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Großer Marken-Check: 8 Kameras für Einsteiger im Vergleich

Kameras für Einsteiger | Canon, Fujifilm, Leica, Nikon, Olympus, Panasonic, Pentax und Sony. Acht Hersteller buhlen um die Gunst der Fotografengilde. Doch welches System bietet das größte Potenzial für Einsteiger? Wir machen für Sie den Check und sagen Ihnen, welcher Hersteller am besten zu Ihnen passt. Außerdem stellen wir Ihnen die jeweiligen Hersteller einzeln vor und beleuchten die Vor- und Nachteile der Systeme.

Foto-Einsteiger 

Jeder Einsteiger steht zu Beginn seiner fotografischen Laufbahn vor der Frage: Welche Kamera soll es sein? Welches Modell passt zu meinen Bedürfnissen? Reicht die Auflösung, die Geschwindigkeit, die Autofokusleistung, um meine Motive so abzulichten, wie ich es möchte? Und die vielleicht nagendste Frage: Welche Kameramarke sollte ich wählen? Letztere stellten sich in den vergangenen fünf Jahren immer mehr Spiegelreflexfotografen.

Die Auswahl ist groß

[pimproduct sku="Canon EOS 4000D (597)" /]

Sehr einfach gehaltene und ausgestattete Spiegelreflexkamera. Mit simplem Kunststoffgehäuse und -Bajonett. Fotografenherzen lässt die Kamera sicher nicht höherschlagen. Dafür erfreut sie den Geldbeutel. Eine Kaufempfehlung ist sie aber nicht.

[pimproduct sku="Sony Alpha 6000 (502)" /]

Ursprünglich ein APS-C-Modell aus dem gehobenen Einsteigersegment. Aber mittlerweile relativ günstig zu haben und deutlich besser als noch die Alpha 5100. 24,3 Megapixel, starker Autofokus mit 179 Phasen-AF-Punkten. E-Sucher, Klapp-Touchscreen - eine super Kamera für Einsteiger und Hobby-Fotograf:innen! 

[pimproduct sku="Fujifilm X-A5 (457)" /]

Sie ist die bislang kleinste und leichteste spiegellose Systemkamera der X-Serie und besitzt einen 24,2-Megapixel-APS-C-CMOS-Sensor – allerdings ohne X-Trans-Pixelanordnung. Fotografiert wird über das um 180 Grad klappbare Touchdisplay. 4K-Video ist mit an Bord, allerdings nur mit 15 Bildern pro Sekunde! 

[pimproduct sku="Leica TL2 (515)" /]

Systemkamera mit einem Gehäuse aus Aluminium, das aus einem Block gefräst wird. Auf der Rückseite findet sich nur das starre Display, auf der Oberseite vier Regler bzw. Knöpfe und ein Zubehörschuh. 24-MP-APS-C, Wi-Fi, L-Mount.

[pimproduct sku="Nikon D3500 (592)" /]

Nikons Einstiegsspiegelreflexkamera. Sie wurde auf der photokina 2018 vorgestellt. Mit 24,2-MP-APS-C-Sensor, Guide-Modus für DSLR-Neulinge und gegenüber der D3400 größerem Gehäuse. Dadurch liegt sie besser in der Hand.

[pimproduct sku="Olympus OM-D E-M1 Mark III (531)" /]

Die OM-D E-M10 Mark III richtet sich an ambitionierte Fotoeinsteiger. Doch in der Kamera gibt es auch altbekannte Technik. So löst der auf fünf Achsen stabilisierte Micro-Four-Thirds-Sensor der OM-D E-M10 Mark III mit 16,1 Megapixeln genauso viele Bilddaten auf wie das Vorgängermodell, der weiterhin erhältlichen Olympus OM-D E-M10 Mark II.

Der stete Ausbau des spiegellosen Sony-7er-Systems inklusive Vollformatsensor wusste zu begeistern. Mit innovativen, rückwärtig belichteten Sensoren, die eine höhere Lichtausbeute und ein geringeres Rauschen versprechen, neuen Autofokus-Modi mit immer mehr Messfeldern sowie hilfreichen Technologien wie dem Augen- oder dem 2019 kommenden Tieraugen-AF. Gepaart mit dem Vorteil der kompakten Gehäuse. Somit verkaufte der eine oder andere Fotograf seine DSLR-Ausrüstung und stieg auf Sony um. Ein Schritt, der durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Sony-Systems möglich wurde. Erstaunlich dabei: Erst letztes Jahr feierten spiegellose Wechselobjektivkameras, damals von Panasonic als Weltneuheit vorgestellt, ihr 10-jähriges Jubiläum. Heute liegen die Modelle in Sachen Marktanteil auf Augenhöhe mit den klassischen Spiegelreflexkameras. Die Entscheidung, welches System beziehungsweise welche Marke zu Ihnen passt, muss also auch eine möglichst große Zukunftssicherheit und Raum für technologische Weiterentwicklungen innerhalb der Kameramarke bieten. Weiterhin sollte es ein breites Portfolio geben. Dieses erlaubt Ihnen im Laufe der Zeit, im Hersteller-Line-up aufzusteigen. Vom preiswerten Einsteigermodell über Aufsteigerkameras mit besseren Technologien bis hin zu fortgeschrittenen und professionellen Modellen.

