Ratgeber

So knallt das: Hardstyle Kicks & Leads mit Akai MPCs

MPCs aller Kampfklassen haftet schon immer der Ruf der Hip-Hop Maschinen schlechthin an. Daran gibt‘s auch nichts zu rütteln, doch können vor allem aktuelle Modelle weitaus mehr. So sind Techno, Trance oder aber auch Hardstyle kein Problem. Also basteln wir doch mal eine waschechte Gabber Kick mit Hands-up Lead.

HARDSTYLE KICK

1 Wumms per Distortion
Als Ausgangsbasis für die Kick nutzen wir ein bestehendes Sample aus einem WAproductions Free Pack. Aus dem „Trap EDM“ Ordner und dort unter Kicks laden wir 16 Kicks auf die MPC Pads und wechseln zur CHANNEL MIXER Sektion, wo wir die Effekte Air Distortion und Air Para EQ öffnen. Während wir bei Distortion lediglich DRIVE voll aufdrehen, nutzen wir den EQ zum Formen des Sounds.

2 Punch per EQ
Stellen Sie LOW MID auf etwa 500 Hz und drehen dessen GAIN auf. Zwischen 12 und 18 dB werden Sie je nach Grundmaterial die besten Ergebnisse erhalten. Von den 16 Kicks gefällt uns die letzte am Besten, daher erzeugen wir für diese ein Keygroup-Programm, denn wir wollen sie tonal spielen. Die Settings von Distortion und EQ speichern wir ab, damit wir sie schnell auf die Keygroup übertragen können.

3 Time-Stretching
Auf höheren Tonlagen wird die Kick allerdings zu kurz ausfallen, daher verhelfen wir ihr per Timestretch zu mehr Länge. Wechseln Sie zu SAMPLE EDIT, duplizieren die Kick per PROCESS und COPY, wechseln dann zur Kopie und rufen den TIME STRETCH Effekt unter PROCESS auf. Mit RATIO 50% sind wir ganz gut bedient, damit klingt die Kick immer noch druckvoll und wird ausreichend in die Länge gezogen.


HARDSTYLE LEAD

4 Supersaw-Monster
Als Spezialist für Sawtooth-Wellenformen ist TubeSynth geradezu prädestiniert für Hardstyle Leads. Also laden wir den Synth auf einen neuen Track und dort das INIT Preset. Oscillator 1 OCTAVE stellen wir auf 4', detunen ihn mit FINE +0.63 ein wenig und wechseln zum LFO. Hier liegt etwas versteckt die ultimative Waffe für kranke Sounds, denn der Synth kann auch Frequenzmodulation.

5 Böse Sounds per FM
Wählen Sie bei MOD den Osc 2 als SOURCE und PITCH als DESTINATION. Drehen Sie DEPTH vorerst voll auf, wechseln zurück zur OSCILLATORS Sektion und stellen Osc 2 OCTAVE auf 16', um den FM-Effekt so richtig zu hören. Stellen Sie dann MOD DEPTH auf der LFO Seite nach Ihrem Geschmack ein. Der Effekt nimmt drastischen Einfluss auf die Tonlage des Sounds, daher sollte er einmalig fix eingestellt werden.

6 Effekte
Damit der Patch besser spielbar und nicht so klobig wird, stellen wir DECAY und SUSTAIN bei ENVELOPE auf jeweils 50%, RELEASE auf null. Unter REV/COMP/HYPE aktivieren wir REVERB, stellen MODE auf Stadium, TIME auf 3.1s, MIX auf 10% und LO CUT sowie HI CUT auf volle Pulle, damit nur hohe Frequenzen verhallt werden. Abschließend noch HYPE einschalten und HIGH für mehr Brillanz auf etwa 25% stellen.

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