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Aus für Smartphones? Elektrogerätegesetz soll fest verbaute Akkus verbieten

Der Bundesrat fordert, dass Akkus bei Elektrogeräten austauschbar sein müssen: Das könnte starke Umwälzungen auf dem Markt für Notebooks, Smartphones und Tablets sowie Kopfhörern mit sich bringen.

In allen Apple-Geräten sind Akkus eingebaut, die sich durch die Nutzerschaft nicht austauschen lässt – sehr wohl aber in den meisten Fällen durch Apple selbst. Bei den AirPods sieht die Sache schon anders aus: Hier tauscht auch Apple nicht die Akkus. Das will der Bundesrat künftig verbieten – durch das Elektrogerätegesetz.

Die Länderkammer will gesetzlich festlegen, dass Nutzer:innen den Akku selbst austauschen können. Das würde bedeuten, dass Apples Geräte so nicht mehr verkehrsfähig sind. Das gilt aber auch für fast alle Android-Modelle.

Die Initiative fordert außerdem, dass Akkus und andere Ersatzteile von den Herstellern noch 5 Jahre lang angeboten und innerhalb von zwei Wochen geliefert werden müssen. Das ist letztlich eine Ausgestaltung des Rechts auf Reparatur – wenngleich auch keine Bauanleitungen oder Schaltpläne vorgehalten werden müssen.

Außerdem fordert die Länderkammer, Hersteller zu belohnen, die langlebige und reparierbare sowie recycelbare Produkte anbieten.

Wir sind gespannt, ob sich die Länderkammer mit ihren Änderungsvorschlägen im geplanten Elektrogerätegesetz der Bundesregierung durchsetzen kann. Ansonsten könnte es zu einer Blockadehaltung kommen und das Gesetz gar nicht verabschiedet werden.

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Elektrogerätegesetz: Fest eingebaute Akkus bald nicht mehr erlaubt – wenn die Nutzer:innen sie nicht wechseln können. Was ist deine Meinung dazu?

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