mit der Absage der photokina fällt für mich ein großer Auftrag weg – zumal auch andere Aufträge nicht nur verschoben werden, sondern komplett abgesagt wurden. Aber ich bleibe positiv. Aktuell habe ich mehr Zeit mit meinem kleinen Sohn – und genieße das sehr!

Hast Du Tipps für unsere Leser, um gut durch diese besondere Zeit zu kommen?

Meine „freie“ Zeit habe ich für einen Youtube-Kanal genutzt, den ich jetzt frisch ins Leben gerufen habe. Vorher kam ich einfach nicht dazu. In einem ersten Video zeige ich wie man mit Luminar 4 Bilder in wenigen Sekunden bearbeitet. Daher mein Tipp: Nutzt die Zeit. Versucht was Neues zu machen. Oder schaut euch Videos an, durch die ihr neue Dinge lernt – Dinge, die ihr euch jetzt schon aneignen und die ihr, sobald man wieder raus darf, direkt umsetzen könnt. Und denkt daran: Wir sitzen alle in einem Boot – die Situation betrifft nicht nur uns Fotografen, sondern alle. 

Verbringt die Zeit mit euern Liebsten, versucht positiv zu denken, trotz aller Einschränkungen. 

Eins ist sicher: Sobald das Ganze vorbei ist, werdet ihr die Zeit viel mehr und intensiver genießen als vorher – sei es nur, um nach draußen zu gehen, ins Restaurant zu gehen, oder zu fotografieren. Das werdet ihr alles viel bewusster wahrnehmen. Darauf sollte man sich jetzt schon freuen – auf die Zeit danach. Dann kann es auch wieder losgehen mit der Fotografie und vielleicht wird auch das Miteinander danach ein bisschen besser. Also, bleibt gesund und alles Gute!

Über den Fotografen

Mit fünf Jahren zog der gebürtige Brasilianer nach Deutschland. Nachdem er als Jugendlicher und junger Erwachsener selbst vor der Kamera gestanden hatte, begann Jeean 2009 neben seiner Tätigkeit als Fitnessmanager selbst zu fotografieren und machte sein Hobby im Jahr 2013 zum Beruf. Der Mittelpunkt seines Lebens und Arbeitens liegt in Essen, die Suche nach neuen Locations ist für Jeean jedoch ein wichtiger Bestandteil seines Schaffens und führt ihn immer wieder an neue Orte. Zu seinen Kunden zählen renommierte Magazine wie der Playboy und TV-Stationen wie RTL und Kabel1.

www.jeeanphotography.com

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