Unter Umständen ist es auch hilfreich, wenn in der Angebotspalette vergleichbare Spiegelreflex- und Systemkameras vorhanden sind. Sollten Sie also etwa zu Beginn zu einer DSLR greifen, könnten Sie zukünftig auf eine spiegellose Variante wechseln – oder sich diese als kompaktere Zweitkamera zulegen. Ein konkretes Beispiel aus dem gehobenen Segment wäre hier der Erstkauf einer Canon EOS 5D Mark IV und der spätere Zukauf der Systemkamera EOS R. Beide Modelle bieten vergleichbare Leistungen, die EOS R besitzt aber zum Teil neuere Technologien und ein zukunftsweisenderes Bajonett, das die Konstruktion von lichtstärkeren Objektiven erlaubt. Ein ähnliches Szenario findet sich bei Nikon. Hier stehen sich etwa die Nikon D750 und die Nikon Z 6 sowie die D850 und Nikon Z 7 auf jeweiliger Augenhöhe gegenüber. Betrachten wir die genannten Marken, zeigt sich überhaupt, dass beide mit einem besonders großen und flexiblen Kameraportfolio aufwarten. Canon hat zudem den Vorteil, dass Sie im niedrigen und mittleren Segment auch spiegellose Alternativen im EOS-M-System zu entsprechenden Spiegelreflexmodellen finden. Nachteil ist die Bajonettanzahl. Gleich vier Objektivanschlüsse sind bei Canon im Einsatz. Zwar lassen sich durch Adapter einige Objektive auch an anderen Kameras nutzen (z. B. EF-Objektive an EOS R oder EF-Objektive an EOS M), eine komplette Kompatibilität ist jedoch nicht vorhanden. Insbesondere sind EF-S-Objektive (für APS-C-Modelle) nicht an EF-Anschlüssen (für Vollformatmodelle) nutzbar. Da ist Nikon flexibler. Das 1959 eingeführte F-Bajonett wird von allen Nikon-DSLRs unterstützt. Via Adapter auch am Z-Mount.

Canon und Nikon bietet Vielfalt 

Apropos Objektive: Hier stehen Ihnen bei Canon und Nikon die meisten zur Verfügung. Sowohl vom jeweiligen Hersteller als auch (oft günstigere) von Anbietern wie Tamron, Sigma oder Zeiss. Zudem gibt es viel Zubehör wie Aufsteckblitze am Markt. Sei es direkt von Canon und Nikon oder von anderen. Wer sich also für eine der beiden Marken entscheidet, hat viele Möglichkeiten. Allerdings sollten Sie beachten, dass beide Hersteller nicht zu den schnellsten gehören. Gerade im Hinblick auf neue Technologien. So mussten Canon- und Nikon-Fans fünf Jahre auf entsprechende spiegellose Vollformatmodelle warten – was den einen oder anderen dann doch zum Systemwechsel bewog. Dafür stehen beide Anbieter für Tradition und damit auch ein gewisses Maß an Sicherheit.

Fujifilm, Panasonic, Olympus & Co.

Eine immer populärer werdende Marke ist Fujifilm. Mit ihren X-Kameras und dem eigen entwickelten X-Trans-Sensor in APS-C-Größe (er besitzt ein besonderes Pixel-Layout) begeistert sie immer mehr Fotografen. Die Modellauswahl reicht von günstigen Systemkameras (allerdings ohne X-Trans-Sensor) bis hin zu sehr leistungsstarken Modellen für Aufsteiger und Profi s. Bemerkenswert sind zudem die Objektive, die im DigitalPHOTO-Testlabor stets Höchstleistungen erbringen. Entsprechend hoch fällt aber meist auch der Preis für die Optiken aus. Alternative Objektivhersteller sind noch rar, so dass hier oftmals der etwas tiefere Griff ins Portemonnaie fällig wird. Die X-T3 stellt aktuell die Speerspitze des X-Systems dar, Kameras mit Vollformatsensor gibt es von Fujifilm nicht. Dafür vergleichsweise preiswerte Mittelformatmodelle wie die GFX 50R. Kurzum: ein kleines, feines Portfolio, dem höchstens noch ein mögliches Vollformat-Update fehlt. Ähnliches gilt für Olympus. Hier finden sich spiegellose Modelle, die allesamt mit ihrer tollen Verarbeitung und ihrer schicken Optik punkten. Einschränkungen gibt es allerdings bei der Sensorgröße. Hier wird seit über einem Jahrzehnt auf den gemeinsam mit Panasonic entwickelten Micro-Four-Thirds-Sensor gesetzt. Diesem wird das Unternehmen auch in seinem 100. Jahr vermutlich treu bleiben und das Portfolio um weitere OM-Ds und PENs ergänzen. Pluspunkt ist die große Objektivauswahl, da der MFT-Anschluss von Olympus, Panasonic und Drittherstellern unterstützt wird. Stichwort Panasonic: Im Vergleich zu Olympus bieten die Lumix-Modelle zum Teil außergewöhnliche Features wie 4K-Foto oder Post-Focus. Technikfans wird dies besonders freuen – und Fotografen eröffnen sich zum Teil neue Möglichkeiten. Darüber hinaus punkten fast alle Lumix-Kameras mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Beispiel sei hier die GX80 genannt. Spannend wird es im Frühjahr 2019. Dann kommen Panasonics Vollformatmodelle S1 und S1R, die das Portfolio nach oben erweitern – inklusive L-Bajonettkooperation mit Leica und Sigma. Ein System mit viel Potenzial. Zu guter Letzt bleiben die zwei etwas spezielleren Marken am Markt: Leica und Pentax. Die eine steht vor allem für den fotografischen Mythos und ikonische Kameras und damit aufgenommene Bilder, die andere für außerordentliche Robustheit bei den Modellen. Beide bieten eine eher überschaubare Auswahl, erfüllen aber dafür besondere Wünsche. Die breite Masse sprechen sie aber eher nicht an.

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