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Deshalb solltest du WhatsApp spätestens jetzt löschen und eine Alternative nutzen

Ob es dir gefällt oder nicht, Facebook-Tochter WhatsApp hat einmal mehr die Nutzungsvereinbarung sowie die Datenschutzrichtlinien geändert. Dies hat weitreichende Konsequenzen für dich. 

Ein „kurzer“ Rückblick 

Lange Zeit boten die Entwickler hinter WhatsApp iOS-Nutzer den Messenger für einen kleinen Unkostenbeitrag an, den man kurzzeitig auch in ein Abonnement umwandelte, bevor man vollständig auf diese Einnahmequelle verzichtete. Das eigentliche Drama begann jedoch 2014. In diesem Jahr kaufte Facebook und vergraulte viele Nutzer. Damals ging die Angst um, dass private Chats und Aufnahmen direkt in die Hände des sozialen Netzwerks gelangen und gar Dritten Zugriff darauf gewähren könnte. Damals stellte man schnell in einem Blogpost klar, dass man die Privatsphäre respektieren wird und man die Partnerschaft mit Facebook nicht eingegangen wäre, wenn diese in Gefahr geraten könnte:

Wenn die Zusammenarbeit mit Facebook bedeutet hätte, dass wir unsere Werte hätten ändern müssen, hätten wir es nicht getan. Stattdessen streben wir eine Partnerschaft an, die es uns erlaubt, weiterhin unabhängig und autonom zu operieren. Unsere grundlegenden Werte und Prinzipien werden sich nicht ändern. Alles, was WhatsApp eine der führenden Apps im Bereich des privaten Messaging gemacht hat, bleibt erhalten. Wilde Spekulationen, die das Gegenteil behaupten haben keine Grundlagen und sind einfach nur unvernünftig. Sie haben nur die Folge, Personen fehlzuleiten, dass wir plötzlich anfangen würden, alle möglichen Informationen zu sammeln. Das ist einfach nicht wahr und es ist wichtig, dass du das weißt.

Allerdings dauerte es nur zwei Jahre, bis Facebook größeren Einfluss nahm und WhatsApp anfing Daten mit dem sozialen Netzwerk zu teilen. Damals sollte der Service dadurch verbessert und möglicher Spam vermieden werden. Aus diesem Grund sollte man die Telefonnummer mit Facebook teilen, wodurch du dort auch Freunde anhand der Nummer finden konntest. Zudem gab man Nutzern kurz Zeit, um dies zu verhindern.

Was hat sich 2021 geändert?

Wie nun bekannt geworden ist, hat Facebook die Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien für WhatsApp geändert und erlaubt damit, dass ein nicht unwesentlicher Teil deiner Daten an Facebook übertragen wird. Aktuell informiert man Nutzer per In-App-Benachrichtigung darüber hält die drei wichtigsten Informationen dazu jedoch kurz und wenig aussagekräftig.

Die Änderungen treten am 8. Februar 2021 in Kraft und sind verpflichtend für alle Nutzer. Wer sie nicht akzeptiert, wird den Dienst wohl nicht weiter nutzen können. Durch die Änderungen werden ab diesem Zeitpunkt folgende Daten mit Facebook geteilt: Telefonnummer, Transaktionsdaten, Informationen zu Diensten, Interaktionen, deinem Mobilgerät, deine IP-Adresse sowie weitere Daten. Dies soll WhatsApp näher mit Facebook zusammenbringen und eine „einheitlichere Erfahrung“ nach sich ziehen. 

Aus Datenschutzsicht ist dies alles andere als gut, sodass es rückblickend nicht mehr wundert, dass man sich noch im Dezember 2020 gegen Apples neue Datenschutzlabels ausgesprochen hat (via Axios). 

Was sind die Alternativen?

In Deutschland ist kaum ein anderer Messenger so beliebt wie WhatsApp. Dadurch ist der Wechsel zu anderen Diensten nicht unbedingt einfach. Apples iMessage steht beispielsweise nur Nutzern mit iPhone, iPad oder Mac zur Verfügung, sodass man an Android-Nutzer nur SMS schicken kann. Gute Alternativen sind hingegen Telegram sowie Signal. Telegram steht dabei auf nahezu allen Plattformen bereit und verfügt schon über eine vergleichsweise große Nutzerschaft. Signal gilt hingegen als besonders sicher und steht ebenfalls für eine Vielzahl an Betriebssystemen bereit. 

Sind die neuen Datenschutzbedingungen ein Grund für euch, WhatsApp zu verlassen? Welche Alternative werdet ihr nutzen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Signal – Sicherer Messenger

Entwickler: Signal Messenger, LLC

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Telegram Messenger

Entwickler: Telegram FZ-LLC

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